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Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Pandora's Tower

Originaltitel: パンドラの塔 君のもとへ帰るまで (Pandora no Tō: Kimi no Moto e Kaeru Made)
 

Die wahre Liebe währt für alle Ewigkeit und sie überwindet jedes Hindernis. Oder vielleicht doch nicht? Schönheit und Abscheulichkeit liegen nahe beieinander und der Übergang ist oft schleichend. „Pandora’s Tower“ erzählt eine Liebesgeschichte, die alles andere als sonnig ist

Inhalt

Frieden ist nicht nur ein besonders wertvolles Gut, sondern auch eines, das schnell brüchig werden kann. Nach langen, fürchterlichen Kriegen hat der Kontinent „Imperia“ endlich seine Stabilität wiedergefunden. Das sich im Zentrum befindliche Königreich „Elyrien“ feiert zu Ehren der Götter das spektakuläre Erntedankfest. Die ausgelassene Stimmung wird jedoch von einem militärischen Angriff zerstört. Der junge Krieger Aeron schafft es im letzten Augenblick, die hübsche Sängerin Helena zu retten, bevor sie unter Trümmern begraben wird. Mit Hilfe einer Westrier - ein Volk von fahrenden Händlern - gelingt ihnen die Flucht aus der Stadt.

Als die Nacht anbricht, schlagen die drei Gefährten ein Lager auf. Mawda, die Westrierin, hält eine düstere Prophezeiung für das junge Glück bereit. Nachdem Helena eingeschlafen ist, berichtet sie Aeron, dass Helena vom „Fluch der Bestien“ beseelt ist. Die schöne Helena sei dazu verdammt, sich in eine abscheuliche Kreatur zu verwandeln, sollte der Fluch nicht aufgehalten werden. Der Schlüssel zur Rettung von Helena sind die „Dreizehn Türme“, die über einem grenzenlosen Abgrund thronen. Dieser Abgrund wird „Die Narbe“ genannt und wie ein Spinnennetz erstrecken sich schwere Ketten durch den Schlund und halten in ihrem Zentrum ein gewaltiges Bauwerk. Die Menschen glauben, dass, sollten diese Ketten verschwinden, die Welt zerbersten wird. Doch birgt dieser Ort noch viel mehr Mysterien und Geheimnisse.





Für die Heilung des Fluches ist es nötig, dass Helena das sogenannte „Meisterfleisch" isst - diese Bestien hausen in besagten Türmen und der Weg zu ihnen ist nicht einfach. Jedoch nimmt Aeron die Gefahr ohne zu zögern auf sich. Von Mawda erhält er die „Orakloskette“, welche ihm ermöglicht, das Fleisch aus den Bestien zu reißen. Durch einen Zauber, der auf der Waffe liegt, ist er mit Helena verbunden und spürt so, ob er vielleicht zu spät kommen wird.
Pandora's Tower
Erscheinungstermin:13.04.2012
Preis (Amazon):39,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, RPG
Konsole:Wii
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Ganbarion
Sprache:englische Sprachausgabe; Untertitel: Deutsch, Spanisch, Französisch, Englisch
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:Einzelspieler
Spielzeit:ca. 30 Stunden (erster Durchgang)
Vergleichbares:Monster Hunter Tri

UmsetzunG

„Pandora’s Tower“ ist ein weiteres typisches Rollenspiel aus Japan? Weit gefehlt! Auch wenn der Titel nicht das Rad neu erfindet, unterscheidet er sich von den anderen Genrevertretern. Im Spiel gibt es keine märchenhaften Wälder, keine majestätischen Städte, auch gibt es keine begehbare Landkarte und Aeron bleibt alleiniger Held des Titels.


Gespielt werden kann sowohl wie gewohnt mit der Wii-Remote als auch mit dem Classic Controller. Für die Steuerung mit der Wii-Remote wird der Nunchuk benötigt. Der Analogstick des Nunchuks sorgt dafür, dass sich Aeron in Bewegung setzt, während mit dem Wii-Pointer Gegenstände, Gegner oder ähnliches anvisiert werden kann und schließlich durch entsprechenden Knopfdruck eine Aktion hervorgerufen wird. So wurde weitestgehend auf die Einbindung der Funktionen der Wii-Remote verzichtet. Neben der bereits genannten Anvisierung bedarf es nur eines Schwingens der Wii-Remote, wenn man mit der „Orakloskette“ das Fleisch aus den Bestien reißen will. Sollte der Spieler sich für den Classic Controller entscheiden, wird Aeron mit dem linken Anlogstick gesteuert, während mit dem rechten Stick der Wii-Pointer gelenkt werden kann. Die Taste „b“ ersetzt dann das Schwingen der Wii-Remote.





Zwar beschränkt sich das Spielgeschehen auf die „Dreizehn Türme“, jedoch wurde jeder Ort individuell und detailreich gestaltet, es gibt also allerhand zu entdecken und zu rätseln. Je weiter man im Spielverlauf voranschreitet, desto weitläufiger werden auch die Türme. Begleitet wird der Spieler hierbei von einem atmosphärischen Soundtrack und passenden Hintergrundgeräuschen, beispielsweise Wasserrauschen. Für das Meistern eines Dungeons steht nur ein gewisser Zeitraum zur Verfügung, was gerade im späteren Spielverlauf knapp werden kann. Sollte man einen Turm nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen, darf der Spieler den Turm noch einmal vom Eingangstor an durchlaufen. Bei einem Sieg gegen den Meister, der am Ende jedes Turmes wartet, muss man nicht den gesamten Weg zurücklaufen. Sobald man den Raum des Meisters verlässt, gelangt man automatisch zum Observatorium, wo Helena wartet. Danach folgt eine Szene, wie Aeron Helena das „Meisterfleisch“ übergibt, wobei das Erscheinungsbild von Helena variiert, je nachdem wie lange man gebraucht hat. Kommt man erst kurz vor Ablauf der Zeit zu ihr, so ist Helena schon fast vollständig verwandelt. Ist die Mutation vollständig erfolgt, ist das Spiel „Game Over“ und in einem Szenario wird gezeigt, was aus Aeron und dem Kontinent geworden ist.




Die Kämpfe müssen in Echtzeit beschritten werden und wie genreüblich sammelt Aeron mit jedem Sieg Erfahrungspunkte, auch findet sich innerhalb der Türme neue Ausrüstung, die Werte wie Verteidigung oder Angriff steigen. Die „Orakloskette“ bleibt allerdings stets ausgerüstet, schließlich handelt es sich um ein Schlüsselelement; sie nimmt jedoch keinen Ausrüstungsplatz in Anspruch. Zusätzlich zu der Kette ist Aeron seit Beginn mit einem Schwert ausgestattet. Neben den begrenzten Ausrüstungsplätzen gibt es auch nur eine gewisse Anzahl an Gegenständen, die Aeron im Inventar haben kann. So muss der Spieler oft überlegen, welche Items er für wichtig erachtet.

„Pandora’s Tower“ besitzt sechs verschiedene Handlungsstränge und somit auch multiple Enden. Verschiedene Faktoren spielen für den Verlauf eine Rolle. Zum einen natürlich die Erfolgsrate und die Schnelligkeit bei der Beschaffung des Fleisches. Aber ein ebenso wichtiger Faktor ist die Zuneigung, die Helena für den Helden empfindet. Die Gefühle werden durch Unterhaltungen oder auch Geschenke an sie gestärkt.




Zwei Punkte stören den Spielgenuss merklich. So kann die Kameraperspektive nicht manuell justiert werden. Meistens bietet die Einstellung zwar eine gute Übersicht, allerdings gibt es auch Situationen, wo Gegenteiliges der Fall ist. Manchmal passiert es nämlich, dass ein Bauteil den Blick auf Aeron verhindert oder auch die Kämpfe gegen mehrere Gegner gleichzeitig werden durch die starre Kamera unübersichtlich.
Weiteres gewichtiges Manko sind die grafischen Fehler. Zwar ist das Erscheinungsbild insgesamt durchaus gelungen, jedoch wird die Grafik von ständigem Kantenflimmern begleitet und auch die Texturen haben eine verwaschene Optik.
Verpackung

Die äußere Verpackung der Limited Edition ist ein stabiler Karton. Die Vorderseite zeigt eine Illustration von Helena und Aeron. Dadurch dass der Karton schwarz gehalten wurde, wirkt der Kontrast sehr gut, auch bei den rückseitigen Texten und den Logo-Abbildungen. So ist der edle Auftritt schon gesichert, obwohl die Verpackung noch nicht geöffnet wurde.

Der Inhalt besteht aus der Spielhülle, in der auch die normale Edition verkauft wird, einer Steelbook-Hülle und dazu ein kleines Artbook. Die normale Spielhülle und auch der Hardcover-Einband des Artbooks wurden wieder in schwarz gehalten. Auf dem Cover der Hülle zeigt sich ebenso eine Illustration von Helena und Aeron, allerdings stimmt sie nicht mit der Abbildung auf dem Karton überein. Auf der Rückseite finden sich ebenfalls, wie auf dem Karton, eine Beschreibung des Spiels und Screenshots.
Zwar muss man feststellen, dass auch das beiliegende Steelbook wieder ein Bild von Helena und Aeron zeigt, jedoch wurde dieses, ebenso wie die gesamte Hülle, in verschiedenen Bronze- und Silberakzenten gestaltet, was etwas Abwechslung bringt.

Das längliche Artbook mit einer Größe von 136 x 192 mm zeigt die schönsten Artworks zum Spiel. Es befinden sich Abbildungen der Charaktere, der Monster und der Umgebung darin. Auf dem Einband prangt das Logo, wobei der Schriftzug „Pandora’s Tower – The Artbook“ eine spiegelnde Optik besitzt.





+ 6 verschiedene Handlungsstränge
+ atmosphärischer Soundtrack
+ kontinuierlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrades

- feste Kameraperspektive
- auffällige Grafikfehler
- nur englische Sprachausgabe
Fazit

„Pandora’s Tower“ bietet dynamische Action, die in einer düsteren und spannenden Geschichte eingebettet ist, welche den Spieler in den Bann zieht. Durch den höheren Schwierigkeitsgrad ist der Titel nur bedingt für Anfänger geeignet. Erfahrene Spieler dürften dadurch umso mehr Spaß haben und sich regelrecht festbeißen. Die Grafikschwächen hätten wirklich vermieden werden können, aber wenn der Spieler dies verschmerzen kann, wird ihm nicht nur eine gute Geschichte mit hohem Wiederspielwert, sondern auch stimmungsvolle Atmosphäre geboten.

Grafik
Grafik
3

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1.5



Gesamtnote


1.5
Gamedesign
Gamedesign
1.5

Story
Story
1

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
1.5

Preis/Leistung
Preis/Leistung
1

Autor:
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 08.05.2012
Bildcopyright: Ganbarion/Nintendo


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