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Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi

Originaltitel: ドラゴンボール アルティメットブラスト, Dragon Ball: Ultimate Blast
 
Der Spieleentwickler Spike wagt sich mit „Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ an einen neuen Ableger des bekannten Anime. Doch verbirgt sich hinter diesem Titel ein erfolgversprechendes Erlebnis oder bloß ein getarnter Rummelplatz? Findet es hier heraus!
Inhalt Kakarott, Sohn des großen Kriegers Bardock, ist einer der wenigen überlebenden Sayajin des Planeten Vegeta. Als Säugling vor der Zerstörung mit einer Rettungskapsel zur Erde entsendet, soll er diese unterwerfen und alles Leben zerstören. Als ihn bei der Landung der alte Son-Gohan findet, nimmt er den Jungen unter seine Fittiche und nennt ihn fortan Son-Goku. Sein ursprüngliches Ziel wird schnell vergessen, als er sich durch einen Unfall den Kopf stößt.
Bereits seine Kindheit ist von Abenteuern geprägt und wird nur von seinen Schlachten als erwachsener Mann übertroffen. So muss er seine vermeintliche Heimat vor seinem Bruder und weiteren Artgenossen bewahren, in die Weiten des Weltalls reisen und neue Bedrohungen längst vergessener Feinde aufhalten.

Seit bereits über 20 Jahren begeistert Akira Toriyamas „Dragon Ball“-Universum Japan und die Welt. Neben Manga und Anime sind dabei auch zahlreiche Videospiele zur umfangreichen Saga veröffentlicht worden. Viele dieser Titel konzentrieren sich lediglich auf eine gute Umsetzung des Kerninhalts der Vorlage: den Kampf. Andere Titel erzählen den ursprünglichen Plot in neuem Gewand oder aus verschiedenen Perspektiven, um auch Veteranen neuen oder alternativen Inhalt bieten zu können.
„Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ versucht, beide Komponente mit innovativen Spieleelementen zu verbinden, um ein ultimatives Vergnügen zu schaffen - mit Erfolg?
Dragonball Z: Ultimate Tenkaichi
Erscheinungstermin:28.11.2011
Preis (Amazon):44,85 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Beat 'em Up
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Spike Chunsoft
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 12
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1-2
Spielzeit:15+ Stunden
Vergleichbares:Naruto - Ultimate Ninja Storm

UmsetzunG In diesem Titel bestreitet ihr mit zahlreichen Charakteren originalgetreue Kämpfe des großen „Dragon Ball“-Universums, während ihr im freien Modus atemberaubende Schlachten austragen und dabei sogar eigene Charaktere verwenden könnt. Dabei stehen im Gefecht viele verschiedene Möglichkeiten des Angriffs zur Verfügung - ganz gleich, ob es sich dabei um den Schlagabtausch aus nächster Nähe oder Energiebomben aus der Ferne handelt.

Mit Ansturm-Angriffen können schnelle Combos ausgeteilt werden, welche allerdings gezielt abgewehrt werden können. Schlag-Angriffe werden im Gegensatz dazu langsamer ausgeführt, durchbrechen dafür aber die Verteidigung des Gegenübers. Führt man mehrere Angriffe erfolgreich in schneller Abfolge aus, werden weitere Combos möglich. Dazu müsst ihr euch innerhalb eines minimalen Zeitrahmens für eine Ansturm- oder Schlag-Combo per Knopfdruck entscheiden. Während dieser Zeit kann der Gegner mit selbigem Angriff die Combo blocken und sogar einen Konterangriff starten. Sind die Art des Angriffs und der Verteidigung allerdings nicht identisch, steht der Combo, die mit weiteren Tasten- und Richtungseingaben zu massivem Schaden führen kann, nichts mehr im Wege. Weitere relevante Aspekte stellen die Anzeigen für Geist und Ki dar. Mit erfolgreichen Angriffen oder wenig Lebensenergie füllt sich die Geist-Leiste, welche für die aus dem Anime bekannten Spezialattacken, wie beispielsweise Son-Gokus „Genkidama“ oder Piccolos „Höllenspirale“, verbraucht wird. Ki dagegen kann eigenhändig aufgeladen werden und dient in vielerlei Weise, wie der Verteidigung gegen Spezialattacken, einem temporären Kraftschub, aber auch zum Wechsel der Kampfpartner, der Transformation in stärkere Formen oder der Fusion mit Mitstreitern.
Das Kampfsystem in „Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ scheint komplex und gut durchdacht zu sein – auf den ersten Blick. Leider arten sämtliche Kämpfe letzten Endes in Glücksspiel aus, da der Großteil des möglichen Schadens durch Combos ausgeteilt wird, die durch die Abwehrmöglichkeiten des Gegners in jedem Fall nur eine Trefferquote von 50 Prozent besitzen. Eine defensive Spielweise ist auf Grund der stetigen Ki-Kosten und den damit verbundenen Minispielen - wie der akkuraten Eingabe von Befehlen innerhalb von Sekundenbruchteilen - dagegen nicht die Mühe wert.
In der Theorie mag das Kampfsystem ausgeklügelt sein, doch in der Praxis wirkt es durch die integrierten „Minispiele“ schnell eintönig. Weiterhin scheinen die eingegebenen Befehle nicht selten verzögert ausgeführt zu werden, was den Spielspaß immens mindert.

Neben den standardmäßigen Modi für den Einzelkampf gegen den Computer oder einen Freund, können auch Turniere veranstaltet werden, die den „Großen Weltkämpfen“ des Originals nachempfunden sind: Acht Kämpfer treten gegeneinander im K.O.-System an. Während die Verlierer ausscheiden, treten die Gewinner in den nächsten Runden gegeneinander an, bis schließlich ein einziger Kämpfer übrig bleibt.
Da in der heutigen Zeit kaum ein Beat´em Up ohne Online-Modus auskommt, ist dieser in „Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ selbstverständlich auch vorhanden. Dabei stehen Einzelkämpfe mit Bewertung in der Weltrangliste, Turniere ohne Bewertung und Kämpfe mit registrierten Freunden zur Auswahl. Sehr positiv anzumerken ist die stabile Verbindung vor und während den Gefechten, auch in weiter entfernten Gegenden.
Im Trainingsmodus können nach Herzenslust Combos und in einem ausführlichen Tutorium die Grundlagen vertieft werden. Im Optionsmenü können zudem die Steuerung umgestellt und diverse Einstellungen zu Bild und Audio vorgenommen werden.












Die großen Highlights sind allerdings der Story- und Helden-Modus. Im Story-Modus wird euch die Geschichte von Dragon Ball Z in zahlreichen Kapiteln mit Sequenzen aus dem Anime präsentiert. Vor jedem storyrelevanten Kampf kann dabei die Weltkarte erkundet werden, um verstreute Dragon Balls zu suchen oder zusätzliche Kämpfe zu bestreiten. Als besondere Herausforderung warten Verfolgungsjagden und Bosskämpfe mit gigantischen Gegnern. Mit jedem Sieg im Spielverlauf werden neue Kostüme und Spezialattacken für die Charaktere freigeschaltet. Werden zudem sieben Dragon Balls gesammelt, kann man sich vom Drachen Shenlong neue Kostüme oder Arenen wünschen.
Im Helden-Modus könnt ihr aus drei verschiedenen Körpergrößen jeweils einen eigenen Sayajin erstellen, um eine Parallelwelt von Unbill zu erlösen. Neben Kleidung und Haarschnitt sind Stimme und Hautfarbe ebenfalls einstellbar. Wie im Story-Modus schwebt ihr über der Welt und sucht ebenfalls Kämpfe und Dragon Balls, aber auch neue Kleidung und Frisuren. Anders als im Story-Modus startet euer Charakter schwach und muss trainiert werden. Dies geschieht durch Erfahrungspunkte nach Kämpfen oder Trainingseinheiten mit Meistern aus dem „Dragon Ball“-Universum.
Ein unterhaltsames Erlebnis – auf den ersten Blick. Abseits der Anime-Sequenzen wird der gesamte Plot ausschließlich in automatisch scrollenden Textboxen erzählt und die Bosskämpfe sind lediglich eine Mischung aus Ausweichmanövern und Quick-Time-Events mit sehr kurzem Zeitfenster. Dies sorgt neben den ohnehin schon glücksspielorientierten Kämpfen für mehr Frust als Lust.

Grafisch beeindruckt der Titel allerdings vollends. Die Charaktere wie auch die Arenen überzeugen durch Klarheit und Nähe zum Original. Auch die Spezialattacken und ihre hinterlassenen Spuren werden ohne Makel dargestellt. Akustisch glänzt „Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ sowohl durch die japanischen als auch englischen Originalstimmen aus der Serie. Neben einigen neuen Tracks entspricht die Musik hauptsächlich dem japanischen Soundtracks des Anime. Dies schafft eine besonders harmonische Kombination aus Grafik und Sound. Sämtliche Dialoge sind dabei deutsch untertitelt, leider jedoch nicht immer akkurat übersetzt.
Verpackung Das Rezensionsexemplar befindet sich lediglich in einer einfachen CD-Hülle. Das Cover ist dabei dem tatsächlichen Spiel nachempfunden und zeigt einen kampfbereiten Son-Goku als Super-Sayajin sowie den vollständigen Titel im Vordergrund. Im Hintergrund sind zudem einige Dragon Balls und Shenlong auszumachen. Neben dem Spiel selbst befinden sich auf der Rückseite des Covers nur wenige Screenshots und eine kurze Spielbeschreibung in markanten Phrasen.

Inhaltlich wartet der Titel dagegen mit dem Kapsel-Haus auf. In diesem können freigespielte Videos und Tracks angesehen/angehört, Profile zu den Charakteren durchstöbert und Kampfwiederholungen bestaunt werden. Auch die aktuelle Anzahl der gesammelten Dragon Balls lässt sich hier einsehen.
Zusätzlich warten 49 Trophäen darauf, freigespielt zu werden.
<br />
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+ Schöne Harmonie aus Grafik und Sound
+ Stabiler Online-Modus
+ Zahlreiche Spielmodi
- Monotone Kämpfe
- Story nur in stark komprimierter Form erzählt
- Mehr Minispielsammlung als Beat´em Up
Fazit „Dragon Ball Z: Ultimate Tenkaichi“ ist definitiv nicht ultimativ, dafür hat es zu viele Makel. Für den eingefleischten Fan, der auch ein für Beat´em Ups monotones Kampfsystem verschmerzen kann, wird dennoch ein umfangreiches Paket angeboten. Alle anderen sollten das Spiel vor dem Kauf kurz antesten, um Enttäuschungen vorzubeugen.
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
1.5

Steuerung
Steuerung
3

Story
Story
4

Gesamtnote


2.6
Gamedesign
Gamedesign
4

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
2



Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2.5

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 11.01.2012
Bildcopyright: Spike, Bandai Namco Games


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