Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

"DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion" kommt zwar nicht in die Kinos, dafür aber zu euch nach Hause...!

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Alpha Protocol

 
Wer wollte nicht schon immer einmal in die Rolle eines Geheimagenten schlüpfen: Geheime Missionen ausführen, unbemerkt in gesicherte Gebäude eindringen, um an Informationen zu kommen oder die gegnerische Gruppe einfach nur infiltrieren, um ihre Pläne zu durchkreuzen. All das und noch viel mehr ist mit „Alpha Protocol“ möglich…
Inhalt Wir schreiben das Jahr 2009: Michael Thorton erwacht in einer ihm fremden Umgebung aus der Bewusstlosigkeit. Dass seine anschließende Flucht aus der geheimen Trainingsanlage „Greybox“ bereits zu seiner zukünftigen Arbeit gehört und nur ein Test ist, ahnt er zu Beginn nicht. Denn alles scheint real und all sein Können ist gefragt, wenn er sich ins interne System hacken, Türschlösser kurzschließen, oder Kameras umgehen muss. Schließlich schenkt ihm Yancy Westridge, Leiter des Projectes „Alpha Protocol“, reinen Wein ein. Das Projekt dient der Aufklärung eines von unbekannten Raketen abgeschossenen Passagierflugzeuges und letztlich der Abwendung eines internationalen Terrorkrieges, der ungeahnte Ausmaße annehmen wird, sollte der Vorfall nicht geklärt werden. Thorton wird als Neuankömmling zunächst jedoch dem üblichen Prozedere unterzogen und dazu zählt auch seine psychische Belastbarkeit zu überprüfen. Erst wenn er auch die übrigen drei Trainingsparcours der Anlage absolviert hat, beginnt seine eigentliche Mission. Doch bei der Operation „Wüstenspeer“ in Saudi-Arabien geht einiges schief und so wird Michael plötzlich selbst zum Ziel von „Alpha Protocol“. Jemand hat ihn verraten, nur warum? Gemeinsam mit der schönen Mina, die schon lange einen Insider im Projekt vermutete, gelingt es Michael, in Rom, Taipeh und Moskau Informationen über die gestohlenen Raketen und ihre Herkunft zu erhalten; denn nur wenn er das Rätsel um den vermeintlichen Terroranschlag löst, bekommt er sein eigenes Leben zurück.

Und schon bald wird ihm klar, dass es sich um ein internationales Geschäft handelt, in dessen Zusammenhang immer wieder der Firmenname Halbeck fällt und in das mehr als einmal auch hochrangige Politiker und Gruppierungen involviert sind.
Michael schafft es, durch ein engmaschiges Netz aus Informanten und Vertrauenspersonen immer mehr Details zu erhalten. Und dann sind da noch der über eine kleine Privatarmee verfügende Albatross und der verrückte Chaot Steven Heck, die Michael mehr als einmal bei seinen waghalsigen Missionen Unterstützung gewähren, auch wenn er sich deren Vertrauen erst verdienen muss.

Schließlich entdeckt er die Wahrheit hinter dem Anschlag und es scheint nur einen Weg zu geben, einen drohenden dritten Weltkrieg noch abzuwenden: Indem er sich selbst ausliefert und „Alpha Protocol“ von innen heraus zerstört - doch schafft er diese Kamikaze-Mission ganz ohne fremde Hilfe?
Alpha Protocol
Erscheinungstermin:28.05.2010
Preis (Amazon):19,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Sega
Entwickler:Sega
Sprache:Englisch, Deutsche UT
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Vergleichbares:Dark Void

UmsetzunG Das Spionage-Rollenspiel lässt den Spieler in eine realistische Welt voller Möglichkeiten eintauchen, die von Schleich- und Kampfmissionen, bis hin zur Informationsbeschaffung und Ausrüstungszusammenstellung reicht. Es ist kein klassischer Personal Shooter, aber auch nicht zwingend eines der üblichen Rollenspiele. Der Spieler muss nicht nur auf seine Handlungen achten, sondern auch darüber nachdenken, wie er mit wem umgeht und ihn behandelt. Das neuartige System ermöglicht es, mit jedem Gespräch und jeder Entscheidung den Ausgang des Spiels zu beeinflussen - man erhält dabei Wertungspunkte, die Missionen erleichtern.
Mit den richtigen Worten, die Spielfigur Michael Thorton aggressiv, zurückhaltend oder professionell wählen kann, nimmt der Spieler bereits Einfluss auf mögliche Informationen, bereitgestellte Gegenstände oder anderes.
Das im Singleplayer-Modus angelegte Rollenspiel zeichnet sich durch den flexiblen, selten durch längere Ladesequenzen unterbrochenen Storyverlauf aus, der aus den Dialogszenen und den heimlich oder offensiv ausführbaren Missionen besteht.

Lange musste man aber auf „Alpha Protocol“ warten, denn das bereits vor Jahren in die Entwicklung gegangene Spiel bietet leider grafisch noch nicht die Güte, die zeitgleich erschienene Spiele aufweisen. Trotz schöner, mit Blendeffekten versehener Grafik gibt es hier qualitative Einbußen. Ein passender Soundtrack, eine sehr gelungene englische Sprachausgabe und gute deutsche Untertitel machen das Spiel aber dennoch zu einem Erlebnis. Die Untertitel sind meist gut zu verfolgen und man kann seine Aufmerksamkeit auf die Echtzeitentscheidungsmarker richten.
Obendrein gestaltet sich die relativ offene Spielwelt durch verschiedene Schauplätze sehr abwechslungsreich, bietet aber leider in einigen Handlungsmöglichkeiten Einschränkungen. So schwächelt beispielsweise die künstliche Intelligenz der Gegner oftmals, die einfach ins Mündungsfeuer rennen, oder man kann Michael nur an bestimmten Stellen klettern oder über eine Barriere springen lassen.

Neben erwähnten Neuerungen in der Rollenspielsteuerung kann sich auch die Tastenbelegung durchaus als akzeptabel und leicht zu erfassen beschreiben. Durch das Erfahrungspunkte-System (EP), welches während einer Mission die EP sammelt, kann man vor einer neuen Mission seine Fähigkeiten nach Belieben „aufrüsten“. Dadurch kommen immer wieder neue Auswahlfähigkeiten hinzu, die kurz als Tastenhinweis eingeblendet werden. Durch das anfängliche Training im Spiel können auch die übrigen Tastenkombinationen und –belegungen schnell erlernt werden.










Verpackung Das beinahe monochrom gehaltene Cover des Spionage-Rollenspiels erinnert ein bisschen an ein Kinoplakat zu einem neuen „Bourne“-Streifen. Es besteht aus verschiedenen Sequenzen aus dem Spiel, die allesamt in einer Silhouette des Hauptcharakters Michael Thorton integriert wurden. Der Titel des Spiels steht dabei gut sichtbar im Zentrum der Illustration, die quasi auch schon den Inhalt des Spiels etwas vorwegnimmt, denn im Hintergrund kann man deutlich die hervorgehobenen englischen Wörter „Tactial“, „Stealth“ und „Undercover“ lesen.
Die Rückseite der verkaufsüblichen PVC-Verpackung zieren sowohl einige Screenshots, die allgemeinen Spielhinweise wie Auflösung, Spieleranzahl und Speicherbedarf als auch der Hinweis auf die Altersfreigabe, die mit 16 Jahren durchaus angemessen erscheint. Da im Spiel Gewalt nicht verherrlicht wird und man durch „ruhigere“ Lösungen obendrein meist auch mehr Punkte bekommt, sollten die Pegi-Infos auf der Rückseite in Form einiger Bildzeichen (u.a. Violence) als allgemein angesehen werden und nicht spielbestimmend.
Wie schon die Phrase „Entscheidung ist ihre Waffe“ sagt, wurde auf der Rückseite kein direkter Bezug zum Plot (Storyinhalt) des Spiels genommen, sondern zu jedem Screenshot lediglich eine kurze Spielbeschreibung notiert.
Bis auf die für Playstation 3 üblichen erspielbaren Trophäen, gibt es keine Zusatzmaterialien wie Screensaver oder Ähnliches. Einzig kleinere Minigames innerhalb des Hauptspieles dienen der Auflockerung, sind aber keine wirklichen Extras.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+ Die Echtzeitentscheidung integriert den Spieler direkt in das Geschehen und bildet die wichtigste Grundlage für eine geniale Vielfältigkeit der Handlungsalternativen.
+ Atmosphärische Action zwischen Shooter und Rollenspiel.
+ Individuelle Anpassungsmöglichkeiten erweitern den Spielspaß und verlängern die Spannungsmomente je nach Spielsituation.
- Die lange Produktionszeit lässt die Grafik qualitativ veraltet erscheinen.
- Speicherpunkte zwingen den Spieler zum letzten Checkpoint zurückzukehren, sollte seine Mission einmal „scheitern“.
- Die künstliche Intelligenz der Gegner ist nicht optimal und einen Mehrspielermodus gibt es leider nicht.
Fazit Ein umfangreiches, spannendes und actionreiches Spiel, das dem Spieler viel Freiraum für Entscheidungen lässt, leider aber auch viele Handlungslinien vorgibt. In Zeiten von offenen Spielwelten dürfte es solche „Marker“ eigentlich nicht mehr geben. Trotz der doch schon etwas veralteten Grafik kann sich das Spiel sehen lassen und überzeugt durch clevere Kameraschnitte und Blendeffekte.
Die Story, die der Spieler effektiv mitbestimmt und bei jedem neuen Spiel variieren kann und zu einem anderen Ende führt, bietet unterhaltsame Dialoge und eine einem Agenten-Thriller in nichts nachstehende Hintergrundhandlung.
Leider gibt es keine Extras, die man erspielen könnte, sodass lediglich die Trophäen und die variierende Story einen Anreiz bilden, das Spiel mehr als einmal zu spielen.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1.5

Story
Story
1

Gesamtnote


1.2
Gamedesign
Gamedesign
1



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
1

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1

Autor: /  Silly-Sama
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 04.06.2011
Bildcopyright: SEGA, Obsidian


X