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Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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Disgaea 4: A Promise Unforgotten

Originaltitel: 魔界戦記ディスガイア4, Makai Senki Disugaia Fō
 
Ein vernichtendes Versprechen, eine Anstalt für frische Prinnies und die Gefahr, nach Sardinen süchtig zu werden, ist nicht verrückt genug? Wie klingt es in Verbindung mit einem maximalen Level von 9999, Kampfschäden in Millionenhöhe und einem wortwörtlich endlosen Spielverlauf? Willkommen im vierten Streich von Nippon Ichi Softwares dämonischem Strategie-RPG: „Disgaea 4: A Promise Unforgotten“!
Inhalt Der einst in den Niemandswelten überall als „Tyrant Valvatorez“ bekannte Vampir ist wirklich tief gesunken: Ein einziges Versprechen veranlasste den einst mächtigen Dämonen dazu, kein Menschenblut zu trinken und somit sämtliche Macht zu verlieren. Dies sorgte dafür, dass er an den niederträchtigsten Ort der Niemandswelten versetzt wurde: nach Hades.
Seitdem arbeitet er dort als Ausbilder für Prinnies – blaue, pinguinartige Wesen mit menschlichen Seelen gefüllt, welche als Sklaven von Dämonen oder Engeln fungieren, um ihre Sünden aus menschlichen Tagen zu begleichen. Stets an Valvatorez‘ Seite befindet sich dabei sein Diener Fenrich der Werwolf. Obwohl er auch um die Schwächen seines Meisters Bescheid weiß, ist Fenrich diesem treu ergeben und findet auch in diesen Schwächen positive Nuancen.
Um Valvatorez zu seiner ursprünglichen Macht zu verhelfen, versucht er, ihn auch davon zu überzeugen, wieder Blut zu trinken – doch ohne Erfolg. Für den Vampir ist es von höchster Priorität, Versprechen einzuhalten und schwört nun auf die wundersame, für die übrigen Charaktere aber eher zweifelhafte, Macht von Sardinen.

So eilt er auch seiner Klasse zu Hilfe, als diese kurz vor ihrem Abschluss wegen einer akuten Überpopulation exekutiert werden soll, nur um seinen Schützlingen eine Sardine zum Abschluss überreichen zu können – wie er es versprochen hat.
Dies führt zur Konfrontation mit Axel, dem Aufseher von Hades, sowie der geheimnisvollen Truppe Abaddon, angeführt vom jugendlichen Sohn des Präsidenten Emizel. Im Kampfeseifer wird Aufseher Axel tödlich verwundet. Dies sieht Fenrich als optimale Gelegenheit, seinem Meister wieder zu seiner alten Macht zu verhelfen und sorgt dafür, dass dieser eine Rebellion gegen das Regime des Präsidenten vorsieht, um den Umständen der Prinny-Überpopulation und anderen unorthodoxen Verbindungen zur Welt der Menschen zu untergraben.

Präsident Hugo und seine Handlanger verwenden jedoch jedwedes Mittel, um der Rebellion des einstigen Tyrannen ein schnelles Ende zu bereiten…
Disgaea 4 - A Promise Unforgotten
Erscheinungstermin:04.11.2011
Preis (Amazon):58,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG, Strategie
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Nippon Ichi Software
Entwickler:Nippon Ichi Software
Sprache:Englischer Bildschirmtext, Japanische/Englische Sprachausgabe
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 50+ Stunden
Vergleichbares:Pokémon Mystery Dungeon Erkundungsteam Himmel

UmsetzunG In „Disgaea 4: A Promise Unforgotten“ befehligt ihr Valvatorez und seine Armee im Kampf gegen Präsident Hugo und seine Verbündeten, um letztlich Herr aller zu werden.

Als Stützpunkt für alle Aktionen dient dabei Hades. Dort könnt ihr den einst tyrannischen Vampir frei steuern und in diversen Einrichtungen die Armee stärken – natürlich nicht ohne Gegenleistung!
So werden Ausrüstungsgegenstände und nutzbare Items mit der universellen Währung des „Disgaea“-Universums Hell(HL) erworben, welche primär aus Schlachten gewonnen wird.
Selbst Fähigkeiten für den Kampf werden in der Regel nicht durch langwierige Erfahrungen erlernt, sondern müssen mit Mana bezahlt werden, welches ebenfalls im Kampf zu erhalten ist. Weiterhin können die erworbenen Fähigkeiten verstärkt sowie auch passive Fertigkeiten mit Mana gekauft werden.
Von Hades aus könnt ihr auch in das „Cam-pain HQ“ gelangen. Auf einer gezeichneten Karte der Welt von „Disgaea 4“ könnt ihr dort eure Charaktere als Botschafter auf Gebiete setzen, welche ihr bereits im Spielverlauf erobert habt. Auf freien, verfügbaren Feldern können mithilfe von Mana neue Charaktere erschaffen oder Monumente freigeschaltet und platziert werden, um Charaktere in einem bestimmten Umfeld mit Boni zu versehen. Neben Charakteren und Monumenten können im Senat auch andere Dinge, wie beispielsweise stärkere Gegner oder neue Läden, mit entsprechenden Manakosten vorgeschlagen werden.
Wie man sieht, ist Mana die tatsächliche Währung zur Entwicklung der Charaktere – und genau hier liegt das Problem: Während mit HL Gegenstände für jede beliebige Einheit erworben werden können, ist das Manadepot an jeden einzelnen Charakter individuell gebunden. Dies bedeutet, dass nur derjenige Mana erhält, der dem Gegner den Todesstoß versetzt. Somit ist es ohne Grinding insbesondere für Heiler und neu erschaffene Einheiten schwierig, mit wenig Mana eine optimale Rolle im Gefecht zu erfüllen.

Über Hades gelangt ihr auch zum Portal, wo euch in zehn Kapiteln zahlreiche Storyschlachten erwarten. In der Regel erfolgen zwischen diesen Schlachten Storysequenzen, wo die Protagonisten in dynamischen Standbildern miteinander interagieren. Hierbei ist die „Disgaea“-Reihe bekannt für zahlreiche Comedy-Einlagen und Melodramatik, was den Spieler enttäuschen könnte, sollte er einen nüchternen Plot ohne stereotypische Charaktere erwarten.
Neben der Story stehen euch nach einem gewissen Zeitpunkt auch die Item- und Charakterwelt zur Verfügung, wo ihr in die innere Welt eines Items oder Charakters schlüpft, um es/ihn zu verstärken. Hier liegt der Reiz des langen Spielverlaufs: Items können bis Level 100 und Charaktere sogar bis Level 9999 hochgestuft werden – doch damit nicht genug. Charaktere können jederzeit eine Wiedergeburt erfahren und auf Level 1 zurückgestuft werden und behalten dabei einen Großteil ihrer ehemaligen Statuswerte bei. Dieser Prozess kann beliebig wiederholt werden, um das stärkste Team zu erschaffen.
Leider ist es zwischen Schlachten nicht möglich zu speichern, was in der Itemwelt besonders ärgerlich ist, weil man diese nur nach jedem zehnten Schlachtfeld verlassen kann, ohne ein seltenes Item einzusetzen.

In der Schlacht steuert ihr bis zu zehn Charaktere, die ihr aus einem Basisportal beschwören und im Kampfverlauf auch beliebig austauschen könnt. Wie es in Strategie-Rollenspielen üblich ist, bestimmt ihr in der eigenen Runde ohne Zeitdruck die Positionen und Angriffe eurer Einheiten. Generell sind im Gefecht zwei Charakterarten zu unterscheiden: humane Einheiten und Monster.
Erstere können mit sieben verschiedenen Waffenarten ausgerüstet werden und dafür vorgesehene Fähigkeiten einsetzen. Letztere können zwar nur Monsterwaffen anlegen und nur Fähigkeiten ihrer Spezies einsetzen, dafür aber mit anderen Monstern fusionieren oder humanen Einheiten als einzigartige Waffe dienen. Nachdem ihr sämtliche Anordnungen erteilt habt, könnt ihr diese per Befehl ausführen lassen. Je mehr Angriffe dabei auf einen Gegner erfolgen, desto stärker werden diese. Ist man mit seiner Runde fertig, ist der Gegner an der Reihe.
Bis eine Seite vollständig bezwungen ist, wechseln sich so Spieler und Gegner ab.












Grafisch präsentiert sich „Disgaea 4“ erstmals in High Definition. Dieser Wechsel lässt das gesamte Spiel viel aktueller erscheinen. Obwohl ab und an noch der ein oder andere Pixel zu sehen ist, ist Nippon Ichi Software der Wechsel von SD auf HD gut gelungen. Alteingesessenen Fans bleibt jedoch die Möglichkeit, jederzeit auf SD-Grafik umzuschalten.
Musikalisch besticht der Titel durch eine bunte Mischung aus viktorianisch angehauchten Klängen und quirligem J-Pop. Neben eher gewöhnlichen Tracks ist dabei auch der ein oder andere Ohrwurm vorhanden. Die Dialoge in der Story sind zudem wahlweise auf Englisch oder Japanisch synchronisiert. Die Stimmen sind passend besetzt, doch auch hier kommt die Melodramatik der Story stark zum Vorschein, was nicht jedem gefallen mag.
Weiterhin schade ist der ausschließlich englischsprachige Bildschirmtext. Zwar ist die verwendete Sprache relativ einfach gestaltet, um Grundkenntnisse in der englischen Sprache wird man trotzdem nicht herumkommen, wenn man das Spiel in vollen Zügen genießen möchte.

Erstmals in der Spielereihe ist auch eine Integration mit dem PlayStation Network vorhanden. So können einem sowohl Freunde als auch fremde Spieler im Kampf und im Senat zur Hand gehen. Daneben können auch eigene Schlachtfelder und Truppen erstellt und für andere Spieler hochgeladen werden. Dies kommt einem Mehrspieler-Modus nicht gleich, bringt aber dennoch frischen Wind in das Genre.
Verpackung Das Spiel befindet sich in einer üblichen Verpackung für PS3-Spiele. Das Frontcover ziert Valvatorez mit einer Vielzahl von Charakteren aus dem Spiel. Der vollständige Titel befindet sich dabei mittig unten, rechts von der Altersfreigabe. Auf der Rückseite wirbt Axel mit Screenshots und knackigen Phrasen für den Titel.
Neben dem Spiel enthält die Verpackung eine deutsche Anleitung und ein Artbook. Zwar wirkt die Spielanleitung auf den ersten Blick mager, doch sie enthält alle notwendigen Informationen zum Durchstarten.
Das Artbook stellt optisch eine Vielzahl an Charakteren und Kulissen in Szene, nicht selten mit englischen Kommentaren der Mitwirkenden.

Spielintern sind für Europa bereits neue Charaktere und andere Features zum Download angekündigt. Einen weiteren Ansporn stellen die zahlreichen Trophäen dar, die es zu erspielen gilt.
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+ Disgaea erstmals in HD
+ Langer Spielspaß durch extremes Micromanagement
+ Integration mit PlayStation Network
- Kein Zwischenspeichern während den Schlachten möglich
- ausschließlich englischer Bildschirmtext
- Ohne zusätzlichen Zeitaufwand keine optimale Truppenerstellung möglich
Fazit „Disgaea 4: A Promise Unforgotten“ mag zwar nicht jedermanns Geschmack treffen, doch die quirlige Art sowie die etwas andere Spieldevise im Gegensatz zu konventionellen Strategie-Rollenspielen können überzeugen. Wer zudem einen Titel sucht, der nicht in 15 Stunden durchzuspielen ist, ist hiermit ebenfalls bestens bedient.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2.5

Gesamtnote


2.5
Gamedesign
Gamedesign
3

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
3

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 03.02.2012
Bildcopyright: Nippon Ichi Software


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