Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Avalon Code

Originaltitel: Avaron Kodo, アヴァロンコード
 
Stell dir einmal vor, das Ende der Welt würde unmittelbar bevorstehen. Was würdest du tun? Nun, vielleicht ist auch die Frage – Was kannst du tun? Wenn dir ein Buch in die Hände gelegt wird und du bestimmen kannst, wie die nächste Welt aussehen wird, würdest du dich dem Abenteuer stellen? Wenn ja, beweise es in „Avalon Code“!
Inhalt Es ist ein friedlicher Nachmittag und du verbringst deine Zeit damit, allein auf einem Hügel abseits der Stadt im Gras ein Nickerchen zu machen, als du eine seltsame Vision vor Augen hast. Du siehst es, das Ende der Welt. Und genau du sollst nun die Aufgabe übernehmen, eine neue Welt zu erschaffen. Gerade als du erwachst, leuchtet der Lithograf hinter dir und ein Buch erscheint: Das Buch der Prophezeiungen. Aus ihr kommt ein Geist namens Rempo. Er ist Herr über das Element Feuer und ziemlich aufbrausend, seine Hände sind gefesselt, damit er keinen zu großen Schaden anrichten kann. Er sagt dir, was deine Bestimmung von nun an sein wird. Du sollst mit deinem Buch die Codes der verschiedensten Wesen der Welt scannen und somit alle Daten sichern, die in die nächste Welt übergehen sollen. Deine Welt wird zugrunde gehen… Wie ein übler Wink des Schicksals werdet ihr im nächsten Moment auch schon von seltsamen Soldaten angegriffen, die sich prompt in Monster verwandeln. Guter Rat ist teuer, doch das unschätzbar wertvolle Buch kann mit einer Waffe helfen. Kaum ist der erste Schreck überwunden, musst du dich auch schon deiner Bestimmung ergeben. Dabei wirst du dich nicht nur auf eine Reise der Datenbeschaffung begeben, sondern auch in viele ungewöhnliche Geschehnisse, sogar in Krieg hereingezogen werden. Bist du bereit eine neue Welt zu erschaffen und die alte, solange sie noch existiert, zu einem besseren Ort zu machen? Auf deinem Weg wirst du nicht nur viele Menschen treffen, die alle unterschiedliche Ansichten zu der Welt, in der sie leben, haben, sondern vielleicht auch eine Beziehung eingehen oder dich mit ihnen anfreunden. Es liegt in deiner Hand, Wunder zu vollbringen und du trägst eine schwere Last auf deinen Schultern. Aber verliere niemals den Mut.
Avalon Code
Erscheinungstermin:12.03.2010
Preis (Amazon):24,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, RPG
Konsole:Nintendo DS
Dt. Publisher:Rising Star Games
Entwickler:Matrix Software
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 6
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:über 50 Stunden
Vergleichbares:Pokémon Mystery Dungeon Erkundungsteam Himmel

UmsetzunG Direkt am Anfang des Spieles hat der Spieler die Wahl, welchen Charakter er spielen möchte. Entweder man spielt den Jungen Yumil oder das Mädchen Tia. Natürlich können die Namen auch geändert werden. Schon zu Anfang des Spieles wird klar, welche komplexen Ausmaße das Ganze annehmen wird. Voran gesagt sei einmal, dass jegliche Reaktion irgendwie von dem Buch der Prophezeiungen ausgeht oder mit ihm verbunden ist. So sieht man auf dem oberen Bildschirm immer das momentane Geschehen, während der Touchscreen ständigen Zugriff auf das Buch gibt. Alles im Spiel läuft über sogenannte Codes, die es zu scannen gilt. Und dabei heißt es wirklich alles. Egal ob Charaktere, Monster, Gegenstände, Blumen, Ausrüstung oder einfach nur Gras, alles wird einmal mit dem Buch geschlagen und somit in der dortigen Datenbank verewigt.
Das wichtigste, das man sich direkt am Anfang einprägen sollte, ist, wie man mit den sogenannten Codes umgeht. Jedes gescannte Objekt oder Lebewesen hat auf seiner Seite einen Erklärungstext, der durch Antippen der Textspalte gelesen werden kann und verschiedene Eigenschaften, die in einem „Gitter“ auf der rechten Seite angezeigt werden. In diesem Gitter sind Teile mit verschiedenen Formen und Bedeutungen wie beispielsweise Feuer, Eis oder Hund, Katze oder Eisen, Gold, Hoffnung, Ruhm und noch vielen, vielen mehr. Sind diese in Kombination mit gewissen anderen Eigenschaften, können neue Attribute entstehen und Situationen völlig ändern. So kann beispielsweise eine todkranke Katze geheilt oder dein Schwert verändert werden. Grundsätzlich gilt, dass man immer Standards findet, die nach Belieben geändert werden können. So kann beispielsweise aus einem normalen Schwert eines mit Feuerelement werden oder dank verschiedener Metalle auch zu einem Legionsschwert. Jedoch könnt ihr nur so viele Eigenschaften in eine Waffe, einen Charakter, ein Monster oder was auch immer ihr scannt setzen, wie in dem Gitter Platz haben - somit kann das Ganze zur ziemlichen Puzzlearbeit werden. Charaktere und Monster sowie Blumen und Gegenstände haben eigentlich immer Codes, mit denen sie starten. Solltet ihr also beispielsweise einen sehr starken Gegner zum Feind haben, ist es ratsam, seine Codes aus seinem Profil zu nehmen und diese gegen Krankheit oder andere Codes auszutauschen, damit ihr eine bessere Chance habt, zu bestehen. Jede Seite im Buch, somit auch Karten, die dort ebenfalls auftauchen, sobald ihr ein neues Gebiet betretet, haben einen gewissen Wert. Dieser kann steigen, indem ihr sie mit Codes füllt, bei Monstern mehrere der Sorte besiegt oder bei Karten die gesamte Umgebung untersucht und alles findet, wozu es einen Kommentar gibt. Gerade letzteres kann jedoch sehr schwer werden, weil es sich gerade bei Dungeons meist um Deko handelt, von denen manche dann kommentiert werden. Da in den meisten Umgebungen immer wieder nach Erlegen eines Feindes der nächste auftaucht, erweist sich das meist als ein wenig schwierig. Ab einer gewissen Zahl der Buchpunkte steigt die Stufe des Buches und eure Geister werden stärker. Außerdem bekommt ihr, sobald ihr einen Bereich verlasst, eine Blitzmeldung – eine Art Vision, was demnächst wo passieren wird. Notiert euch diese und schaut bei der nächsten Gelegenheit an besagtem Ort vorbei, um dort etwas wie eine Nebenmission, ein Minispiel oder einen Bonus zu finden.





Da es natürlich auch jede Menge Monster und Menschen gibt, die dem Spieler auf seiner Reise an den Kragen wollen, muss man auch lernen, sich zur Wehr zu setzen. Das macht man mit gescannten Waffen und Rüstungen, die man je nach Situation durch verschiedene Codes an die jeweilige Notlage anpassen kann. Wenn man die richtigen Kombinationen findet, kann es auch schon einmal vorkommen, dass eine Waffe ihr Aussehen komplett verändert und zu etwas anderem wird. Interessant ist außerdem, dass man jeweils zwei Waffen ausrüsten kann - eine in die linke Hand, eine in die rechte. So kann man beispielsweise ein Schwert und eine Bombe halten oder ein Schild und ein Wurfmesser oder was eben gebraucht wird. Gesteuert werden diese durch die X und die Y Taste, die jeweils eine Hand als Aktion ausführen. Mit L und R kann man sich aus der Schusslinie eines Gegners rollen und mit dem Fadenkreuz wird gesteuert. Im späteren Kampf ist auch die A-Taste von großer Bedeutung, denn damit startet man die „himmlische Abrechnung“. Damit wird ein nichtsahnender Gegner in die Luft geschleudert und dank gut getimten Schlägen immer wieder nach oben gespielt, bis man ihn einmal verfehlt oder er zerplatzt, welche eine der sehr wenigen Möglichkeiten ist, an Geld, GP (Gesundheitspunkte) oder MP (Magiepunkte) zu kommen. Schnell wird man sich selbst also dabei erwischen, wie man seine Gegner immer öfter einfach mal „in die Luft gehen“ lässt.
MP werden benötigt, um Dinge zu materialisieren, wie beispielsweise heilende Objekte, Codes zu verändern oder eine der vier Geister zu beschwören, die im späteren Spielverlauf dem Buch innewohnen werden.
Während man auf der Weltkarte nun also frei herumlaufen kann und immer wieder Monster nachkommen, die auch helfen, die Techniken der verschiedenen Waffen aufzuleveln, sind Verliese oder Story-bedingte Abschnitte wieder eine andere Sache. Hier bekommt man in jedem Raum eine Aufgabe gestellt wie: „Betätige alle Schalter“ oder „Vernichte alle Gegner“. Außerdem hast du eine gewisse Zeitangabe, in der man dies schaffen soll und Zusatzaufgaben, die dir zusätzliche Punkte geben. Wenn man einen Raum nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit schafft, ist das nicht besonders schlimm, denn die Folge ist lediglich, dass man keine Extrapunkte für den Zeitbonus bekommt. Nachdem man die Aufgaben erfüllt hat, öffnet sich die Tür und eine Rechnung der Punkte wird angezeigt. Diese bestimmt den Wert der Seite zu dieser Karte in dem Buch der Prophezeiungen. Danach erschienen die Feinde oder Rätsel nicht wieder, außer man wählt die Karte an und wählt dann aus, dass man die Aufgabe noch einmal versuchen möchte, um die Punkte aufzuwerten.
Die Rätsel und Aufgaben sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet. Hin und wieder muss man schon einmal genau nachdenken, wie man ein Rätsel am geschicktesten löst oder sich schnell Gegnern entledigt, wobei hier natürlich auch Codes wieder unverzichtbar sind. Hin und wieder muss man jedoch viele Codes öfter hintereinander wechseln, was auch etwas nervig sein kann, da man selbst immer nur bis zu vier Codes zum Verschieben tragen kann und somit immer wieder irgendwo welche zwischenlagern muss, was zu langer Sucherei führen kann.
Von Zeit zu Zeit findet man blaue Steinseiten, die man scannen sollte, weil sie eine Art „Rezept“ für verschiedene Gegenstände bieten. Man findet so also zum Beispiel heraus, welche Codes man bei den Wurfmessern einsetzen muss, um daraus Wurfsterne zu machen. Nach gewissen Abschnitten findet man auch goldene Seiten, welche dem Protagonisten mehr GP und MP sichern. Auch interessant ist hierbei, dass die Gegner selten einmal unterschiedlich viel treffen, sondern meist einen oder zwei Punkte abziehen. Sprich – ein Treffer – ein GP. Nur die wirklich stärkeren schaffen es schon, einmal eventuell zwei GP abzuziehen.
Wer einmal ein wenig Ruhe von der Hauptgeschichte braucht, wird in der Heimatstadt des Protagonisten jede Menge Leute finden, die nicht mit Nebenmissionen sparen. Außerdem trifft man hier sogenannte Heldinnen und Helden, mit denen der Hauptcharakter, je nach Geschlecht, sogar eine Liebesbeziehung eingehen kann, wenn er es geschickt anstellt. Dazu gehört natürlich viel reden, viele Geschenke durch Materialisieren verschiedener Gegenstände machen und gewisse Einfühlsamkeit bei bestimmten Events zeigen. Auf die gleiche Art kann man sich natürlich auch mit anderen anfreunden. Alle dieser Helden/Heldinnen haben jedoch ein bestimmtes Problem in ihrer Code-Liste, dass es zu beheben gilt, bevor man eine Beziehung eingehen kann. Sowohl als Tia als auch als Yumil habt ihr die Chance, eine Beziehung mit vier Leuten aus der Stadt oder zwei Elementargeistern einzugehen.
Je weiter ihr in der unglaublich fesselnden Geschichte voranschreitet, umso mehr Fragen wird euch euer Buch auch stellen, denn ihr allein könnt auch dank der Fragen zu der neuen Welt bestimmen, wie diese aussehen soll.
Die Grafik und der Ton sind beide wirklich angenehm für den Nintendo DS. Zwar wäre hier und da eine Anime-Szene wie im Opening schön gewesen, doch von Sicht der Möglichkeiten, die der Handheld bietet, hat man diese schon ziemlich ausgeschöpft. Die Musik unterstreicht meist sehr gut, was gerade passiert und ist angenehm. Die Texte des Singleplayer Games sind allesamt Deutsch. Nur der Traum am Anfang wurde nicht übersetzt, wobei man sich doch fragt, warum eigentlich ein Abschnitt, noch dazu der erste, gerade auf Englisch angezeigt wird. Wenn die Charaktere oder Geister situationsbedingt einmal etwas sagen, ist die Sprachausgabe englisch, jedoch immer mit deutschem Text versehen. Somit wird „Avalon Code“ zu einem sehr facettenreichen und gute 50 Stunden lang fesselndem Game, für jung und alt, welches jeden Rollenspieler erfreuen dürfte.






Verpackung Natürlich findet sich auch dieses Spiel wieder in einer der üblichen Hüllen für Nintendo DS Spiele wieder. Auf dem Cover sieht man ein wunderschönes Bild von Tia und Yumil, dem Buch der Prophezeiungen und den vier Geistern Rempo, Neaki, Ur und Mieli, die vor einem schönen Sonnenuntergang zu sehen sind. Auf der Rückseite sieht man neben den üblichen Anmerkungen zum Spiel und den rechtlichen, sowie technischen Hinweisen einen kurzen, aber passenden Text zum Spiel und fünf Screenshots. Das Handbuch hat ebenfalls ein schönes Coverdesign mit denselben Personen, aber einem anderen Motiv. Es gibt auch jede Menge Informationen zur Handhabung des Spiels, kurze Erklärungen zu den wichtigsten Charakteren und Tipps zum Spiel wieder. Extras sind jedoch leider keine vorhanden.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+ Interessante Geschichte
+ Beinahe unendliche Möglichkeiten der Code-Kombination
+ Viele Nebenaufgaben und Geschichtszusätze
- Manchmal frustrierende Kämpfe
- Oftmals lange Wege mehrfach zurücklegen
- Viele Code-Wechslungen in kurzer Zeit, die den Spielfluss unterbrechen
Fazit Mit „Avalon Code“ ist den Machern ein richtiges, kleines Meisterwerk gelungen. Sowohl die Story als auch die Aufgaben werden niemals langweilig und es wurde für eine solche Vielfalt an Aufgaben, Charakteren, Monstern, Nebenmissionen und Code-Veränderungen gesorgt, dass man einfach nicht genug davon bekommen kann. Manchmal mag es ein klein wenig frustrierend sein, wenn man die richtige Lösung einfach nicht finden will, doch ehrgeizige Spieler werden auch dadurch auf ihre Kosten kommen. All das ist verpackt in einer schönen und interessanten Geschichte mit Drehungen und Wendungen in einer schönen und fantasiereichen Welt, in der man sogar seine große Liebe treffen kann. Interessant ist vor allem auch, wie man die neue Welt gestaltet. Was will man mehr?
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
1

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
1.5



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2.5

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 01.02.2011
Bildcopyright: Rising Star, Kochmedia


X