Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

"DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion" kommt zwar nicht in die Kinos, dafür aber zu euch nach Hause...!

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Eternal Sonata

Originaltitel: Torasuti Beru ~Shopan no Yume~(トラスティベル 〜ショパンの夢〜)
 
Eine Welt, die anscheinend nur im Traum eines im Sterben liegenden Musikers existiert. Ein Mädchen, das dank seiner magischen Begabungen dazu verurteilt ist, bald zu sterben, und ein Junge, der die Ungerechtigkeit der Welt nicht ertragen kann. All diese Menschen existieren in Frederic Chopins Traum, in dem er Antworten sucht, doch wird er diese in „Eternal Sonata“ wirklich finden?
Inhalt Es ist der 16. Oktober 1849 in Paris. Mittlerweile ist die Nacht hereingebrochen, und der berühmte „Dichter des Klaviers“, Frederic Chopin, liegt in seinem Bett und scheint zu träumen. Der Arzt weiß nicht, ob sein Patient jemals wieder erwachen wird, oder ob dieser Traum vielleicht sein letzter sein könnte…
In einer anderen Welt - zur selben Zeit. Ein Mädchen namens Polka versucht, in einer großen Stadt sein Blumenpulver zu verkaufen, welches heilende Wirkungen hat. Da jedoch auch Mineralpulver sehr billig verkauft wird, scheint niemand sich dafür zu interessieren. Da plötzlich fällt ein Mann dank einer Schlägerei vor ihren Augen zu Boden. Er scheint verletzt zu sein, doch niemand kümmert sich um ihn. Da rennt sie zu ihm und tut etwas Unglaubliches – sie setzt Magie ein, um seine Wunden zu heilen. Doch anstatt Dank und anerkennender Worte erntet sie Missachten und Hass. Die Menschen haben Angst vor ihr, denn Menschen, die Magie benutzen können, haben eine unheilbare Krankheit und werden bald sterben. Auch wenn diese Krankheit nicht übertragbar ist, sind die Bewohner der Stadt doch etwas übervorsichtig und meiden das Mädchen. So macht sie sich auf den Weg nach Hause. Zwei Jungen haben die Szene mitangesehen: Allegretto und Beat. Sie verstehen diese Ungerechtigkeit nicht, haben jedoch mit eigenen Problemen zu kämpfen. Sie sind Diebe, die Brot stehlen und dieses an Kinder verteilen, die nichts zu essen haben. Doch warum ist das Brot so teuer? Allgemein alles, was überlebenswichtig zu sein scheint, ist wirklich hoch versteuert in diesem Land. Das hier ist zwar eine vorübergehende Lösung, doch Allegretto versteht durchaus, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Darum beschließt er, auf eine Reise zu gehen und zu versuchen, etwas zu ändern, das auf längere Zeit funktioniert. Doch stellt sich an dieser Stelle auch die Frage: Wieso ist alles hoch versteuert, nur das Mineralpulver nicht?
Polka ist unterdessen wieder zuhause und überblickt den Nachthimmel und die Lichter der entfernten Stadt. Wieso nur haben die Leute alle ein Problem mit ihr? Da taucht plötzlich ein Mann namens Frederic bei ihr auf. Er sagt ihr, dass auch er Magie verwenden könne, und auch, dass diese ganze Welt eigentlich nur in seinem Traum existiert. Polka glaubt ihm nicht, doch sie freundet sich mit dem seltsamen Mann an und tritt eine Reise an, auf welcher sich ihr Weg und der von Allegretto schon bald kreuzen sollen.
Nun stellen sich nur noch zwei Fragen: Wie weit ist es Traum, und wann wird es Wirklichkeit? Und wird Frederic Chopin diese Nacht wirklich nicht überleben?
Eternal Sonata
Erscheinungstermin:12.02.2009
Preis (Amazon):29,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Atari
Sprache:englische Sprachausgabe, deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Am selben Gerät
Spieleranzahl:1-4
Spielzeit:30-40 Spielstunden
Vergleichbares:Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel

UmsetzunG Mit „Eternal Sonata“ schneit dem Spieler ein wunderschönes, interessantes und durchdachtes Rollenspiel in das Haus. Die Spielgrafik hält sich an das immer beliebter werdende Cel-Shading-Design und zeigt schöne Charaktere im Anime-Stil und jede Menge traumhafte und detaillierte Umgebungen, die keine Wünsche offen lassen. So kann man auch, wenn man Städte und Dungeons durchforstet, jede Menge versteckte Items und Truhen finden. Die Bewegungen des gesteuerten Charakters sind flüssig und nerven keinesfalls auf Dauer, wie man es leider manchmal in Spielen vorfindet.
Auch in den storygebundenen Gesprächen oder Sequenzen findet man eigentlich kaum Nachteile. Die Synchronisation kann man leider nur auf Englisch genießen, während der Bildschirmtext durchgehend auf Deutsch ist. Er ist gut zu lesen und auch auf kleineren Bildschirmen in einer Größe, in der man sich nicht die Augen rausschauen muss, um etwas lesen zu können. Auch der Textfluss ist meistens sehr angenehm. Nur in den Sequenzen ist der Text oder auch die Sprachversion manchmal wirklich sehr langsam. Es wurden viele Großaufnahmen von den die eine oder andere Mimikansicht leider etwas missglückt ist. Dadurch ziehen sich solche Storypassagen manchmal leider aber auch ein wenig wie Kaugummi in die länge und gerade am Anfang fragt man sich hin und wieder: Ist es nun endlich vorbei? Ansonsten ist die Geschichte an sich jedoch wirklich spannend und gleich am Anfang stellen sich viele Fragen, die im Laufe des Spiels beantwortet werden wollen. Somit sollte auch trotz solcher langen Passagen die Spannung nicht aus dem Spiel weichen. Ebenso interessant ist das Kampfsystem, das sich aus einer Mischung aus rundenbasiertem und Echtzeit-System.




Während am Anfang zu der ausführlichen Tutorial-Zeit noch ein echtes rundenbasiertes Kampfsytem auf euch wartet, wandelt es sich nach und nach im Spiel mehr und mehr in Richtung Echtzeit, obwohl auch hier dann noch Runden eingehalten werden. Nun aber erst einmal zu den Grundlagen des Kampfes. Wichtig ist dabei schon einmal, wie man seinem Feind begegnet, denn dieser läuft einem in Dungeons ununterbrochen über den Weg. Begegnet man seinem Gegner von vorne oder der Seite, bringt das keine strategischen Vor- oder Nachteile. Im Gegensatz dazu ist es von Vorteil, den Feind von hinten zu berühren - und somit auch von Nachteil, wenn er das bei dem eigenen Charakter macht. Denn dies führt dazu, dass man auch in dem Kampfbildschirm, in den nun gewechselt wird, in dieser Position steht und so einiges mehr austeilen, oder eben einstecken muss. Nun ist der Kampf abhängig vom Gruppenlevel, denn je weiter oben dieses ist, desto mehr muss man sich konzentrieren oder schneller agieren. Verantwortlich dafür ist die Leiste, die man am linken Bildschirmrand sieht. Diese zeigt die Taktikzeit und Aktionsanzeige – zwei Zahlen, die für den Verlauf des Kampfes von großer Bedeutung sind. Die Taktikzeit zeigt dir, wie lange du Zeit hast, dir deinen Zug zu überlegen, bevor deine Aktionsanzeige langsam abläuft. Solltest du dich während der Taktikzeit bewegen, läuft deine Aktionszeit sofort los. Diese zeigt dir, wie lange du agieren kannst, bevor der nächste Freund oder Feind an der Reihe ist. Am Anfang hat man noch unendlich viel Taktikzeit, und auch die Aktionsanzeige läuft nur dann ab, wenn man sich wirklich auch bewegt oder eine Aktion ausführt. In den späteren Gruppenleveln ist man gezwungen, schneller zu überlegen und auch zu handeln. Auch etwas Besonderes ist die Art, wie man seine Aktionen wählt.

Jede der Tasten ist für eine eigene Aktion vorgesehen. Die Viereck-Taste ist für ein Item zuständig, welches man per L1 und R1 Taste in einer Liste wählen kann. Mit X greift man seinen Gegner mit normalen Kombos an. Die Dreieck-Taste ist für Spezialattacken verantwortlich, welche jedoch die Besonderheit haben, dass sie sich je nach dem ob man im Licht oder im Schatten steht unterscheiden und völlig andere Effekte haben können. Im Laufe des Spiels werden auch neue Spezialattacken erlernt. Mit steigendem Gruppenlevel kann man bis zu vier Spezialattacken ausrüsten, welche dann durch kurzen oder langen Druck der Taste aktiviert werden. Die Kreis-Taste kommt nur während der Runde eines Gegners zum Einsatz, denn hier gilt sie als Verteidigung. Wird ein Charakter aus den eigenen Reihen von vorn angegriffen erscheint über seinem Kopf die Schrift Chance. Wenn man in diesem Moment Kreis drückt, nimmt man weniger Schaden. Jedoch ist das leichter gesagt als getan und bedarf einiger Reaktionszeit und Übung. In gewissen Fällen können in diesem Moment auch Gegenangriffe durch die X-Taste getätigt werden. Welchem Freund oder Feind eure Aktionen zugute kommen, könnt ihr jedoch nur bedingt selbst entscheiden. Denn etwas wie „Anvisieren“ gibt es nicht. Je nachdem, in welche Richtung ihr schaut oder an wem ihr am nächsten dran steht, beeinflusst eure Aktionen. Das ist zwar manchmal ein wenig gewagt, doch man gewöhnt sich daran. Ab dem zweiten Gruppenleveln kommen sogenannte Echos zum Einsatz, welche man als kleine Punkte an der unteren rechten Seite sieht. Die ganze Gruppe sammelt durch Angriffe Echos, diese können von jedem Charakter benutzt werden und verstärken Spezialangriffe. Am oberen Bildschirmrand findet man Anzeige der Lebenspunkte der verschiedenen Charaktere. Da Spezialangriffe keine Punkte verbrauchen, ist dies die einzige Anzeige an dieser Stelle. Nach dem Kampf bekommen die Spieler Erfahrungspunkte, Geld und Items. Diese können auch im sehr übersichtlichen, aber anfangs etwas gewöhnungsbedürftigen Menü eingesehen werden. So lassen sich beispielsweise Objekte benutzen und auch Dinge ausrüsten. Jedoch findet man unter dem Menüpunkt „Ausrüsten“ eine Liste an Objekten.
Diese geben an, welche Objekte während des Kampfes verwendet werden können. Allerdings können diese auch nicht unbegrenzt ausgerüstet werden, sondern werden mit Punkten versehen. Sind diese Punkte aufgebraucht, kann man keinen Gegenstand mehr zu der Liste dazu fügen. Unter "Status" hat man dann die Möglichkeit, Waffen, Ausrüstungen oder auch Spezialangriffe auszuwählen. Auch die Gruppenlevel werden im Menü festgelegt. Während die niedrigeren zwar leichter zu handhaben sind, weisen die höheren zwar mehr Schwierigkeit auf, doch auch deutliche Vorteile zu ihren Vorgängern - wie beispielsweise die Echopunkte oder auch mehrere ausrüstbare Spezialattacken.




Auch sehr interessant ist der Multiplayer-Modus. Während leider nur ein Spieler durch die große Welt laufen kann, kann dieser sich in Kämpfen Hilfe von bis zu drei Freunden holen. Im Menü lässt sich dann einstellen, welcher Spieler welchen Charakter steuert. Sollte man alleine Spielen, übernimmt man alle Charaktere selbst. Alles in allem lässt sich also sagen, dass trotz kleiner Mankos und der Eingewöhnungszeit ein interessantes und wirklich gut durchdachtes Spiel in schöner Verpackung vor einem liegt. Für alle, die es nicht wissen: Frederic Chopins Geschichte, die auch zwischen den Kapiteln beschrieben wird, ist natürlich real, während sein Traum logischerweise aus den Köpfen der Macher entsprungen ist.
Verpackung Extras sind leider fast gar nicht zu finden. Denn leider gibt es für dieses Spiel keine Trophäen freizuschalten, obwohl Xbox360-Besitzer in den Genuss verschiedener, freischaltbarer Erfolge kommen. Diese hätte man eigentlich einfach übernehmen können, doch leider war dies nicht der Fall. Dafür kann man sich Ingame über das ein oder andere Interessante Extra freuen. Zum Beispiel findet man manchmal Partitionen, mit welchen man an verschiedenen Stellen Sessions spielen kann, die einem zu verschiedenen Items verhelfen können. Man kann auch Klavierstücke von Chopin in dem Menü aufrufen, anhören und Hintergrund-Infomationen zu ihnen lesen. Diese ergänzen gut die Geschichte des realen Chopins, welche ja auch im Spiel zwischen den Kapiteln immer wieder erwähnt wird. Auch die im Kampf geschossenen Fotos können immer wieder angesehen werden.
Die Hülle selbst ist im Playstation 3 - üblichen Format. Auf dem schönen Cover sehen wir neben Frederic noch Allegretto, Polka, Beat und zwei weitere für das Spiel wichtige Personen auf einem schwarzen Hintergrund, der auch das Logo des Spiels sehr gut in Szene setzt. Das Handbuch zum Spiel ist wirklich sehr nützlich und beschreibt noch einmal alle wichtigen Aktionen und die Steuerung sehr genau, sollte man einmal etwas vergessen haben. Außerdem kann man auch hier wieder von wirklich schönem Design reden.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+Grafik
+Interessante Story mit teilweise realen Hintergründen
+Abwechslungsreiches Kampfsystem dank unterschiedlicher Handhabung
-Keine Trophäen
-Teilweise zäher Geschichtsfluss und zu lange Sequenzen
-Schwerer Einstieg für Anfänger des Genres
Fazit Mit „Eternal Sonata“ liegt dem Spieler ein klassisches, aber doch mit vielen Neuerungen gespicktes Rollenspiel in den Händen, welches ihn mit Sicherheit einige Stunden an den Bildschirm fesseln wird. Sei es die schöne, interessante und mitreißende Geschichte, die traumhafte Grafik oder doch das bisher so nicht da gewesene Kampfsystem, man erliegt dem Spiel einfach, auch wenn es ein paar kleinere Macken aufweist. Auch, dass man sich auf einen realen Hintergrund bezieht und diesen mit einer gehörigen Portion Fantasy vermischt, ist sehr gelungen und etwas, das man nicht alle Tage sieht. Rollenspieler werden den Kauf jedenfalls nicht bereuen.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
1.5

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
1.5

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
1

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
2

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
4

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
4

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Liane Awizio /  ShainaMartel
Grafiker: Bianca Weickert /  Celest_Camui
Datum d. Artikels: 13.03.2010
Bildcopyright: Namco/Atari


X