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Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Tales of the Abyss

Originaltitel: テイルズ オブ ジ アビス, Teiruzu obu ji Abisu
 
Von einem Moment auf den nächsten wird der isolierte Schnösel Luke fon Fabre unfreiwillig mit der Welt außerhalb seines Elternhauses konfrontiert. Schlüpft in seine Rolle und lernt neben einem epischen Abenteuer auch die Welt Auldrant kennen!
Inhalt Der adlige Luke fon Fabre hat es nicht leicht. Nachdem er als Kind entführt wurde und nach seiner Rettung keine Erinnerungen mehr an sein Leben davor hatte, verbringt er seither auf Order des Königs von Kimlasca – eine der herrschenden Nationen auf Auldrant – sein Leben innerhalb des Anwesens seiner Eltern. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt sind sein Diener Guy sowie Van, sein Retter und Lehrmeister im Schwertkampf. Dies soll sich jedoch ändern.

Als Van vor einer langwierigen Mission ein letztes Mal die Grundlagen des Schwertkampfes mit Luke übt, bricht eine Unbekannte in das Anwesen ein und richtet ihre Waffe auf Van. Dieser zeigt sich unbeeindruckt, doch als sein Lehrling eingreift, geschieht das Unfassbare: Sowohl Luke als auch die scheinbare Attentäterin werden von einer geheimnisvollen Aura umgeben und an einen weit entfernten Ort teleportiert.

Nachdem Luke und die mysteriöse Magierin – welche sich ihm als Tear vorstellt – zum Fuß des Tals gelangen, zu welchem sie befördert wurden, erfahren sie von einem Kutscher, dass sie sich im feindlichen Gebiet von Malkuth befinden. Da Luke zum Adel von Kimlasca gehört, wäre ein offener Besuch für ihn fatal. Deshalb reisen die beiden inkognito mit dem Kutscher in das ländliche Dorf Engeve. Tear fühlt sich für Luke verantwortlich und willigt ein, ihn nach Hause zu geleiten; durch Lukes pompöses Verhalten gestaltet sich dies jedoch schwierig. Was mit einer kleinen Auseinandersetzung mit den Händlern von Engeve beginnt, entwickelt sich schlussendlich zur Hinterfragung seiner eigenen Existenz. Welches Schicksal lastet tatsächlich auf Lukes Schultern?

Der Inhalt von „Tales of the Abyss“ verbindet gekonnt konservativen Glauben mit skrupelloser Technik und auch den Konflikt dieser beiden Extremen. Noch beeindruckender ist aber, dass der Spieler gemeinsam mit Luke die Welt Auldrant kennenlernt. So werfen viele Charaktere zu Spielbeginn nur so mit spieleigenen Fachbegriffen um sich, deren Bedeutung erst Stunden später bekannt wird. Auf den ersten Blick mag dies frustrieren, auch durch eine fehlende Lokalisierung in deutscher Sprache. Letztendlich können aber beide – sowohl Luke als auch der Spieler – nach und nach Teile des Plots zusammensetzen und diesen in vollen Zügen erleben.
Tales of the Abyss
Erscheinungstermin:10.11.2011
Preis (Amazon):36,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Namco Tales Studio
Sprache:Englische Sprachausgabe, Englischer Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 6
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 45+ Stunden
Vergleichbares:Star Ocean - The last Hope -International-

UmsetzunG „Tales of the Abyss“ für Nintendo 3DS ist ein direkter Port des nordamerikanischen Releases des gleichnamigen Titels für PlayStation 2. Bemerkenswert ist daher, dass trotz des Konsolenwechsels keine grafischen Einbußen zu vermerken sind. Die Farben sind voll und sowohl Charaktere als auch die Welt bestechen durch feine Details und Charme. Lediglich können auf der Weltkarte bei zu vielen Details kleine Lags auftreten. Diese dauern jedoch nie länger als eine Sekunde und verlangsamen nur die Bewegungen, ohne Sound und Steuerung negativ zu beeinflussen. Mäßig lässt sich allerdings die Umstellung von 2D auf 3D bezeichnen. Nur Sprechblasen bei Dialogen und diverse Anzeigen bei Kämpfen stechen grafisch hervor.

Musikalisch wartet ein abwechslungsreicher Soundtrack von Motoi Sakuraba auf. Entgegen häufiger Kritiken, repetitive Musik zu schaffen, warten hier abwechslungsreiche Tracks mit harmonischen wie auch komplexen Melodien. Einige Musikstücke verwenden auch Elemente des Songs „Karma" der Band Bump of Chicken, dessen Instrumentalversion auch im Vorspann eingespielt wird. Weiterhin sind viele Sequenzen im Spiel akustisch mit den englischen Stimmen der Charaktere hinterlegt. Zwar wird man sich nicht mit jeder Stimme anfreunden können, doch insgesamt wird eine gute Leistung erzielt.

Dieser Titel verfügt noch über eine begehbare Weltkarte, welche heutzutage selten in Rollenspielen zu finden ist. Über diese gelangt man zu verschiedenen Orten, welche meistens in sich wiederum gegliedert sind. Was einerseits das Herz eines alteingesessenen Rollenspielers höher schlagen lässt, vermittelt andererseits die geografische Vielfalt der Spielwelt. Partiell kann man sogar mit der Umwelt interagieren, um beispielsweise im Weg befindliche Baumstämme zu verbrennen oder Schalter zu betätigen. Weiterhin schaffen auch sogenannte „Skits“ Abwechslung. Diese meist lustig angehauchten, optionalen Sequenzen sind zu vielen Begebenheiten aufrufbar und zeigen die Porträts der Charaktere in verschiedenen Gemütslagen, während sie sich über Gott und die Welt unterhalten.








Die Kämpfe in „Tales of the Abyss“ sind leicht zu handhaben. Der Kampfplatz besteht aus einem runden Areal, in welchem sich die Gruppe in 2D-Manier gegen Feinde in Echtzeit durchsetzen muss. Obwohl sich die Charaktere im Kampf zuerst nur nach vorne und hinten bewegen können, wird bereits kurz nach Spielbeginn der „Freerun“ freigeschaltet, womit man den gesteuerten Charakter per Knopfdruck über den gesamten Kampfplatz steuern kann. Jede Figur verfügt über ihren eigenen Kampfstil, der mit normalen Waffenangriffen, einer Schutzaktion und Spezialattacken, sowie Zaubern abgerundet wird. Viele dieser Techniken verfügen über elementare Eigenschaften, die bei Ausführung einen runden „Field of Fonon“ – oder kurz FOF – hinterlassen. Werden bestimmte Techniken in einem bestimmten FOF eingesetzt, entstehen weitaus stärkere Fähigkeiten. Falls ein Charakter schließlich genügend Schaden erhält und austeilt, kann er in den „Overlimit“-Zustand gelangen, in welchem er über erhöhte Parameter verfügt und unter bestimmten Umständen auch Zugriff auf seine ultimative Technik hat.









Hierbei ist die Truppe in diesem Titel nicht nur über die Ausrüstung konfigurierbar. Verschiedene Titel, die oft mit Nebenaufgaben verbunden sind, verleihen diverse Effekte - manchmal sogar ein gänzlich neues Aussehen. Weiterhin können auch „Capacity Cores“ ausgerüstet werden, welche beim Level Up bestimmte Attribute verstärken und unter Umständen diverse passive Fertigkeiten freischalten. Sogar die aktiven Techniken können mit verschiedenen Effekten versehen werden.
Verpackung Das Spiel befindet sich in einer gewöhnlichen Plastikhülle für Spiele des Nintendo 3DS. Das Cover zeigt von links nach rechts die Protagonisten Mieu, Guy, Natalia, Luke, Tear, Asch, Jade und Anise. Im unteren Bereich befinden sich die Altersfreigabe der USK, das Titellogo und das Logo des Entwicklers. Die Rückseite stellt die Hauptthematik des Spiels in einem Klappentext vor, auf den einige Bilder aus dem Spiel folgen. Neben dem Spiel befinden sich ein Werbecode für Club Nintendo sowie ein Handbuch in der Spielhülle; leider ist auch dieses nur auf Englisch verfügbar. Lediglich die Seiten zur Steuerung wurden in einige Sprachen, darunter Deutsch, übersetzt.

Durch das erstmalige Durchspielen werden sämtliche Musikstücke im Spiel zum Anhören freigeschaltet. Weiterhin können in jedem darauf folgenden Durchgang Boni erspielt werden, je nach Kampfperformance im vorigen Spiel.
+ Authentischer Plot
+ Umfangreiches Gameplay
+ Abwechslungsreicher Soundtrack
- Fehlende Lokalisierung
- Minimale Lags bei vielen Details
- Handbuch nicht vollständig übersetzt
Fazit Derzeit ist „Tales of the Abyss“ eines der wenigen Rollenspiele für Nintendo 3DS. Zwar wird wenig mit den Funktionen des Handhelds experimentiert, aber dies ist auch nicht nötig, denn die Umsetzung von der Konsole zum Handheld verlief ohne Einbußen, was sehr lobenswert ist. Somit wird die authentische Story mit solidem Gameplay nur durch die fehlende Lokalisierung getrübt. Selbst im Handbuch wurde größtenteils auf eine Übersetzung verzichtet. Bei diesem Titel zählen wahrlich die inneren Werte!
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1.5



Gesamtnote


1.7
Gamedesign
Gamedesign
1

Story
Story
1.5

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
3.5

Preis/Leistung
Preis/Leistung
2

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 09.06.2012
Bildcopyright: Namco Tales Studio, Namco Bandai


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