Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

SoulCalibur V (Collector's Edition)

Originaltitel: ソウルキャリバーV, Sourukyaribā Faivu
 
17 Jahre nach der letzten entscheidenden Schlacht erwachen die polarisierenden Klingen „Soul Calibur“ und „Soul Edge“ erneut. Kann die neue Generation aus „SoulCalibur V“ das epische Ausmaß ihrer Vorfahren allerdings beibehalten?
Inhalt Die Geschichte von „SoulCalibur V“ spielt 17 Jahre nach den Geschehnissen des Vorgängers „SoulCalibur IV“. Siegfried Schtauffen, dem Träger des rationalen „Soul Calibur“, ist es gelungen, seinen Gegenpart Nightmare und das chaotische „Soul Edge“ zu bezwingen. Frieden schien wieder eingekehrt zu sein, doch Splitter des zerborstenen Soul Edge brannten sich in zahlreiche Menschen ein und machten sie zu „Verderbten“ – wahnsinnigen Kreaturen der Bosheit.

17 Jahre später im Jahr 1607. Der junge Schwertkämpfer Patroklos Alexandra ist auf der Suche nach seiner Schwester Pyrrha, die als Kind von einer Verderbten entführt wurde, wobei auch die gemeinsame Mutter Sophitia zu Tode kam. Im Dienste von Lord Dumas von Ungarn exekutiert Patroklos Verderbte, um Hinweise zu seiner Schwester und deren Entführerin zu finden. In Klausenburg versucht der mysteriöse Z.W.E.I. vergeblich, den vermeintlichen Helden über Dumas‘ wahren Motive aufzuklären. Tatsächlich gibt der Lord später zu, Patroklos lediglich benutzt zu haben, um unschuldige Menschen zu töten und somit Seelen für Soul Edge zu sammeln. Nach anschließender Flucht begegnet der Suchende ohne Hinweise erneut Z.W.E.I., der ihn zu Siegfried Schtauffen und der Söldnerbande „Schwarzwind“ führt. Der ehemalige Besitzer des Soul Calibur übergibt die heilige Klinge, welche ihre Form ihrem zukünftigen Besitzer angepasst hat, Patroklos – unter der Bedingung, als Mitglied von Schwarzwind die Verderbten und Soul Edge zu jagen. Um weitere Hinweise zur verschollenen Pyrrha zu finden, willigt der blonde Virtuose ein. Die Wahrsagerin Viola, welche Z.W.E.I. und Patroklos auf der darauf folgenden Mission begleitet, sagt jedoch für Letzteren in enigmatischen Phrasen ein tragisches Schicksal voraus…

Erzählt wird der Plot von „SoulCalibur V“ in Standbildern, präziser in einfachen Zeichnungen auf Pergament. Selten werden die Charaktere in Filmsequenzen gezeigt. Weiterhin fällt auf, dass ein großer Teil der spielbaren Charaktere während der Geschichte überhaupt nicht erwähnt wird, was primär an der kurzen Entwicklungdauer liegt.





SoulCalibur V (Collector's Edition)
Erscheinungstermin:03.02.2012
Preis (Amazon):56,13 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Beat 'em Up
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Project Soul
Sprache:Englische/Japanische Sprachausgabe, Deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 16
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1 – 2 lokal, 2 – 20+ online
Spielzeit:ca. 10+ Stunden
Vergleichbares:BlazBlue: Continuum Shift

UmsetzunG Leider merkt man „SoulCalibur V“ insgesamt an, dass die Zeit für die Entwicklung des Spiels viel zu knapp bemessen war. Vieles war geplant, aber wenig konnte umgesetzt werden. Dies zeigt sich auch an den verfügbaren Spielmodi. Es werden lediglich diverse, sich ähnelnde Offline-Modi, ein Online-Modus, der Story-Modus mit maximal zweistündiger Spielzeit, Erstellung eigener Charaktere und übliche Optionen angeboten.

Offline kann unter anderem der Arcade-Modus gespielt werden. In verschiedenen Schwierigkeitsgraden und diversen Routen, wie Asien und Europa, können mit einem ausgewählten Charakter sechs aufeinanderfolgende Kämpfe bestritten werden, die abschließend anhand der Zeit bewertet werden. Im Modus „Schnellkampf“ warten hingegen 240 Gegner mit einzigartigen Titeln, die man bei Siegen erhält und selbst anlegen kann. Desweiteren sind der genretypische Einzelkampf – in welchem einzelne Kämpfe zwischen Spieler und Spieler, Spieler und Computer sowie Computer und Computer möglich sind – und ein Trainingsmodus zum Üben vorhanden. Die ultimative Herausforderung bietet der Modus „Legendäre Seelen“ mit Gegnern, welche die Tasteneingaben des Spielers vorhersehen können.

Der Online-Modus bietet für Kenner zeitgenössischer Beat’em Ups wenig Neues. In Ranglistenkämpfen darf man sich mit Spielern aus der ganzen Welt um die Platzierung auf der weltweiten Rangliste messen, während in der Mitspielersuche Lobbys für freie Kämpfe mit einer Kapazität von bis zu sechs Spielern erstellt oder besucht werden können. Eine Abwandlung hiervon findet man im Kolosseum. In Lobbys, die nach Hauptstädten benannt sind, können sich zeitgleich über 20 Spieler einfinden, um per Text- oder Sprach-Chat miteinander zu kommunizieren, Spielstatistiken zu vergleichen oder sich gegenseitig zum schnellen Kampf herausfordern. Insgesamt wirkt die Netzwerkverbindung trotz mäßigem Spielerverkehr etwas träge und frustriert nicht selten durch Lags während den Kämpfen oder mit einem plötzlichen Verbindungsabbruch während Ladezeiten.

Mit der Charaktererstellung unterscheidet sich „SoulCalibur V“ allerdings von seinen Konkurrenten. Hier können Charaktere frei nach den ästhetischen Wünschen ihres Erschaffers gestaltet werden. Dabei ist nicht nur der Körperbau, welcher unter anderem Gesicht, Haare, Stimme und Proportionen vieler Körperregionen umfasst, konfigurierbar. Mit einer großen Auswahl an Kleidungsstücken ist es möglich, die eigene Kreation zu equipieren. Bei einige Ausrüstungsgegenstände besteht die Möglichkeit, sie sogar in ihrer Form zu verändern und damit einen gänzlich neuen Eindruck zu erschaffen. Aus den Kampfstilen vieler vorhandener Charaktere kann schließlich einer dem eigenen mit einer Auswahl der jeweiligen Waffenkategorie zugeordnet werden. Die letzte eigene Nuance verleiht man seiner Schöpfung mit Farbveränderungen. Jede vorher eingestellte Komponente ist in ihrer Farbe frei veränderbar, auch durch zahlreiche Muster und Aufkleber. Zum Abschluss kann von der erstellten Figur ein Schnappschuss mit verschiedenen Motiven und Effekten geschossen werden. Mit solch vielfältigen Möglichkeiten wurden sogar schon Nachahmungen bekannter Charaktere aus Anime und Videospielen gesichtet.








Kennzeichnend für das Kampfsystem der „Soul“-Serie ist einerseits der Einsatz von Waffe anstelle von Fäusten und die Acht-Wege-Steuerung: Anstatt nur frontal auf den Gegner zuzustürmen oder sich nach hinten in die Defensive zu verschanzen, ist es dem Spieler möglich, sich auch horizontal auf dem Kampfareal zu bewegen und den Feind so einzukreisen. Mit drei Grundangriffen, daraus resultierenden Erweiterungen durch zusätzliche Richtungseingaben, Blocks, Sprints, Würfen und Spezialattacken ist das Spielprinzip vielfältig, aber doch einfach zu bedienen.











Während des Spiels begleitet den Gamer die Spielerstufe. Sowohl bei Niederlagen als auch bei Siegen erhält man Erfahrungspunkte, mit denen die Spielerstufe steigt. Als Belohnung winken neue Charaktere, Kampfareale und Gegenstände für die Charaktererstellung. Im Online-Modus können weiterhin bis zu drei Rivalen erwählt werden, deren Spielstatistiken anschließend dauerhaft mit den eigenen verglichen werden können.

Grafisch bleibt „SoulCalibur V“ auf dem Boden der Tatsachen. Spezialtechniken werden zwar von allerlei Effekten begleitet, aber insgesamt wird auf eine realitätsnahe Präsentation ohne Besonderheiten gesetzt. Ähnlich wird der Sound gehandhabt. Einige Musikstücke beeindrucken wirklich, doch oft wird das Gehör mit repetitiven Klängen nicht stark beansprucht – was aber keineswegs negativ ist. Die Synchronsprecher in den Sprachen Englisch und Japanisch klingen nicht schlecht, aber auch nicht beeindruckend.
Verpackung Der Inhalt der Sonderausgabe befindet sich in einer edlen Buchform, deren Rücken im Regal schön anzusehen ist. Dem Spiel liegt ein Soundtrack mit einer Auswahl an Musiktiteln und ein Code für besondere Gegenstände für die Charaktererstellung bei. Weiterhin findet sich in der Buchattrappe ein Artwork des Protagonisten Patroklos, eine DVD zur Entwicklung des Spiels, ein Artbook mit Zeichnungen und Grafiken der Charaktere sowie ein vom Entwickler signierter Brief auf hochwertigem Pergament.





„SoulCalibur V“ bietet selbst keine weiteren Extras, doch seit dem Release sind viele Kleidungsstücke für die Charaktererstellung und alternative Lieder aus erschienenen Teilen der „Soul“-Reihe als Download erhältlich.
+ Schnörkellose Grafik
+ Sound stört nicht
+ Umfangreiche Charaktererstellung
- Schwache Story
- Wenig Spielmodi
- Instabiler Online-Modus
Fazit Trotz schöner Verpackung und umfangreichem zusätzlichen Inhalt zum Herunterladen wirkt „SoulCalibur V“ nicht komplett – dies liegt vor allem an dem faden Storymodus und der fehlenden Vielfalt an abwechslungsreichen Spielmodi, was auch mit der knappen Entwicklungsdauer einhergeht. Kreative Spieler, die oft mit den spielbaren Figuren unzufrieden sind, haben hier allerdings die Möglichkeit, ihre eigene Besetzung nach ihren Wünschen zu erschaffen und mit ihnen in waffenbasierten Gefechten anzutreten.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
1.5

Multiplayermodus
Multiplayermodus
4

Gesamtnote


2.8
Gamedesign
Gamedesign
3

Story
Story
4

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
2

Preis/Leistung
Preis/Leistung
3.5

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Anja Theis
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 28.04.2012
Bildcopyright: Project Soul, Bandai Namco Games


X