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Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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Atelier Meruru: The Apprentice of Arland

Originaltitel: メルルのアトリエ ~アーランドの錬金術士 3~, Meruru no Atorie ~Ārando no Renkinjutsushi 3~
 
Mit „Atelier Meruru: The Apprentice of Arland“ wird die Arland-Sage der „Atelier“-Spieleserie abgeschlossen, obwohl die Republik Arland nur am Rande erwähnt wird. Ist dieser Titel ein krönender Abschluss für die Trilogie oder nur ein Paket aus Fanservice aus den Vorgängern? Erfahrt es hier!
Inhalt Die abgelegene Nation Arls ist kaum mehr als eine Siedlung mit einfachem Schloss und weit von der Republik Arland entfernt. Prinzessin Merurulince Rede Arls – kurz Meruru – passt das adelige Dasein überhaupt nicht in den Kram. Sehr zum Leidwesen ihres Vaters Lord Dessier und Rufus Falken, dem königlichen Butler, schleicht sie sich seit einem Jahr tagtäglich aus dem Dorf, um bei der Alchemistin Totooria „Totori“ Helmold, welche die Nation weiterentwickeln soll, die Künste der Alchemie zu erlernen. Rufus ahnt von Merurus erneuter Flucht und schickt ihre Zofe und Kindheitsfreundin Keina hinterher. Zwar kann sie die Prinzessin davon überzeugen, wieder zum Schloss zurückzukehren, doch dort kommt es zum Eklat. Während Rufus sie wegen mangelnder Disziplin tadelt, verbietet ihr Lord Dessier sich weiter der Alchemie zu widmen und rät ihr, sich auf ihre königlichen Pflichten zu konzentrieren, zumal Arls in fünf Jahren mit Arland fusionieren soll. Verzweifelt nimmt Meruru erneut Reißaus und verbringt die Nacht in Totoris Atelier.

Erst am nächsten Morgen können Totori und Rufus einen Kompromiss mit Lord Dessier schließen. So darf Meruru ihr bisher heimliches Studium fortführen, um Arls bei der Entwicklung zu helfen. Sollte sie jedoch innerhalb von drei Jahren durch ihre Arbeiten die Population nicht von 500 auf 30.000 Einwohner erhöhen können, bleibt ihr das Studium der Alchemie auf ewig verwehrt – wird Meruru ihren Traum erfüllen können?







Erneut muss nicht die Welt vor dem Bösen gerettet werden, sondern lediglich ein Königreich aufgebaut werden. Dies gestaltet sich jedoch keinesfalls langweilig. Viele unterschiedliche Persönlichkeiten mit ihrem ganz eigenen Charme und diversen Handlungssträngen bieten stets Unterhaltung und Abwechslung. Spieler der Titel „Atelier Rorona: The Alchemist of Arland“ und „Atelier Totori: The Adventurer of Arland“ können sich über bekannte Gesichter freuen. Spieler, die allerdings erst mit „Atelier Meruru: The Apprentice of Arland“ einsteigen, werden häufig mit den Enden der beiden Vorgängern konfrontiert, was nicht jedem gefallen mag.
Atelier Meruru - The Apprentice of Arland
Erscheinungstermin:25.05.2012
Preis (Amazon):49,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG, Simulationen Allgemein
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Nippon Ichi Software
Entwickler:Gust
Sprache:Englische/Japanische Sprachausgabe, Englischer Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 6
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 40+ Stunden
Vergleichbares:Avalon Code

UmsetzunG Auch in diesem Teil der Spieleserie dürften die Ohren verwöhnt werden. Viele Musikstücke sind mediterran angelehnt, was sich gut in das Gesamtbild der wachsenden Nation fügt. So erinnert die Kampfmusik an einen spannenden Stierkampf und das Thema des Schlosses besitzt erhabene Töne. Obwohl stets gewisse Leitmotive angewandt werden, unterscheiden sich die einzelnen Musiktitel voneinander, sodass Abwechslung gegeben ist, aber dennoch ein gewisser Wiedererkennungswert vorhanden ist. Ferner sind zahlreiche Szenen vertont – wahlweise in Englisch oder Japanisch. Insgesamt wurden in beiden Sprachen die Stimmrollen gut besitzt und es wurde nicht an der Qualität gespart. Einziger Wermutstropfen ist der ausschließlich englischsprachige Bildschirmtext.

Auch grafisch braucht sich dieser Titel nicht zu verstecken. Der Cel-Shading-Stil des Vorgängers „Atelier Totori: The Adventurer of Arland“ wurde weiter überarbeitet, insbesondere Lichteffekte und Landschaften sind besonders schön anzusehen. Auch die verschiedenen Charaktere stechen mit deutlichen Merkmalen hervor, wenn auch viele Gegner wiederum lediglich aus den vorhergehenden Titeln wiederverwendet wurden und dadurch manchmal fehlplatziert wirken.

Das Hauptziel besteht darin, Arls zu neuer Glorie zu verhelfen. Dazu erhält Meruru Briefe der Einwohner mit Vorhaben für Entwicklungsarbeiten. Diese überbringt sie Rufus, der daraufhin konkrete Aufgaben aus den Gesuchen herleitet. Oftmals müssen hierbei Gegenstände gesammelt, Utensilien hergestellt oder bestimmte Gegner bezwungen werden. Erfüllt man die auferlegten Aufgaben, entwickeln sich die verschiedenen Gebiete nach und nach weiter, sodass unter anderem ein Wald sich mit der Zeit zu einem Bauernhof mit Feld und Vieh entwickelt. Ferner sind durch die Entwicklungsarbeiten bessere Gegenstände zu finden und „Development Points“ (DP) zu erhalten. Mit letzteren können in Arls Einrichtungen errichtet werden, welche in diversen Boni resultieren. Um die Entwicklungen finanzieren zu können und die eigene Popularität zu steigern, können in der Taverne von Arls Kleinaufträge mit ähnlichen Aufgaben angenommen werden, diese tragen allerdings nicht zur Entwicklung bei.






Bei der oft verwendeten Alchemie werden verschiedene Gegenstände zu einem neuen synthetisiert. Viele Eigenschaften der verwendeten Zutaten können dabei auf das neue Erzeugnis übertragen werden. Viele Entwicklungsarbeiten sind sogar schneller abzuschließen, sofern die benötigten Gegenstände bestimmte Eigenschaften aufweisen. Neu in diesem Teil der Serie ist das Leveln von Eigenschaften. Werden verschiedene Stufen einer Eigenschaft in einem Synthesevorgang verwendet, ergeben eine noch stärkere Ausprägung dieser. Insgesamt sind die Menüs übersichtlich gestaltet und mit diversen Filteroptionen. Einziges Manko ist, dass sämtliche Menüs ausschließlich über das digitale Steuerkreuz zu navigieren sind.

Die Kämpfe in „Atelier Meruru: The Apprentice of Arland“ sind rundenbasiert. Jede der spielbaren Figuren verfügt über einzigartige Fertigkeiten und Waffen, der Einsatz von Items ist jedoch Alchemisten vorbehalten. Weiterhin besitzt Merurus Eskorte auch „Assist Gauges“, welche durch erfolgreiche Angriffe gefüllt werden. Verwendung findet der Einsatz dieser Anzeige bei zusätzlichen Angriffen, ultimativen Techniken und dem Schutze Merurus bei gegnerischen Attacken.




Verpackung Im Vordergrund des Covers befindet sich Meruru auf einem pastellblauen Hintergrund, rechts vom Spielelogo. Über diesem präsentieren sich die Charaktere Mimi und Lias in einem sepiafarbenen Ausschnitt der Burgtürme von Arls. In deutscher Sprache werden auf der Rückseite die Features genannt und einige Bilder aus dem Spiel gezeigt. Einen weiteren Trost bietet die recht ausführliche Spielanleitung in deutscher Sprache.

Mit der Spielverpackung selbst erhält man keine Extras, doch über den PlayStation Store lassen sich zusätzliche Inhalte herunterladen. Während die zusätzlichen Charaktere Rufus, Hanna und Pamela sowie ein großes Paket an alternativen Musikstücken aus der „Atelier“-Reihe sind gegen Bezahlung erhältlich, während das zusätzliche Gebiet „Makina Domain“ kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
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+ Interessante Kombination aus Entwicklungsstrategie und Rollenspiel
+ Balsam für die Ohren
+ Viele Verbesserungen im Vergleich zu den vorhergehenden Titeln
- Kein deutscher Bildschirmtext
- Steuerung durch Menüs unnötig aufwendig
- Teilweise wiederverwendete Gegner
Fazit „Atelier Meruru: The Apprentice of Arland“ mag kein Titel für Jedermann sein, Fans von japanischen Rollenspielen und ständigen Verbesserungen von Items und Gebieten wird allerdings jeder Herzenswunsch abgelesen. Diejenigen, die mit diesem Titel in die Arland-Sage einsteigen möchten, sei jedoch angeraten, sich vorher zumindest „Atelier Totori: The Adventurer of Arland“ zuzulegen, um teilweise heftige Spoiler zu vermeiden. Im Vergleich zu den beiden Vorgänger wurden beim großen Finale auch recht viele vorher mäßige Aspekte stark überarbeitet.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
3

Story
Story
2

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
1.5



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Grafiker: Nathalie Schöps /  unbekannt
Datum d. Artikels: 12.07.2012
Bildcopyright: Gust


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