Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

"DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion" kommt zwar nicht in die Kinos, dafür aber zu euch nach Hause...!

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel

Originaltitel: アルトネリコ3 世界終焉の引鉄は少女の詩が弾く Aru Toneriko Surī: Sekai Shūen no Hikigane wa Shōjo no Uta ga Hiku
 
Der unscheinbare Turmarbeiter Aoto ist auf der Mission, die sanftmütige Saki zu beschützen! Allerdings hat auch die kecke Finnel insgeheim Gefallen an dem Jungen gefunden – doch wer kann Aotos Herz letztendlich erobern? Und kann „Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel“ auch Spielerherzen für sich gewinnen?
Inhalt Aoto ist in der Ausbildung zum Turmarbeiter in der kleinen Siedlung „Blue Canyon Hamlet". Als sein Meister ihn bei einem Nickerchen erwischt, wird er sogleich auch mit einer Reparatur einer baufälligen Konstruktion beauftragt. Auf dem Weg zur Arbeitsstelle sieht er allerdings die Konfrontation einer unbekannten Schwertkämpferin und der burschikosen Mute, einem Mitglied der „Clustanian Army“, welche die Menschen in der Region „Great Fang" – zu der auch Blue Canyon Hamlet gehört – unterdrückt. Aoto schreitet ein und versucht zu helfen, als ihn die namenlose Kriegerin darum bittet, nach dem Kampf auf ein Mädchen achtzugeben. Nachdem Mute vertrieben wurde, verwandelt sich die stattliche Schwertkämpferin tatsächlich in ein ohnmächtiges Mädchen.

Bevor dieses erwacht, übergibt ein sterbender Herr – offenbar die Begleitung des Mädchens – Aoto eine Halskette mit der Bitte, diese seinem Sohn zu überbringen sowie auf die junge Saki achtzugeben. Kaum erlangt Saki das Bewusstsein wieder, erleidet sie beim Anblick ihres verstorbenen Begleiters einen traumatischen Schock. Aoto bleibt jedoch keine Wahl: Die Clustanian Army ist Saki auf der Spur und so beschließt er, mit der trauernden Blonden an einen sicheren Ort zu fliehen. Als er von einigen Clustaniern umzingelt wird, eilt ihm sein Bekannter Tatsumi zu Hilfe. Weitere Wellen der Clustanier machen die Flucht jedoch aussichtslos. Plötzlich beginnt Saki zu beten – mit verblüffendem Ergebnis. Ihre gesamte Bekleidung – exklusiv der Unterwäsche – löst sich auf und die Feinde verwandeln sich in Kuchenstücke. Dies ermöglicht die Flucht über die Berghänge von Great Fang.

Die beiden Jungen stellen fest, dass Saki eine Reyvateil ist – künstlich erschaffene, menschliche Wesen ausschließlich weiblichen Geschlechts, die über die Magie von Liedern verfügen. Obwohl die gefürchteten Clustanier allesamt Reyvateil sind, hält Aoto an seinem Versprechen fest und gemeinsam beschließen die Drei, zur inoffiziellen Hauptstadt Eternus Shaft aufzubrechen, um dort bei Dr. Hikari Gojo, einem Forscher auf dem Gebiet der Reyvateil, mehr über Saki herauszufinden, welche sich seit ihrem freizügigen Gebet an viele Ereignisse vor dem Treffen mit Aoto nicht mehr erinnert.

Auf ihrer Reise schließt sich ihnen auch die ungeschickte Reyvateil Finnel an, die eigentlich als Maskottchen eines Restaurants arbeitet, aber doch mehr im Schilde führt…
Ar Tonelico Qoga: Knell for Ar Ciel (inkl. Soundtrack)
Erscheinungstermin:01.04.2011
Preis (Amazon):49,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG, Interactive Fiction
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Nippon Ichi Software
Entwickler:Gust und Banpresto
Sprache:Englische/Japanische Sprachausgabe, Englischer Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 12
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 25+ Stunden
Vergleichbares: Atelier Rorona: The Alchemist of Arland

UmsetzunG Der zentrale Kern dieses Titels beschäftigt sich mit der Revolution der Menschen gegen die Reyvateil der Clustanian Army, wobei Saki und Finnel entscheidende Rollen einnehmen. Durch diverse Entscheidungen im Spielverlauf kann das Schicksal der Mädchen beeinflusst werden, was zu verschiedenen Handlungssträngen führt. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, allerdings werden viele Eigenbegriffe, wie beispielsweise „Telemo“ für Fernseher und sonstige telekommunikative Geräte, angewandt und lediglich in einem Glossar außerhalb der Geschichte knapp erklärt. Weiterhin werden auch Inhalte aus den Vorgängern aufgegriffen, was den Neuling der Spielereihe unnötig verwirrt, zumal Vorkenntnisse zum Verständnis erforderlich sind; insbesondere in Kombination mit dem Bildschirmtext in ausschließlich englischer Sprache kann dies den Spielspaß trüben. Selbst die Synchronsprecher – wahlweise in Englisch oder Japanisch – überzeugen aufgrund fehlendem Mittelweg zwischen überspitzter Übertriebenheit und emotionslosem Stöhnen nur mäßig. Insgesamt nimmt sich die Handlung auch nicht ernst; tragische Szenen arten so innerhalb von Momenten in zumeist sexuell anspielende Dialoge aus.

„Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel“ besitzt viele Eigenheiten, aber das Spielprinzip lässt sich am besten als Mischung von Rollenspiel und Visual Novel einordnen, wobei der Anteil ersteren Genres oft unausgereift erscheint. Sowohl Städte als auch Verliese sind grafisch sehr schlicht und bieten nichts fürs Auge. Auch wenn die Hintergrundmusik in einigen Arealen wirklich Atmosphäre schafft, welche sogar die unterdurchschnittliche Grafik zu kompensieren vermag, werden viele moderate Tracks zu oft eingesetzt. Die Steuerung wurde unter anderem durch die ausschließlich per digitalem Steuerkreuz bedienbare Menüauswahl unnötig verkompliziert. Während Verliese in der Regel aus scheinbar endlosen Verzweigungen bestehen, sind scheinbar große Städte nur in kleinen Bezirken mit wenigen Läden, einer Übernachtungsmöglichkeit, plotrelevanten Einrichtungen und dem sogenannten „Dive-Shop“ erkundbar.

In diesen Dive-Shops kann sich Aoto in die Gedanken der begleitenden Reyvateil einklinken und dort ihre wirren Emotionen ergründen, um sie letztendlich im Kampf zu stärken. Die Gedanken spiegeln dabei bizarre Welten wieder, wie beispielsweise eine Bilderbuchgeschichte oder ein einzelnes Plateau mit einer verstopften Toilette. Hier müssen die Protagonistinnen ihren ungewöhnlichen Eigenschaften und intimsten Wünschen entgegentreten und diese akzeptieren. Dabei werden Hyuma – oftmals kleine, feenhafte Wesen – oder alternative Persönlichkeiten der Reyvateil freigespielt.

Im Nachhinein können diese Persönlichkeiten ausgerüstet oder die Hyuma mit den Reyvateil verbunden werden. Jedes Hyuma hat dabei einen anderen Effekt anzubieten und stärkt Angriffe bestimmter Elemente. Für viele Hyuma müssen sich die Protagonistinnen allerdings entkleiden, was wiederum die Zuneigung zu Aoto erfordert. Mit den Reyvateil kann auch Ausrüstung nach Rezepten synthetisiert werden und unter bestimmten Voraussetzungen können zudem Gespräche mit den Mädchen geführt werden, die den Zugriff auf intimere Gedanken ermöglichen.







Trotz trister Grafik weisen die Gefechte in „Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel“ einige einzigartige Komponente auf: Bis zu einer Reyvateil und drei menschliche Mitstreiter nehmen am Kampfgeschehen teil. Während die Mitstreiter den Gegnern mit ihren Waffen einheizen, beschwört die teilnehmende Reyvateil ein Runenfeld um sich herum, um Musik-Magie wirken zu können. Diese verstärkt sich progressiv mit der Kampfdauer, doch indem der vom Spieler gesteuerte Mitstreiter seine Angriffe synchron zu emotionalen Höhepunkten der weiblichen Begleitung einsetzt, erhöht sich die Wirkung weiter. Die Emotionen lassen sich im „Harmoniemeter“ am unteren rechten Bildschirmrand ablesen. Viele Feinde versuchen allerdings, in das Runenfeld zu gelangen, was die Beschwörung von Zaubern unmöglich macht und die Beschwörerin zusätzlich schwächt. Hiergegen hilft nur ein Stoßangriff der Mitstreiter, der die Gegner aus dem Runenfeld stößt, aber nur zeitlich begrenzt auszuführen ist. Ist die Magie schließlich genug gestärkt, können die Protagonistinnen sich eines Teils ihrer Kleidung entledigen, um ihre Magie immens zu verbessern. Dies geschieht, indem zum gegebenen Zeitpunkt eine Schultertaste gedrückt gehalten und zugleich der Sixaxis-Controller geschüttelt wird. Dies ist zwar eine alternative Steuermöglichkeit im großen Universum der Rollenspiele, aber auf Dauer ist das Schütteln lästig und anstrengend, zumal der Schlüssel zum Erfolg bei vielen Kämpfen darin besteht, die Reyvateil Schicht für Schicht auszuziehen und mit gewaltiger Magie zu gewinnen.













Interessant ist auch die Verwendung der Hyuma im Kampf. Neben dem positiven Effekt beim „Purge“ – dem Fachbegriff zum Entkleiden der Reyvateil – fügen sie zur individuellen Kampfmusik jedes Mädchens, ihren alternativen Persönlichkeiten und inklusive ihren Stimmungsschwankungen ganz unterschiedliche Komponente hinzu, sodass die Kämpfe zumindest musikalisch nicht eintönig werden.
Verpackung Das Spiel befindet sich in einer üblichen Hülle für PS3-Spiele. Das Cover zeigt von links nach rechts die Hauptcharaktere Finnel, Aoto und Saki auf einem blauen Hintergrund. Im unteren Segment sind die Alterskennzeichnung der USK, der Spieletitel und das Logo des Publishers zu finden. Ein Hinweis oben links gibt an, dass dem Spiel als Bonus eine Soundtrack-CD beiliegt. Diese ist tatsächlich als zweite Disc enthalten, ist mit 42 Tracks aber nicht vollständig. Die deutschsprachige Spielanleitung enthält dagegen alle relevanten Informationen zum Spiel und erweist sich wegen der fehlenden Lokalisierung auch als hilfreich.

Neben vielen freispielbaren Trophäen ist im PlayStation Store auch ein Bonus-Szenario mit dem Charakter Ar Ru erhältlich, dessen erster Part kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+ Ein Paradies für Fans von mehrdeutigen Inhalten
+ Individuelle Kampfmusik
+ Viele Handlungsstränge
- Insgesamt mäßige Umsetzung
- Steuerung unnötig kompliziert
- Keine deutsche Lokalisierung
Fazit „Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel“ ist wahrlich ein Nischenspiel, auch unter Rollenspielern. Der hartgesottene Otaku wird sich wohl auf jeden Quadratzentimeter nackte Haut freuen, während viele andere über doch viele Makel enttäuscht sein werden. Auch die Alterskennzeichnung ist mit zwölf Jahren sehr niedrig angesetzt, zumal suggestive Themen omnipräsent sind. Wenn man allerdings den Titel ohne hohe Erwartungen spielt und Durchhaltevermögen mitbringt, findet man doch zumindest ein moderat unterhaltendes Erlebnis vor.
Grafik
Grafik
4

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
4

Story
Story
3

Gesamtnote


3.1
Gamedesign
Gamedesign
3



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 26.05.2012
Bildcopyright: Gust, Banpresto


X