Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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Yakuza 3

 
Um aus der Yakuza endgültig auszusteigen, verließ Kazuma Kiryu die Stadt Kamurocho und beginnt mit Haruka zusammen in Okinawa ein Waisenhaus zu betreiben. Doch auch im friedlichen Idyll bahnt sich bald wieder Ärger an und der charismatische Kämpfer muss erneut für seine Überzeugungen kämpfen…
Inhalt Im nunmehr dritten Teil der erfolgreichen Sega-Spielreihe „Yakuza“, der sich storytechnisch dem Vorgänger direkt anschließt, steigt der Zuschauer sofort mitten in der verworren erscheinenden Haupthandlung ein. Die verschiedenen Yakuza-Organisationen scheinen einmal mehr finstere Geschäfte und millionenschwere Deals am Laufen zu haben.

Die Handlung beginnt mit einer Rückblende ins fiktive Kamurocho, das tokioter Stadtvierteln nachempfunden wurde.
Der Hauptprotagonist Kazuma Kiryu, ehemaliges Tojo-Clan-Mitglied und darüber hinaus sogar Anwärter des Chairman-Postens (Clanchef), den er jedoch ablehnte, verlässt Kamurocho, um mit der kleinen Haruka in Okinawa ein Waisenhaus zu bewirtschaften. Zu diesem Zweck besucht er ein letztes Mal zusammen mit ihr die Gräber der in den ersten beiden Teilen gefallenen Freunde und Familienmitglieder. Hier erfährt man die Hintergründe der bisher gemeisterten Kämpfe von Kazuma, dessen Weg ein sehr steiniger war und dessen Schicksal es ist, immer wieder Menschen, die er liebt, zu verlieren.

Da Kazuma selbst in einem Waisenhaus aufwuchs, will er den dort lebenden Kindern etwas zurückgeben. Aber auch um selbst endlich Ruhe zu finden, fasst er den Entschluss mit Haruka wegzugehen. Das Mädchen, das früh seine Mutter - Kazumas Jugendliebe - verlor, unterstützt ihn bei seinem Vorhaben und das Leben der beiden verläuft endlich in friedlichen Bahnen.
Doch dann wird ein Freund schwer verletzt und Kazuma erfährt, dass ein längst Totgeglaubter allem Anschein nach noch sehr lebendig ist und im Tojo-Clan erneut für Ärger sorgt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, muss er einmal mehr in Aktion treten. Doch nicht nur seine Vergangenheit holt ihn dabei ein. Auch die Tatsache, dass das Waisenhaus und das Grundstück, auf dem es steht, im Blickpunkt vieler Interessenten steht, hängt bald wie ein Damoklesschwert über ihnen…




Yakuza 3
Erscheinungstermin:12.03.2010
Preis (Amazon):24,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Sega
Entwickler:Sega
Sprache:Japanisch mit englischen Untertiteln
Altersfreigabe:USK: keine Freigabe
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:über 40 Stunden
Vergleichbares:Fist of the North Star – Ken's Rage

UmsetzunG Auch wenn die schwachen Verkaufsergebnisse der Vorgänger außerhalb Japans eine westliche Vermarktung von „Yakuza 3“ erst umstritten machten, kommt das Spiel mit einjähriger Verspätung auch nach Europa.
Das Single-Player-Spiel, das in seiner Art eine Mischung aus Action-Adventure, Rollenspiel, Beat’em Up und anderen Minispielen darstellt, kann grundsätzlich in die Haupthandlung und in viele kleine Nebenmissionen und Zusatz-Contents (sogenannte DLC - online freischaltbare Zusatzmissionen und Extras) geteilt werden.
Man beginnt zunächst sehr passiv im Spiel zu wandeln, ist Beobachter, Zuschauer und Randprotagonist, bevor man in Kazumas Rolle schlüpfen darf. Nach einem Eröffnungsvideo, der Einstellung des Schwierigkeitsgrads (leicht, mittel und schwer) beginnt zunächst die Einleitung mit dem Basis-Fähigkeitstraining, was aufgrund des hohen und variablen Handlungsspielraumes durchaus seine Berechtigung hat. Spätestens hier wird allerdings deutlich, dass einige Bewegungen eher unnatürlich wirken und stattdessen brachial vereinfacht wurden.
Dadurch, dass man sich frei in den zu erkundenden Stadtteilen Kamurocho in Tokio und Ryukyugai auf Okinawa bewegen kann und sich seine Erkundungsziele frei wählt, ist ein langer und individuell planbarer Spielgenuss garantiert, auch wenn Sega das westliche Release mit einer Kürzung im Inhalt versehen hat, die aber nur Fans der Spielereihe auffallen dürfte.
Zu Beginn des eigentlichen Spieleinhaltes besucht man den Friedhof in Kamurocho, wo zusätzlich zum Menü des Spiels die Möglichkeit besteht, zwei Trailervideos anzusehen. Hierzu wird in den immer wieder eingeblendeten Textbalken der gewünschte Dialog gewählt. Die gesprochene Sprache im Spiel bleibt dabei dem Original belassen in Japanisch, was sehr authentisch wirkt, während die Untertitel und die Auswahlmöglichkeiten sowie das Spielmenü in englischer Sprache vorliegen. Die beiden Videos, Zusammenfassungen der beiden Vorgängerspiele, können auch Stück für Stück angesehen und müssen nicht im Ganzen abgespielt werden. Sie bieten einen kurzen Einblick in die beeindruckende und sehr facettenreiche Handlung, die bereits gemeistert wurde und lassen vielleicht die folgende Handlung, vor allem aber die Beziehungen der Charaktere untereinander etwas klarer erscheinen. Für Spieler ohne Vorkenntnisse sind diese Videos aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die sehr komplexe, ernste und aufgrund der vielen Fraktionen auch verworrene Handlung bietet bis auf diese Einblicke keine Hintergrundinfos.

Anschließend verabschieden sich Kazuma und Haruka von einigen Freunden in der belebten Einkaufsstraße Kamurochos, wo man auch in den Genuss kommt, die Steuerung, die verschiedenen Kampfmöglichkeiten und die Atmosphäre des Spiels kennenzulernen.
Einige Streetpunks pöbeln Kazuma unüberlegt an, ohne zu wissen, dass er ein ehemaliger Tojo-Clan-Chairman ist. Natürlich versucht dieser es erstmal ruhig zu regeln, denn Streit will er eigentlich vermeiden. Doch letztlich läuft es doch darauf hinaus, dass die Fäuste sprechen müssen. Die Straße wird zum Kampfschauplatz. Und das ist gut für den Spieler, denn hier zeigt sich, dass man Gegenstände als „Waffen“ benutzen, seine Gegner durch Blocken und Kontern besiegen, aber auch offensiv angreifen kann. Zusätzliche Sonderfähigkeiten/Skills erlangt man, indem Erfahrungspunkte gesammelt werden, die einen sichtbaren Balken auf dem Bildschirm mit jedem gemeisterten Angriff füllen. Erwähnt werden sollte hier noch die relativ real gehaltene Grundstimmung: Es sammeln sich Passanten, Schaulustige und weichen teilweise auch den Angriffen aus.

Zur vorgegebenen Haupthandlung, also dem Ziel in der Sequenz – den Freund aufsuchen und auf Wiedersehen sagen – kann man mit einigen Menschen auf der Straße reden, Infos erhalten oder einfach nur Gespräche belauschen. Dadurch erhält Kazuma im Gesamtkontext ebenfalls wichtige Hintergrundinfos. Nichts ist unwichtig - scheint hier die Devise. Da nicht vorgegeben ist, was man tun muss, bleibt dem Spieler offen, wozu er sich entscheidet. Dies garantiert einen langen Spielgenuss.
Mit dem vollendeten Tutorial beginnt dann das eigentliche Spiel, welches neben erwähnten Rollenspielcharakter, also dem Auswählen von Texten während eines Dialogs, auch aus filmischen Sequenzen und Kämpfen besteht.

Die Grafik ist dabei in sehr guter Qualität und kann hochauflösend und klar ein optimales Seherlebnis abliefern. Genauso verhält es sich beim Sound. Die Synchronstimmen passen zu den Charakteren und erinnern in den Videopassagen sogar streckenweise an filmische Inszenierungen. Leider sind die Textpassagen mitunter sehr lang und durch ein nerviges Tippen begleitet, welches aber via Knopfdruck abgeblendet und der gesamte Text angezeigt wird.
Durch die Einführung in die Steuerung, die sehr gut auch im Spiel erkundet werden kann, erklärt sich dieser Punkt fast von selbst. Wahlweise kann in den Einstellungen des Spiels noch die X- und Y-Achse vertauscht werden, wenn man die Kameraführung via rechtem Stick und die Bewegungsrichtungen des linken Stick umstellen möchte.








Verpackung Die „Yakuza 3“-Blu-Ray-Disc wird in einer handelsüblichen und stabilen Blu-Ray-Hülle geliefert. Die mir vorliegende Version in einer Slim-CD-Hülle zeichnete sich weder durch ein Booklet, noch durch Zusatzmaterial aus, jedoch scheint es zumindest eine Beschreibung zum Spiel zu geben, die normalerweise beiliegt. Zudem ist der Beschreibungstext auf der inliegenden Rückseite des Flyers auf Englisch, sodass auch dieser Teil des Spiels die Disc bzw. das Spiel selbst nicht als deutsches Release, sondern eben als „westliches Release“ (Europa und USA) deklariert.
Auf dem Cover, welches für das westliche Release verändert wurde, finden sich das Gesicht Kazumas, ein schwarz-roter Drache im Hintergrund und der prägnante Schriftzug des Spiels. Der Altersfreigabehinweis ab 18 Jahren in gleich drei Varianten vervollständigt die Aufmachung.

In Deutschland gibt es zudem eine Premium-Edition des Spiels, die neben einigen hübschen Zusatzmissionen (DLCs) auch neue Outfits für die Hauptcharaktere und eine Soundtrack-CD beinhaltet.
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+ spannende und filmreife Handlung
+ realistische und sehr detaillierte Spielkulisse
+ offene Welt mit viel Handlungsspielraum und Nebenmissionen
- brachiale Bewegungen erscheinen weniger dynamisch und mehr statisch
- wenige innovative Neuerungen zum Vorgänger
- (stark) gekürzte westliche Fassung in ausschließlich englischer Untertitel-Variante
Fazit Die „Yakuza“-Spielreihe weiß schon seit Jahren zu überzeugen und nicht nur in Japan zählen Kazuma und seine Kampfkünste zum (wohlverdienten und preisgekrönten) Kult. Zu recht! Zwar wird die Reihe häufig mit GTA („Grand Theft Auto“) verglichen, jedoch ist die Handlung wesentlich komplexer und seriöser. Verkaufszahlen belegen, dass SEGA mit der Produktion den Nerv der Zeit getroffen und mit dem Ergebnis überzeugen konnte - nicht zuletzt auch durch die Weiterentwicklung der komplexen Handlungsmöglichkeiten, eine offene Welt und jede Menge Spielspaß durch Vielfalt.
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2.5

Story
Story
1.5

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
1.5



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  Silly-Sama
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 23.02.2011
Bildcopyright: Sega


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