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Theatrhythm Final Fantasy

Originaltitel: シアトリズム ファイナルファンタジー, Shiatorizumu Fainaru Fantajī
 
Zum 25. Jubiläum von „Final Fantasy“ beschert Square Enix Anhänger der langjährigen Spielereihe mit „Theatrhythm Final Fantasy“. Doch wie viel Inhalt steckt tatsächlich in dem Titel mit Hang zur fehlerhaften Ausschreibung? Wovor müssen sich diejenigen fürchten, die mit diesem Spiel in die Serie einsteigen möchten?
Inhalt „Cosmos und Chaos, zwei Götter, welche über jede Erschaffung wachen. Der Raum zwischen ihnen ist der Rhythmus. Hier wurde der Musikkristall geboren, welcher die Welt mit Harmonie erfüllt. Dennoch, die chaotischen Kräfte im Universum waren stärker, die Harmonie zerriss. Das einzige, was den Schein des Kristalls wiederherstellen kann, ist Rhythmia. Die musikalische Wellenlänge erfüllt allen Raum. Die melodische Reise der Helden beginnt…“

Mit diesen Zeilen wird das Spiel in englischer Sprache eingeleitet, ganz im Stil der älteren Titel der Serie. Bis auf den vagen Bezug zur „Dissidia Final Fantasy“-Reihe und einen letzten, unspektakulären Endkampf gegen Chaos nach etwa fünf Spielstunden, ist eine Handlung nicht existent. Ganz gleich, wie klischeehaft ein Plot umgesetzt worden wäre, wäre dieser ein weiterer Motivationsfaktor gewesen, anstatt gänzlich auf einen zu verzichten. Aus diesem Grund stört aber die englische Lokalisierung umso weniger, da die prägnanten Anleitungen und Beschreibungen mit einfachsten Englischkenntnissen zu verstehen sind. Die Aufgabe des Spielers besteht darin, Musikstücke der Hauptspiele der „Final Fantasy“-Reihe im Rhythmus nachzuspielen. Enthalten sind hierbei über 75 Tracks der 13 Haupttitel.

Veteranen der Spieleserie können sich auf endlose Referenzen und Szenen aus den Hauptspielen freuen. Was des eingefleischten Fans Freude ist, ist jedoch des Neueinsteigers Enttäuschung, zumindest langfristig. Zwar sind viele Referenzen nur von Kennern erschließbar, aber wieso sollte sich der Einsteiger weiter für „Final Fantasy“ interessieren, wenn er hier bereits Einblick auf Spielenden und Endgegner erhält?
Theatrhythm: Final Fantasy
Erscheinungstermin:06.07.2012
Preis (Amazon):39,90 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Geschicklichkeit, Musik
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Square Enix
Entwickler:Indies zero
Sprache:Englischer Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 6
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1 – 4 lokal
Vergleichbares:Ar Tonelico Qoga: Knell of Ar Ciel

UmsetzunG Grundsätzlich gilt es, den Rhythmus zahlreicher Tracks der „Final Fantasy“-Reihe via Bewegungen mit dem Touchpen nachzuspielen. Dabei werden die sogenannten Trigger in drei verschiedene Kategorien eingeordnet.

Touch Trigger: Das einfachste Kommando wird als roter Kreis dargestellt. Hier muss lediglich der Touchscreen im Takt angetippt werden.
Slide Trigger: Werden durch gelbe Kreise mit Pfeilen dargestellt. Bei diesem Kommando muss der Touchpen mit einer leichten Gleitbewegung in die angezeigte Richtung über den Touchscreen geführt werden.
Hold Trigger: Eine grünliche Linie, die von zwei grünen Kreisen umschlossen wird. Hier muss der Touchscreen vom ersten Kreis bis zum nächsten ohne Unterbrechung berührt werden. Kombinationen mit Slide Triggern, bei denen der Hold Trigger durch eine Gleitbewegungen abgeschlossen wird, können ebenfalls auftreten.

Generell wird jede Eingabe mit Rängen bewertet. Die beste Bewertung lautet „Critical“ und wird bei perfekten Eingaben vergeben, während noch akzeptable Bewegungen mit „Great“ und „Good“ bewertet werden. Die Begriffe „Bad“ und „Miss“, welche bei schlechten oder gar fehlenden Eingaben erscheinen, vermindern allerdings die Health Points (HP) und geben auch keine Punkte. Werden sämtliche HP verbraucht, endet die Partie sofort mit unbefriedigendem Ergebnis. Neben HP besitzt jeder der Charaktere einer Vierergruppe auch noch die Werte „Strength“, „Magic“, „Agility“ und „Luck“, welche innerhalb der Herausforderungen verschiedene Effekte erzielen. Weiterhin können die Gruppenmitglieder ihre voneinander unabhängigen Command Points (CP) dazu verwenden, unterstützende Fähigkeiten auszurüsten; ebenfalls lässt sich auch ein begrenzt nutzbares Item mitnehmen.

Die verschiedenen Tracks und damit die Herausforderungen erscheinen auf drei verschiedene Spielweisen.


Battle Music Stage (BMS): Die wohl herausforderndste Spielweise. Auf vier horizontalen Spuren laufen die Trigger von links nach rechts. Mit jedem guten Einsatz führen die Charaktere Angriffe aus, um schließlich die Gegner auf der linken Bildschirmseite zu bezwingen. Wer bestimmte Passagen erfolgreich absolviert, kann verheerende Beschwörungen herbeirufen. „Strength“ und „Magic“ sind hier von essenzieller Bedeutung.
Field Music Stage (FMS): Hier wandern die Trigger nur auf einer Spur von links nach rechts, jedoch muss während des Hold Triggerns der Touchpen zusätzlich bewegt werden. Bei erfolgreichen Bewegungen legt der Charakter größere Strecken zurück, während er bei Misserfolgen stürzt und durch den nächsten ausgewechselt wird. Falls bestimmte Abschnitte erfolgreich absolviert wurden, kann man kurzzeitig als Chocobo schneller reisen. Mit „Agility“ und „Luck“ können weitere Gegenstände ergattert werden.
Event Music Stage (EMS): Während im Hintergrund ein Video passend zur Musik läuft, wird der Cursor über den Bildschirm und somit über Trigger bewegt. Wer die Kommandos zum Schluss erfolgreich ausführt, darf sich auf eine Zugabe freuen. Weiterhin können „Agility“ und „Luck“ vor Schaden bewahren.









Werden Musikstücke erfolgreich beendet, winken Erfahrungspunkte, welche Level Ups bewirken und den Charakteren bessere Parameter sowie neue Fähigkeiten bescheren. Weiterhin wird Rhythmia gewonnen, welches in Schritten von 500 Punkten verschiedene Extras freischaltet. Insgesamt lassen sich die Musikstücke in drei Schwierigkeitsgraden spielen. Während man im vergleichsweise gemächlichen „Beginner Score“ manchmal den doch vorhandenen Rhythmus anzweifelt, bietet der „Expert Score“ ein formidables Tempo und auch einen Rhythmus, der deutlich aus dem jeweiligen Lied herauszuhören ist. Der „Ultimate Score“ bietet hingegen die ultimative Herausforderung für Augen und Hand.

Die genannten Spielweisen sind wiederum in drei unterschiedlichen Modi spielbar. Im „Series Mode“ können sämtliche Songs eines Haupttitels der „Final Fantasy“-Serie der Reihe nach gespielt werden, inklusive der Openings und Endings in Form von einfachen Minispielen, bestehend aus Touch Triggern. Im „Challenge Mode“ kann jeder Track einzeln und unabhängig nach Belieben gespielt werden. Der „Chaos Shrine“ ermöglicht das Spielen von sogenannten „Dark Notes“. Diese bestehen immer aus einem FMS und BMS und variieren selbst innerhalb des jeweiligen Songs in ihrer Schwierigkeit. Absolviert man eine „Dark Note“, erhält man sogleich eine neue, vom Zufall generiert. Dieser Modus kann auch lokal mit bis zu drei weiteren Mitspielern bestritten werden.





Ein weiteres Feature ist die „ProfiCard“. Diese lässt sich aus einer Auswahl von Motiven und Farben sowie einem Titel aus drei Segmenten und einer persönlichen Nachricht zusammenstellen. Weiterhin lässt sich eine „Dark Note“ anhängen. Über die „Streetpass“-Funktion des Nintendo 3DS lassen sich beide daraufhin mit anderen Spielern austauschen.

Die Auswahl der Musikstücke ist insgesamt gut. Viele bekannte Favoriten der vergangenen Jahre sind vertreten. Lediglich bei Tracks mit stimmlicher Begleitung scheinen die Lautsprecher des Nintendo 3DS etwas überfordert zu sein. Auf den ersten Blick wirkt die Grafik sehr eigen. Auf den zweiten Blick bringt der stark deformierte Stil, welcher konsequent durchgezogen wird, allerdings einen frischen Wind in die sonst ernste Spieleserie und vermittelt den Eindruck eines Puppentheaters, inklusive 3D-Effekt.
Verpackung Auf dem Cover sind die Hauptcharaktere auf einer bunten Notenlinie querbeet platziert und umhüllen das Logo auf der rechten Bildschirmseite. Unten sind die Altersfreigabe und das Logo des Publishers vertreten. Leider verdeckt die Altersfreigabe einen Teil des Gesamtbildes. Die Rückseite bietet einen Klappentext und Screenshots. Eine deutsche Anleitung vermittelt das ohnehin schon einfache Spielprinzip in allen Details.

Vorbesteller erhielten auch einen Touchpen, welcher auf das Spiel zugeschnitten ist. Mit mitgelieferten Stickern kann das Ende des Griffs verziert werden. Lediglich die Verpackung in einer einfachen Plastiktüte ist unspektakulär.




Der Titel allein bringt allerdings schon Extras mit. Sämtliche Musikstücke und Filme können mit einer bestimmten Menge an Rhythmia freigeschaltet werden. Zahlreiche virtuelle Sammelkarten und 64 spielinterne Trophäen sorgen langfristig für Spielspaß.

Wem das alles noch nicht genug ist, kann sich zusätzliche BMS und FMS zum Preis von je einem Euro herunterladen. Die Auswahl an Liedern wird stetig erweitert.
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+ „Final Fantasy“ musikalisch erleben
+ Zahlreiche Spielmodi
+ Langer Spielspaß durch freischaltbare Extras
- Keine Story
- Spoiler für Einsteiger in die Serie
- Insgesamt wenig Spieltiefe
Fazit Obwohl „Theatrhythm Final Fantasy“ in den einzelnen Kategorien dürftig abschneidet, so bietet es Veteranen die optimale Möglichkeit, in nostalgischen Zeiten zu schwelgen und die vielseitige Musik der Serie neu zu erleben. Für diejenigen, die sich bisher noch nie mit „Final Fantasy“ beschäftigt haben, sei vom Kauf allerdings abzuraten, sofern sie hiermit in die Serie einsteigen möchten. Allgemeine Musikfans jedoch können mit "Theatrhythm Final Fantasy" eine neue Erfahrung mit Rollenspiel-Elementen machen.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
1

Multiplayermodus
Multiplayermodus
5.5

Gesamtnote


3.1
Gamedesign
Gamedesign
3

Story
Story
6

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
2

Preis/Leistung
Preis/Leistung
3

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Roberto Czumbil /  RobbPlus
Datum d. Artikels: 20.08.2012
Bildcopyright: Indies zero Corporation, Square Enix


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