Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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Asura's Wrath

Originaltitel: アスラズ ラース, Asurazu Rāsu
 
Seine Frau ermordet, seine Tochter entführt, von seinen ehemaligen Verbündeten zum Verräter gemacht und seiner Kräfte beraubt... Mal ehrlich, wer wäre da nicht wütend? Der Halbgott Asura gibt sich jedoch nicht geschlagen und ergibt sich seinem unbändigen Zorn!
Inhalt Der Planet Gaea wird von den niederen Gohma bedroht, welche primär an Tiere in blutroten Farben erinnern. Einzig die acht „Wächtergeneräle“, bestehend aus Halbgöttern mit übermenschlichen Kräften, können sich der Invasion auf der Erde und im Weltraum entgegenstellen. Ihre Kräfte beziehen sie dabei aus den Mantras verschiedener Eigenschaften, wie Zorn, Stolz oder auch Wollust. Deren Macht verstärkt sich wiederum durch die Gebete der Bevölkerung, welche dazu durch Mithra - die Priesterin und Tochter des Wächtergenerals Asura - und Kaiser Strada animiert wird. Mit vereinten Kräften gelingt es Asura und seinen Kameraden schließlich, die Gohma niederzustrecken.

Der Sieg wird jedoch schnell von Intrigen überschattet. Kaum ist er mit Mithra und seiner Ehefrau wiedervereint, wird Asura zu Kaiser Strada beordert. Als dieser im Audienzsaal reglos mit zugewandtem Rücken vor dem Halbgott steht und ihm entgegen fällt, fängt dieser ihn auf, was sich als fataler Fehler erweist. Offenbar wurde der Kaiser ermordet, doch mit Blut an seinen Händen wird nun Asura von den Regierungstruppen und seinen einstigen Kameraden als Verräter gebrandmarkt. In Sorge um seine Familie eilt er zu seiner Residenz zurück, findet allerdings nur seine sterbende Frau vor, die ihm in ihren letzten Atemzügen den Aufenthaltsort der entführten Mithra mitteilt.

Rasend vor Wut fliegt Asura zur Weltraumfestung, wo man seine Tochter festhält. Dort wird er jedoch von den übrigen Wächtergenerälen, darunter sein Schwager Yasha und Anführer Deus, überrumpelt und dabei getötet. Offenbar wollte man sich ihm schon seit geraumer Zeit entledigen.

Asura geht als Verräter in die Geschichte ein, während die übrigen Wächtergeneräle durch den Missbrauch von Mithras Kräften und der Bevölkerung Gaeas zu den „Sieben Gottheiten“ werden.

12.000 Jahre später klettert Asura, angestachelt von einer goldenen Spinne, im Reich zwischen Leben und Tod den Turm zur Welt der Lebenden hinauf. Sein Plan: Vergeltung!
Asura's Wrath
Erscheinungstermin:24.02.2012
Preis (Amazon):52,49 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action
Konsole:X-Box 360
Dt. Publisher:Capcom
Entwickler:CyberConnect2
Sprache:Englische/Japanische Sprachausgabe, Deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 16
PEGI: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 15+ Stunden
Vergleichbares:Bayonetta

UmsetzunG Bereits beim Spielstart geht es rund! Nachdem der Schwierigkeitsgrad aus Leicht, Normal oder Schwer gewählt wurde, darf man nach einem ersten beeindruckenden Einblick in die Schlacht gegen die Gohma selbst Hand anlegen und diese attackieren. Obwohl zu Beginn kein Tutorial die Steuerung erklärt, werden die benötigten Kommandos bei jeder Szene angezeigt, sodass bis zum richtigen Tutorial im weiteren Spielverlauf die Steuerung intuitiv erlernt wird. Die Szenen, in denen Asura zu steuern ist, variieren dabei zwischen Quick-Time-Events, Verfolgungsjagden und einigen Kämpfen in freien, aber doch abgegrenzten Arealen. Jede Aktion fließt zudem in eine abschließende Bewertung der Performance von Asura ein.

Die Erzählung der Geschichte erinnert an einen Anime – jede Schlacht wird in ihrer eigenen Episode erzählt, welche wiederum in drei chronologische Staffeln eingeteilt ist. Zwischen den Episoden werden in kunstvoll gezeichneten Karikaturen, Gemälden und Standbildern Ereignisse im Hintergrund aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Selbst in den spielbaren Sequenzen erfolgen oft Dialoge, welche durch die schnellen Befehlseingaben jedoch nur schwer in den Untertiteln verfolgt werden können.









Das Verschwimmen von Filmsequenzen und spielbaren Abschnitten erinnert weiterhin an einen interaktiven Film. Dies mag auf den ersten Blick ein spektakuläres Erlebnis bieten – aber leider mit Haken. Natürlich kann man das Spiel jederzeit pausieren, aber der nicht vorhersehbare Wechsel von Film und Spiel erfordert vollkommene Konzentration auf den Bildschirm, was durch die oftmals wilden Szenarien nicht immer möglich ist und so zu einem schnellen Spielende führen kann, was unter anderem mit den Zeitlimits vieler Quick-Time-Events zusammenhängt. Glücklicherweise muss bei einer Niederlage nicht die ganze Episode, sondern nur die aktuelle Sequenz wiederholt werden.

Nachdem Asura seine Kräfte verliert und das darauf folgende Tutorial vorbei ist, zerbricht das anfangs neuartige Gameplay in einen eintönigen, sich wiederholenden Zyklus. Dieser erfolgt folgendermaßen: Asura greift einen oder mehrere Feinde mit einfachen Angriffen oder stärkeren Techniken an, die nach Einsatz jedoch eine Ruhephase benötigen. Wird genug Schaden ausgeteilt und eingesteckt, kann Asura per Knopfdruck – oder im Leicht-Modus automatisch – in den Zügellos-Modus wechseln. Für einen kurzen Zeitraum macht dieser Asura unverwundbar und seine Angriffe benötigen keine Ruhephase mehr. Obgleich dieser Vorteil enorm klingen mag, nützt er gegen die generell unverwundbaren Hauptfeinde überhaupt nichts. Stattdessen muss der einstige Wächtergeneral unendlich viele Treffer landen, um mit einem weiteren Knopfdruck in den Wut-Modus zu gelangen. Dieser resultiert in einer Reihe von Quick-Time-Events, neuen oder noch stärkeren Gegnern und dem Neubeginn des Zyklus. Kleine Spielereien wie Ausweichmanöver, Konteraktionen, Sprünge und Fernkampfangriffe sind vorhanden, ändern jedoch nichts am monotonen Zyklus.






Grafisch präsentiert sich „Asura’s Wrath“ insgesamt im Stile altertümlicher, japanischer Zeichenkunst mit Tusche. Die Körper und Gesichtszüge der Charaktere sind markant und zeichnen sich durch kräftige Farben aus, ebenso wie die Umgebung. Auch die Bilder in den Erzählungen zwischen den Episoden folgen diesem Schema.

Die Musik fügt sich mit ihrem theatralischen Ausmaß gut in die Erzählung der epischen Geschichte ein. Auch tritt hier der seltene Fall auf, dass die Synchronisation der beiden auswählbaren Sprachen – Englisch und Japanisch – mit ihren eigenen Nuancen und Schwerpunkten gut gelungen sind. Stets begleitet von deutschen Untertiteln.
Verpackung Auf der Vorderseite der Verpackung blickt einem die grimmige Fratze von Asura entgegen. Oben befindet sich im Vordergrund der Titel in weißer Tuscheoptik geschrieben. Unten rechts ist das Logo von Capcom zu sehen, während unten links der PEGI-Hinweis zu finden ist. Die Rückseite leitet mit wenigen Worten und Bildern der Figuren den Plot ein. Dem Rezensionsexemplar lag keine Spielanleitung bei.

Im Spiel selbst kann man in einem gesonderten Modus Artworks, Trailer, Zwischensequenzen und Profile der Charaktere betrachten. Zudem lassen sich hier auch die angezeigten Bilder beim Laden von Sequenzen wechseln oder das Aussehen von Asuras Anzeige ändern, um das Spiel auf unterschiedliche Weise zu bestreiten.
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+ Ungewöhnliche Story
+ Atmosphärische Kombination aus Grafik und Sound
+ Umfangreiche Galerie
- Kurzes Zeitlimit bei Quick-Time-Events
- Wechsel von Film und Spiel zu plötzlich
- Monotones Gameplay
Fazit „Asura’s Wrath“ strotzt nur so vor Wut! Trotz atmosphärischer Kombination aus Grafik und Sound sowie einem ungewöhnlichen Plot, verwandelt sich diese Wut in einen Sumpf aus immerwährender Monotonie. Dieser Titel ist wahrlich nicht für endlose Nächte konzipiert, doch als amüsanter Prügelspass für zwischendurch gewiss geeignet!
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
1.5

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2.5

Gesamtnote


2.5
Gamedesign
Gamedesign
4.5



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 02.04.2012
Bildcopyright: CyberConnect2, Capcom


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