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Während der Frankfurter Buchmesse 2017 haben wir ein ausführliches Interview mit zwei Mitgliedern des Teams hinter der Deutschen Cosplay-Meisterschaft (DCM), Yasmin Hofmann Estevez und Björn Sandner, führen können. Was ist die DCM und was hebt sie von anderen Wettbewerben ab? Erfahrt es hier!

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Star Ocean - The last Hope -International-

Originaltitel: Sutā Ōshan Fō (スターオーシャン4)
 
Wieder einmal begeben wir uns auf die Suche nach einem Abenteuer und streifen durch den Sternen-Ozean. Doch was werden wir dieses Mal finden? Welche Personen und welche Geschichte erwartet uns, wenn wir uns zum vierten Mal aufmachen, um Geheimnisse zu lüften und Welten zu retten? „Star Ocean – The Last Hope – International“, eine der letzten Hoffnungen am RPG-Himmel.
Inhalt Erneut hat es die Menschheit geschafft. Im Jahre A.D. 2064 brach der dritte Weltkrieg aus und dabei wurde auch mit Massenvernichtungswaffen nicht gespart. Die Rechnung folgte auf dem Fuße: Nicht nur war die menschliche Rasse beinahe komplett ausgelöscht, sondern auch die Umwelt litt so sehr unter der Zerstörung, dass die wenigen Überlebenden nur noch kleine unterirdische Städte bewohnen konnten. Im Jahre A.D. 2087 wurde erfolgreich das Warp-System entdeckt und entwickelt, welches es der Menschheit erlaubte sicher und schnell durch die weiten des Universums zu reisen. Nun befindet sich diese auf der Suche, nach einem neuen Heimatplaneten. Soviel zur Vorgeschichte. Nun macht sich also eine weitere Schiffsflotte auf, um einen Planeten zu untersuchen, der dem der Erdbewohner ähneln soll. Darunter sind auch die beiden Freunde Edge und Reimi. Beide sind in einem Schiff für gewisse Aufgaben zuständig, bestreiten jedoch eigentlich keine wichtigere Rolle. Edge ist genervt. Seit er klein war konkurriert er mit seinem Bruder, der allerdings nun schon Captain eines der beiden Schiffe ist, welche ihres begleiten. Auf den ersten Blick scheint alles vollkommen nach Plan zu verlaufen, doch etwas ist seltsam. Plötzlich sind die anderen beiden Schiffe verschwunden und sie selbst legen eine Bruchlandung auf ihren Zielort hin. Nach kurzer Benommenheit orten sie eines der verschwundenen Schiffe auf dem selben Planeten.







Eigentlich sollte es hier keine Monster geben, doch diese Information war ganz eindeutig falsch, denn schon bald machen die beiden Freunde Begegnung mit den ersten Ungeheuern. Da die Reparaturarbeiten so viele Leute wie möglich benötigen, meldet sich Edge freiwillig um nach dem anderen Schiff zu suchen. Reimi begleitet ihn und nach einer langen Zeit des Laufens, finden sie das zerstörte Schiff am Strand. Ein Überlebender ist noch zu finden, doch dieser warnt vor etwas und meint, das Schiff müsse unbedingt zerstört werden - dann stirbt er. Plötzlich taucht ein kleines Ein-Mann-Raumschiff auf und ein „Außerirdischer“ namens Faize steigt aus. Er hilft den beiden ein seltsam mutiertes Seemonster zu töten, das wohl etwas mit dem Schiff zu tun hatte und geht mit ihnen zum Mutterschiff zurück. Hier sind die Eldarian – die Außerirdischen – gerade dabei wieder alles in Stand zu setzen. Da aber immer noch jede Spur von dem Schiff seines Bruders fehlt, keiner genau weiß, was für ein Unglück eigentlich passiert ist und es noch immer einen Auftrag zur Sicherung des Überlebens der Menschheit zu erfüllen gilt, wird das kleine Schiff entbehrt. Somit wird Edge nun selbst zum Captain einer kleinen Mannschaft, bestehend aus ihm, Reimi und Faize, ernannt und macht sich auf, vielen Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Vielleicht sind sie ja wirklich die letzte Hoffnung…
Star Ocean - The Last Hope
Erscheinungstermin:12.02.2010
Preis (Amazon):59,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Square Enix
Entwickler:tri-Ace Inc.
Sprache:Deutsch (englische und japanische Sprachausgabe)
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:50+ Spielstunden
Vergleichbares:Eternal Sonata

UmsetzunG Star Ocean“ wird vielen Rollenspiel-Fans mit Sicherheit bekannt vorkommen, oder sie haben es selbst schon einmal gespielt. Die Reihe ist eine der beliebtesten des Genres und das zurecht - dank gewisser Merkmale, die man so selten in anderen Spielen findet. Erst einmal fällt positiv auf, dass die Menütöne aus den Vorgängern übernommen wurden, wodurch sich ein Fan gleich heimisch fühlen wird. Ihr habt die Möglichkeit zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu wechseln, welche die Namen Erd-Level (Leicht), Galaxie-Level (Normal), Universum-Level (Schwer) und Chaos-Level (Sehr Schwer) tragen. Die beiden letzteren müssen jedoch erst freigespielt werden.




Das erste, dass ihr nun vor die Nase gesetzt bekommt ist der aus „Star Ocean – Till the end of time“ bekannte Kampfsimulator. Dieser dient Edge zum Training, für den Fall, dass er einmal mit Gegner in Kontakt kommen sollte, was früher geschehen wird, als ihm selbst recht ist. Hier könnt ihr euch in sehr vielen einzelnen Punkten Tutorien ansehen, die euch den gesamten Kampfverlauf Stück für Stück simulieren und somit versuchen, euch auf die kommenden Kämpfe vorzubereiten. Hier lernt ihr also alles, von Ausweichen über Spezialattacken, bis hin zu Combo-Angriffen. Auch einiges von dem theoretischen Teil der Kampfeinstellungen wird dem Spieler hier zu futtern gegeben. Wer das gesamte Tutorium durchspielen will, wird damit rechnen müssen viel Information in - für den ganzen Stoff - kurzer Zeit in seinen Kopf drücken zu müssen und erst einmal eine ganze Zeit zu trainieren. Allerdings kann man bei Problemen später auch einfach nachlesen, was man vergessen hat oder im Titelmenü den Kampfsimulator anwählen. Nun also einmal die wichtigsten Fakten zum Kampfsystem.
Läuft man mit seinem Charakter auf der Karte in ein feindliches Objekt, wird dieses in einen Kampf verwickelt. Dabei kommt es darauf an, ob man frontal Kontakt hat, ob man ihm in den Rücken fällt oder umgekehrt. Bei Ersterem wirkt sich das nicht auf den Kampf aus und beide Gruppen starten normal. Zweite Lösung bringt der eigenen Gruppe einen kleinen Vorteil, während die umgekehrte Variante natürlich Nachteile bringt. Nun wird man in einen separaten Kampfbildschirm geleitet, in dem der gesamte Kampf in Echtzeit abläuft. Hier habt ihr nun viele unterschiedliche Möglichkeiten. Ihr könnt zwischen den Charakteren eurer Gruppe wechseln und so immer jemand anderen spielen, während eure Kameraden automatisch agieren. Ihr könnt eine Taktik für die Gruppe erstellen, damit sie immerhin einigermaßen machen, was ihr wollt und natürlich mit Magie und Waffen den Gegner angreifen.




Die Steuerung der Kamera im Kampfmodus ist frei – ihr könnt also in jedem Blickwinkel beobachten, wie ihr über die Gegner herfallt. Sie lässt sich aber auch festsetzen und agiert im Normallfall automatisch, wenn ihr nicht daran rührt. Ihr bewegt euch mit dem linken Stick. Die Bewegungen gehen schnell von statten und sehen vor allem auch gut aus. Gegner können automatisch, manuell oder gar nicht anvisiert werden.
Mit den Knöpfen könnt ihr verschiedene Aktionen ausführen, wie beispielsweise Energie für eine Spezial-Attacke sammeln, angreifen oder andere Aktionen ausführen. Besonders ist hierbei auch die sogenannte „Blind-Side“-Aktion. Dabei sieht man, wenn ein Gegner den eigenen Charakter anvisiert und eine Attacke plant. Sammelt man dann kurz Energie und weicht im richtigen Moment aus, kann man auf kurze Distanz dem Blickfeld des Feindes entschwinden, hinter ihn eilen und ihn von hinten attackieren. Auf langer Distanz kann man auf diese Weise durch einen großen Sprung schnell lange Strecken überwinden. Allerdings bedarf das ein wenig Trainings, doch hat man den Bogen erst einmal heraus, bekommt man schnell ein Gefühl dafür. Dabei ist es auch wichtig, auf eure Markierung zu achten, denn diese zeigt, ob der Gegner euch eventuell mit einem Blind-Side Konter zeigen kann, wer der Herr im Ring ist. In diesem Fall müsst ihr wirklich bis auf den letzten Moment warten, also kurz bevor ihr getroffen werdet, bevor ihr euren Blind-Side ausführt. Auch habt ihr die Möglichkeit normale Angriffe mit eurer Spezial-Attacke zu kombinieren, die durch sammeln von Energie aktiviert werden kann und euch für kurze Zeit schneller und stärker macht, oder die Aufmerksamkeit der Gegner von einem Freund auf euch zu ziehen.
Natürlich könnt ihr euch auch ein wenig auf die Sprünge helfen. Immerhin könnt ihr jedem Gefährten bis zu vier Status Boots zur gleichen Zeit verpassen um seinen eigenen Vorteil zu sichern.
Wenn ihr bestimmte Aktionen durchführt, wie beispielsweise einen Blind-Side, könnt ihr euch an der rechten Seite in der Bonustafel bestimmte Boni erkämpfen, die durch farbige Punkte verzeichnet werden. Pro Punkt bekommt ihr Beispielsweise 10% mehr Erfahrung oder Fol - die Währung in „Star Ocean“.
Sollte euch ein Gegner doch einmal zu stark sein, könnt ihr natürlich auch versuchen aus dem Kampf zu fliehen, erhaltet dann jedoch keine Erfahrungspunkte oder Fol.
Im Spiel tritt erstmals in der Reihe das sogenannte BEAT-System auf – das Battle Exalted Action Type System – welches euch erlaubt, eure Charaktere in verschiedenen Klassen zu leveln. Stellt ihr euren Charakter auf Stil N (Neutral) ein, wird er neutral und ein ausgeglichener Gefährte, jedoch lässt sich dieser Stil nicht leveln. Die beiden anderen Stile Stil S (Sturm) und Stil B (Bravur) werden mit Erfahrungspunkten gelevelt und bekommen somit immer mehr Extras und Fähigkeiten, je höher sie im Level steigen, die sehr hilfreich sein können. Dabei agiert ersterer vor allem für physisch orientierte Charaktere, während der zweite mehr für diejenigen gedacht sind, die oft Symbologie – Magie – verwenden. So wird also nach einem Kampf nicht nur der Status gelevelt, sondern auch der ausgewählte Stil.




Die Grafik im Spiel selbst ist große Klasse – und damit ist nicht nur die oben beschriebene Kampfgrafik gemeint. Auch das Charakterdesign besticht mit sehr schönen, detailreichen Figuren, die zwar alle den berühmten Bishonen, bzw Bishojo Faktor haben, den Japano-RPG Fans aber wahrscheinlich schon gewohnt sein müssten und der trotzdem nicht zu übertrieben wirkt. Alles ist im real angehauchten futuristischen Stil gehalten und wirkt auch ziemlich authentisch.
Die Bewegungen durch die sehr – wirklich enorm großen Gebiete sind schön flüssig und auch toll anzusehen. Wenn man wirklich alles durchsuchen möchte, um auch die letzten versteckten Truhen zu finden, wird man schon einige Stunden damit zubringen, durch die riesigen Dungeons zu laufen. Vor allem, weil nicht jedes Gebiet nach verlassen wieder betretbar ist. Dies hat jedoch leider auch einen Nachteil, denn für Abwechslung der Umgebungen ist so erst nach einer gewissen Zeit gesorgt, wenn man sich meist schon am aktuellen Anblick mehr als sattgesehen hat.
Ein Hingucker ist natürlich auch vorhanden, und zwar immer wenn eine Sequenz seine Aufwartung macht. Dabei ist natürlich eine einwandfreie Grafik zu erwarten, die fasziniert, da sie zwar real wirkt, aber nicht real genug um uns aus der futuristischen Vision zu ziehen. Da das Spiel an Schlüsselszenen englisch synchronisiert wurde, geben wir uns auch gerne wieder mit Untertiteln zufrieden. Jedoch besteht hin und wieder leider das Problem, dass die weiße Schrift auf hellem Untergrund so gut wie gar nicht mehr lesbar ist. Da hilft dann nur rätseln, oder zuhören, was gesagt wird. Auch die Schrift des Spiels im allgemeinen ist nicht gerade die größte, was teils Probleme beim Lesen verursachen kann.







Die Musik jedoch ist wirklich große Klasse und so macht es nichts aus, wenn man den Soundtrack auch ein wenig lauter stellt. Man hat hier ein wenig das Gefühl in einer Mischung aus Retro- und Futuristisch-Spiel gelandet zu sein und das hört sich gut an.
Schade ist nur ein wenig, dass es sich hier auch wieder um einen kompletten Singleplayer handelt, denn gerade im actionreichen Kampfsystem hätte man einen Kooperationsmodus gut einbauen können. Die Spielzeit beläuft sich auf gute 50 Stunden.
Verpackung Star Ocean – The last Hope – International“ ist die PS3 Version des Spiels, welches auch für die Xbox360 erschien. Auf dem Cover sieht man neben dem Weltall die Figuren mit denen alles anfing: Edge und Reimi. Außerdem kann man hier das große, Eindruck schindende Logo des Spiels sehen. Das Handbuch gestaltet sich übersichtlich strukturiert und hilfreich in allen Spielerlebenslagen.
Im Gegensatz zur normalen Version enthält die International nicht nur die englischen Stimmen, sondern auch die japanischen. Intern gibt es viele Kampftrophäen, die durch das Können im Kampf erworben werden können. Allerdings sind manche davon wirklich sehr schwer zu bekommen. Die PS3-Trophäen sind bei diesem Spiel jedoch sehr demotivierend. Hier gibt es zum Beispiel nur eine Bronze-Trophäe wenn man alle verstecken Schiffsdaten findet, oder eine silberne wenn man alle Schatztruhen im Spiel findet. Mit 0% wird jedoch niemand enden, denn natürlich gibt es auch handlungsbedingte Trophäen.
+ Schönes Design
+ Tolle Musik
+ Interessante Geschichte
- Enorme Dungeons zwischen den Geschichtsteilen
- Entmutigende Trophäen
- Teils schlecht lesbare Untertitel
Fazit Mit „Star Ocean – The last Hope – International“ bekommt man vielleicht nicht das beste Rollenspiel aller Zeiten, aber eine interessante Geschichte und ein Gameplay, wie es so selten zu sehen ist. Zwar zieht es sich manchmal ein wenig in die Länge und erfordert Geduld vom Spieler, doch wer damit dienen kann, hat hier ein gutes Rollenspiel für die Sammlung gefunden. Auch Fans der Serie werden mit Sicherheit gerne zugreifen.
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
2

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
1



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
4

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Michael Leible /  -Camui-
Grafiker: Bianca Weickert /  Celest_Camui
Datum d. Artikels: 13.06.2010
Bildcopyright: Square Enix


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