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Japanische Süßigkeiten sind...anders. Wie anders, das haben fünf unserer Redakteure in "spektakulären Selbsttests" herausgefunden und die Ergebnisse wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten...!

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Pokémon Schwarze Edition 2

Originaltitel: ポケットモンスターブラック2, Poketto Monsutā Burakku Tsū
 
Wie in bisher jeder Generation von „Pokémon“-Editionen, erwartete man nach den Haupteditionen Schwarz und Weiß eine weitere Edition – möglicherweise Grau. Stattdessen überrascht Game Freak bisherige Anhänger mit zwei zusätzlichen Editionen. Neues Marketing oder steht das zweite Schwarz auf eigenen Beinen?
Inhalt Eines idyllischen Tages werdet ihr von eurer Mutter gefragt, ob ihr mit Pokémon durch die Welt ziehen und einen Pokédex von Professor Esche füllen wollt. Natürlich lasst ihr euch dieses Abenteuer nicht entgehen und begebt euch auf die Suche nach der Assistentin von Professor Esche, welche sich in eurer Heimat, dem entlegenen Eventura City, nicht auskennt. Euer Freund und gleichzeitiger Rivale erweist sich dabei als helfende Hand. Schließlich findet ihr die gesuchte Person an der Aussichtsplattform der Stadt. Sie stellt sich euch als Bell vor und lässt euch eines von drei Pokémon aussuchen, mit welchem ihr eure Reise zum Füllen des Pokédex beginnt. Kaum seid ihr ein waschechter Pokémon-Trainer, fordert euch euer Rivale zu einem Match heraus. Nach diesem verlässt er jedoch Eventura City eiligst, um stärker zu werden und das Pokémon seiner Schwester ausfindig zu machen, welches vor fünf Jahren von Team Plasma, welches vor zwei Jahren Pokémon und Menschen trennen wollte, gestohlen wurde.

Auch ihr macht euch auf den Weg – um eurem Freund eine Karte zu überbringen, welche er vergaß – und gelangt schließlich nach Dausing, wo ihr dem scheinbar souveränen Trainer Lauro begegnet. Dieser schlägt euch vor, eure Kraft als Trainer im Kampf gegen die verschiedenen Arenaleiter der Einall-Region unter Beweis zu stellen, nachdem ihr die Karte abgeliefert habt. Letztendlich findet ihr euren Freund im anliegenden Dausing-Hof, doch als ihr den Bewohnern des Hofs bei der Suche ihrer Pokémon behilflich seid, macht ihr eine unglaubliche Entdeckung auf Männer in Schwarz…

„Pokémon Schwarze Edition 2“ spielt zwei Jahre nach „Pokémon Schwarze Edition“ und knüpft an den dortigen Ereignissen an. So haben sich unter anderem Bell und Cheren für ihren Weg entschieden, ebenso werden N und der Trainer des Vorgängers in Dialogen erwähnt. Insgesamt arbeitet die Rahmenhandlung mit viel Emotion, zu welcher allerdings die jüngere Zielgruppe eher Zugang finden wird.
Pokémon Schwarze Edition 2
Erscheinungstermin:12.10.2012
Preis (Amazon):34,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Strategie
Konsole:Nintendo DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:GAME FREAK
Sprache:Deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 0
PEGI: 0
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1
Spielzeit:40+ Stunden
Vergleichbares:Pokémon Weiße Edition 2

UmsetzunG Das grundsätzliche Prinzip von Pokémon hat sich auch nach 17 Jahren nicht verändert: Ihr wandert als Trainer gefahrlos durch die Welt und lasst eure Pokémon gegen ihre Artgenossen rundenbasiert antreten. Jedes Pokémon kann sich gleichzeitig vier Attacken merken, deren Einsatz durch sogenannte Angriffspunkte (AP) limitiert ist. Langweilig? Keineswegs! Mit über 600 verschiedenen Arten, die zu 17 verschiedenen Typen oder einer Kombination aus diesen angehören, über 300 Attacken mit verschiedenen Wirkungen und zahlreichen Items zur Verbesserung unterschiedlicher Aspekte der Pokémon schaffen nahezu unendlich viele Möglichkeiten, zumal selbst zwei Exemplare der gleichen Spezies kaum Gemeinsamkeiten miteinander aufweisen. Während man in der Wildnis Pokémon trifft, die sich geschwächt mit sogenannten Pokébällen einfangen lassen und fortan dem eigenen Team von bis zu sechs Pokémon hinzugefügt werden können, bieten Kämpfe gegen andere Trainer die ultimative Herausforderung, um insbesondere das Wissen der Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Typen unter Beweis zu stellen. Natürlich können geschwächte und besiegte Pokémon über Items kuriert werden, doch die durch ganz Einall verteilten Pokécenter bieten diesen Service völlig umsonst an. Dort sind ebenso Läden enthalten sowie ein Computer, in dem unter anderem nicht eingesetzte Pokémon ihren Platz finden.






Neben eurem Ziel, der Beste unter den Besten zu werden, gilt es auch, den Pokédex mit Daten über die gefangenen Pokémon zu füllen. Doch auch darüber hinaus gibt es viele Dinge in der weitreichenden Einall-Region zu entdecken. So könnt ihr euch unter anderem als Filmstar in Pokéwood versuchen, der Filmschmiede schlechthin. Der eigentliche Dreh erfolgt spieltechnisch durch Rätsel in Form von konstruierten Pokémon-Kämpfen. Ebenfalls könnt ihr mit der Einklangspassage euren persönlichen Ort kreieren. Werdet ihr von anderen Trainern besucht, könnt ihr diese einzigartige Geschäfte eröffnen oder vorhandene besuchen lassen, um das Wachstum eures Ortes anzukurbeln. Weiterhin bietet euch das Pokémon World Tournament (PWT) die Möglichkeit, in Turnieren gegen renommierte Trainer, darunter besiegte Arenaleiter, anzutreten. Ganz gleich, wonach es euch strebt, Langeweile ist in der Einall-Region ein Fremdwort! Leider kann erst nach dem Durchspielen die gesamte Region mit sämtlichen Attraktionen erkundet werden.






Game Freak versucht auch nach über zehn Jahren den grafischen Stil aus 1996 beizubehalten, sodass das Spiel auch heute eine Welt aus der Vogelperspektive präsentiert und vollends mit 2D-Sprites arbeitet, wenn auch Ansätze eines dreidimensionalen Designs und die Pokémon in Animationen zu sehen sind. Nostalgiker mögen dies vielleicht als charmant empfinden, fest steht jedoch, dass grafisch mehr herauszuholen ist. Der Sound ist eine bunte Mischung aus fröhlichen und idyllischen Tracks, aber auch schneller, motivierender Kampfmusik.






In Sachen Konnektivität ist der Titel hingegen ein Koloss. Bereits über zwei Systeme der „Nintendo DS“-Familie lassen sich Kämpfe und Tauschvorgänge der Pokémon austragen. Ebenso kann man zeitgleich mit bis zu 100 Spielern per Drahtlosübertragung in sogenannten „Transfermissionen“ wetteifern, welche bei Sieg mitunter diverse Spielboni gewähren. Zwischen den beiden neuen Editionen können sogar ganze Spielelemente ausgetauscht werden. Mittels WLAN kann ebenso gekämpft und getauscht werden, sowohl mit eingetragenen Freunden als auch fremden Spielern. Erfreulich ist dabei, dass die Online-Features auch mit einer WPA2-Verschlüsselung des Routers spielbar sind. Weiterhin kann jeden Tag ein Pokémon für diverse Features in die „Pokémon Dream World“ gesendet werden. Besitzer eines Nintendo 3DS oder einer der direkten Vorgängereditionen haben weiteren Grund zur Freude: Während Erstere über die Zusatzsoftware „Pokémon Traumradar“ an exklusive Pokémon und Items kommen, können Letztere den Genuss zusätzlicher Sequenzen erlangen.
Verpackung Das Cover der Hülle von „Pokémon Schwarze Edition 2“ wird von dem Pokémon Kyurem im neuen Gewand auf einem schwarz-blauen Hintergrund beherrscht. Die Rückseite beschreibt knapp die wichtigsten Neuerungen im Franchise. Stark verkleinerte Bilder geben einen weiteren Eindruck vom Spiel. Neben dem Spielmodul ist auch ein Handbuch enthalten, welches in diversen europäischen Sprachen die Grundprinzipien eingehend beschreibt.
+ Umfangreiches Gameplay
+ Viele Multiplayer-Optionen
+ Onlinemodi mit WPA2 kompatibel
- Story für ältere Spieler kaum interessant
- Gesamte Spielwelt erst nach Durchspielen erkundbar
- Grafik bleibt insgesamt nostalgisch
Fazit Natürlich sind zusätzliche Editionen, deren Basis aus direkten Vorgängern bestehen, eine effiziente Marketing-Strategie. „Pokémon Schwarze Edition 2“ bringt jedoch genug Neuerungen und Verbesserungen mit, um sich als eigenes Spiel behaupten zu können. Für die Zukunft bleibt lediglich zu hoffen, dass sich die Hauptreihe grafisch weiterentwickelt.
Grafik
Grafik
3

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
2.5

Gesamtnote


1.8
Gamedesign
Gamedesign
1

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
2

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
1.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1.5

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 17.11.2012
Bildcopyright: Game Freak


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