Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

In einer Welt, in der Kriege durch den Einsatz von gewaltigen Drachen entschieden werden, gibt es nur einen einzigen Weg, diese Herren der Lüfte zu besiegen: Man muss ihnen auf den Zahn fühlen.

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Silent Hill: Shattered Memories

Originaltitel: サイレントヒル シャッタードメモリーズ
 
Nach einem Autounfall wachst du auf und deine Tochter, die gerade noch neben dir saß, ist verschwunden. Verzweifelt suchst du nach ihr - aber wo bist du hier bloß gelandet? In Silent Hill? Die Kleinstadt wirkt sehr düster und unheimlich. Wie in einem Albtraum... Doch was wäre, wenn du in diesem Traum stirbst? Mit „Silent Hill: Shattered Memories“ wartet eine Neufassung eines der besten Horrorspiele aller Zeiten auf euch.
Inhalt Auf dem Bildschirm flimmern Videoaufnahmen einer Kamera. Ein Mann mit seiner kleinen Tochter. Die Szene wird immer wieder zurückgespult und erneut angesehen. Im nächsten Augenblick findest du dich im Zimmer eines Psychiaters wieder. Dein Name: Harry Masion - der Mann, der gerade noch in der Kameraaufnahme zu sehen war. Vor deinen Augen findest du einen Persönlichkeitstest. Sieben leichte Fragen gilt es zu beantworten. Natürlich bist du noch nie fremdgegangen - oder?
Der Psychiater bittet dich, über das Geschehene zu erzählen. Und so beginnst du dich zu erinnern.




Als du erzählst, verlierst du dich in deinen Erzählungen, wie Videoaufnahmen vergangener Tage kommt es dir vor - erschütternde Aufnahmen...
Du erlangst dein Bewusstsein zurück und findest dich nach einem Unfall in deinem Auto wieder. Dunkel kommen Erinnerungen auf - deine Tochter, sie saß doch auch im Auto? Sheryl, wo ist sie? Panik kommt auf, keine Spur von ihr, keine Menschenseele weit und breit. Einzig und allein eine Taschenlampe steht dir als Hilfe zur Verfügung. Du siehst dich näher um, kannst aber niemanden entdecken. Scheint, als wärst du auf einem Schrottplatz oder Autofriedhof gelandet. Da das Tor verschlossen ist, kletterst du kurzerhand einfach darüber. Ob hinter der Türe geradeaus wohl jemand ist? Jemand der Sheryl gesehen hat? Nein Fehlanzeige, lediglich eine Autowerkstatt, die eher verlassen aussieht. Immerhin einen Hinweis bekommst du hier. Die Karte an der Wand ist ein Lageplan von Silent Hill. Dies ist wohl der Ort, in dem du dich befindest. Etwas Brauchbareres gibt es hier nicht, also durchquerst du den Raum durch die nächste Tür. Geradeaus hängt ein Plakat an der Wand, das die wichtigsten Telefonnummern auflistet. Du solltest sie dir merken, vielleicht sind sie von Vorteil. Den Gang entlang findest du nur noch die Toiletten, welche genauso verwahrlost aussehen wie der Rest des Gebäudes. Verlässt du den Flur, findest du dich in einem Geschäft wieder. Der Vordereingang ist verschlossen, aber in Spiegelschrift erkennst du, dass der Laden aufgrund der Wetterlage geschlossen ist. Das Wetter muss schon lange so bescheiden sein, so heruntergekommen, wie es hier aussieht. Über den Hinterausgang gelangst du nach draußen - nur kurz den massiven Riegel zur Seite geschoben und schon liegt der Weg frei.
Vor dir befindet sich eine Straße mit einer Tankstelle und anderen diversen Einrichtungen. Ein Videoladen, welcher den Transfer von VHS auf DVD anbietet, ist der einzige, der geöffnet ist. Doch auch dieser ist verlassen. Wie ausgestorben wirkt der Ort. Was ist hier geschehen?
Im Laden stößt du auf surreale Vorkommnisse und auch sobald du diesen Laden verlässt, wird sich die Situation nicht zum Besseren verändern. Diese Stadt wird dein schlimmster Albtraum werden. Doch ist es wirklich nur ein Traum? Was passiert wohl mit dir, wenn du in diesem sterben würdest? Vielleicht kann dir ja der Psychiater helfen, die Erinnerungen zu analysieren - vielleicht aber auch nicht?
Silent Hill: Shattered Memories
Erscheinungstermin:25.02.2010
Preis (Amazon):29,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Survival-Horror
Konsole:Playstation 2
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Climax Entertainment
Sprache:Deutscher Bildschrimtext mit englischer Synchronisation
Altersfreigabe:USK: 16
PEGI: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 17 Stunden
Vergleichbares:Heavy Rain

UmsetzunG Neu in der Geschichte der „Silent Hill“-Reihe ist definitiv die Erzählweise. Erstmals spielt das Geschehen rund um die Kleinstadt nicht mehr in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit. Definitiv eine großartige Idee, da sich nun weitere interaktive Möglichkeiten für den Spieler ergeben. Überrascht werden Spieler über den Einfluss ihrer Antworten in den psychologischen Tests innerhalb des Spiels sein. Fällt dies beim ersten Test eventuell noch nicht so auf, merkt man es doch spätestens, als man aufgefordert wird, ein Bild auszumalen. Kaum fertig bemalt, findet man sich in der Vergangenheit wieder - mit Blick auf genau dieses Szenario, inklusive eurer Farbwahl!
So erlebt der Spieler in jedem Spielabschnitt sein individuelles Spielerlebnis, welches sich an bestimmten Schlüsselpunkten immer wieder mit den anderen alternativen Möglichkeiten zusammenschließt. Das Finale dieser Beeinflussungen findet sich schließlich in vier verschiedenen Enden des Spiels. Am besten entlarvt man natürlich alle veränderbaren Dinge erst ab dem zweiten Durchlauf, der dadurch wohl ungefähr genauso fesselnd sein dürfte wie der erste.




Die Steuerung ist sehr angenehm und man findet sich schnell zurecht. Einzig in den Albtraum-Abschnitten kann es des öfteren frustrierend werden, da man auf der Suche nach dem richtigen Weg die Übersicht verlieren kann und dann die Quicktimes, die unter anderem zur Abwehr der Gegner eingesetzt werden, auf Dauer etwas nervig werden können. Auf der Wii bietet das Spiel sogar noch ein intensiveres Spielerlebnis durch die geniale Umsetzung mit der Wii-Remote.

Überarbeitet wurde auch das Gameplay. Konnte man zwar auch im letzten Teil (Homecoming) einige Neuerungen feststellen, gingen diese leider in die andere Richtung und das einst so gelungene Horrorgame mutierte zum Shooter. Hier wurde aber ein Horror-Survival-Titel vom Feinsten geschaffen. Erstmalig muss man das Spiel ohne eine einzige Waffe bewältigen. Die Devise bei diesem Teil liegt ganz klar bei der Flucht vor Konfrontationen mit Gegnern. Wie auch in alten Teilen fängt das Spiel an zu rauschen, sollten sich Gegner nähern. Es wäre in diesem Fall empfehlenswert, in die entgegengesetzte Richtung zu rennen, bis sich die Störung abschwächt. Alternativ findet man vielleicht auch einen Schrank, um sich darin zu verstecken. Aber Vorsicht, bleibt der Spieler zu lange in seinem Versteck, finden die Feinde ihn mittels ihres ausgeprägten Gehörs oder des guten Geruchssinns!
Sollte man dann doch das ein oder andere Mal in die Fänge der abstrakten Wesen gelangen, hilft es nur die angegebenen Tasten schnell zu betätigen, um den Gegner von sich zu stoßen und wegzurennen. Allerdings kann unser Protagonist auch dies nicht unbegrenzt. An seiner Haltung kann man seine körperliche Verfassung erahnen, außerdem wird er zunehmend langsamer.




Zusätzlich sind im ganzen Spiel Inhalte versteckt, sogenannte Echos, welche euch kleine Nebengeschichten der Stadtbewohner erzählen. Auch dies ist schön in genregerechte Atmosphäre gepackt. So sieht man eventuell eine Schaukel auf einem Spielplatz und wundert sich über den merkwürdigen Anblick - leicht rauschend erblickt man diese, aber auch nur diese, Stelle. Nähert man sich und schießt mit dem Handy ein Foto, offenbart sich der echte Anblick, digital eingefangen. Hierzu bekommt man dann noch einen passenden Anruf oder eine SMS von der zugehörigen Person, welche einen Teil der dazu passenden düsteren Geschichte liefert. Ähnlich kann man auch Stellen im Spiel vorfinden, in denen das gesamte Bild und auch der Ton rauschen. Findet man die Ursache dieser Störung, verschwindet sie. Man erhält dann aber nach plötzlichem Geräusch auch wieder eine Nachricht oder einen Sprachanruf auf dem Handy. Auch diese übermitteln dann einen Teil einer düsteren Geschichte.




Die Hintergrundmusik ist wie auch schon bei den anderen Teilen schlichtweg grandios. Komponist Akira Yamaoka war hierfür einmal mehr zur Stelle. Der Soundtrack steht somit denen der anderen Teile in nichts nach und unterstreicht die Atmosphäre optimal.
Auch die grafische Umgebung ist sehr düster und sollte ganz zur Zufriedenheit der Zielgruppe sein. Die Kleinstadt ist bis ins Detail durchdacht, um vollends Gruselatmosphäre aufkommen zu lassen. Und wenn erstmal die Albtraum-Passagen einsetzen, ist der Horror perfekt inszeniert. Alles schimmert in einem düsteren dunklem Blau, alles ist überzogen von Eis. Am besten genießt ihr dies in einem dunklen Raum, da Lichteinstrahlungen auf den Monitor gerne dunkle Details verschlucken und ihr euch so natürlich auch viel mehr in das Spiel versetzen könnt.
Die Umsetzung der Grafik ist zwiegespalten zu betrachten. Einerseits holt das Spiel eine tolle Grafik aus der Wii, PS2 und der PSP heraus, auf der anderen Seite können diese Konsolen grafisch aber keineswegs mit der PS3 oder der XBOX360 mithalten. Somit hätte man das Erlebnis grafisch gesehen auf diesen Konsolen noch weiter steigern können. Der Grund, warum man sich für die Wii und grafisch ebenbürtige Konsolen entschied, war wohl die Steuerung über die Wii-Remote.
Eine deutsche Sprachausgabe gibt es allerdings leider nicht. Dafür ist die deutsche Version mit deutschen Untertiteln versehen, welche gut lesbar sind. Davon abgesehen ist auch die englische Synchronisation leicht zu verstehen und mit passenden Sprechern besetzt worden.
Verpackung Auf dem Cover ist ganz typisch der Albtraum-Passagen ein Eis-Szenario zu sehen. Blau und eingefroren sieht man ein kleines Mädchen auf einer ebenso vereisten Schaukel sitzen. Passend zu diesem Anblick findet sich darüber in eisigen blau geschrieben der Titel des Spiel: „Silent Hill Shattered Memories“.
Das Handbuch gestaltet sich angenehm übersichtlich und strukturiert. Neben der Steuerung wird hier alles erklärt, was man wissen muss.
Besondere Extras liegen dem Spiel leider nicht bei, allerdings ergibt sich ein fünftes geheimes „Extra“-Ende, wenn man alle 13 Echos im Spiel findet.
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+ Fesselnde Story
+ Psychische Tests beeinflussen den Spielverlauf
+ Genialer Soundtrack
- Grafik nicht schlecht, kann aber mit den aktuellen NextGen-Titeln nicht konkurrieren
- Albtraum-Passagen teils schwer
- Zwar düstere Atmosphäre, aber Gegner tauchen trotzdem nur in Albträumen auf
Fazit Mit „Silent Hill: Shattered Memories“ verpasst Konami dem ersten Teil der „Silent Hill“-Reihe ein neues Gewand. Es ist aber keineswegs eine Neuauflage, dafür ist zu vieles anders. Es ist mehr als Neuinterpretation anzusehen. Zuerst werden nun sicher Zweifel aufkommen, ob solch ein Versuch denn gut gehen kann. Aber keine Sorge, es kann! „Silent Hill: Shattered Memories“ gibt Genre-Fans endlich das, was sie in letzter Zeit vermisst haben. Während „Silent Hill: Homecoming“ vielen zu „amerikanisch“ war und der japanische Horrorstil vergebens gesucht wurde und auch die „Resident Evil“-Reihe immer mehr ins Action-Genre rutscht, punktet „Shattered Memories“ mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel. Macht das Licht aus, beseitigt andere Audioquellen und lasst euch von einem schaurig-schönen Spiel mitziehen.
 
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
1.5

Steuerung
Steuerung
2



Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
2

Story
Story
1.5

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
3

Preis/Leistung
Preis/Leistung
2

Autor: /  -Camui-
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Bianca Weickert /  Celest_Camui
Datum d. Artikels: 26.12.2010
Bildcopyright: Konami


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