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Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Originaltitel: ポケモン不思議のダンジョン ~マグナゲートと∞迷宮~ / Pokémon Fushigi no Dungeon ~Magnagate to Mugendai Meikyū~
 

Die Reihe „Pokémon Mystery Dungeon“ hält Einzug auf dem „Nintendo 3DS“. Besteht der Titel sein Debüt und kann er auch in 3D-Optik überzeugen? Wir werden sehen…

Inhalt

Der Spieler findet sich in einer irrealen Welt wieder. Hilferufe lassen ihn aufhorchen und eine Vision offenbart, wie der eine Somniam von dem viel größerem Trikephalo verfolgt wird. Einem hellen Licht folgend, stürzt er vom Himmel hinab und landet in einer Welt, die nur von Pokémon bewohnt wird.

Bewusstlos liegt der Spieler in seiner neuen Gestalt auf dem harten Boden und wird zum Glück von einem anderen Pokémon gefunden. Das Pokémon ist sehr erleichtert, als der Gefallene wieder zu sich kommt und gleich beginnt das Kennenlernen. Auch davon, dass man eigentlich ein Mensch ist, wird in dem Gespräch berichtet. Natürlich erstaunt die Tatsache den Gegenüber sehr, weckt aber auch die Neugierde. Kurzerhand wird die Freundschaft beschlossen und man bricht zusammen auf.




Nachdem die Hürde einer zerstörten Brücke genommen worden ist, kommt man in ein neues Gebiet. Dort trifft auf man auf Morlord, welcher den Kameraden ein Wüstengebiet verkauft, auf dem ihr Pokémon-Paradies entstehen soll. Außerdem berichtet er von mysteriösen Dungeons, die sich immer mehr ausbreiten würden…
 
Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit
Erscheinungstermin:17.05.2013
Preis (Amazon):32,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, RPG, Strategie
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Spike Chunsoft
Sprache:Deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 0
Spieleranzahl:4 (lokal)
Spielzeit:50+ Stunden
Vergleichbares:Pokémon Mystery Dungeon Erkundungsteam Himmel

UmsetzunG

Während in den Vorgängern durch einen Fragebogen entschieden wurde, welches Pokémon man spielt, kann man neben Pikachu und Milza hier noch zwischen den Starter-Pokémon der fünften Generation (Serpifeu, Floink und Ottaro) wählen. Wenig später bestimmt man dann welche der genannten Pokémon als Partner agieren sollen. Das Spielprinzip bleibt dasselbe, die große Gefahr muss abgewendet werden, aber natürlich braucht das Unterstützung. Innerhalb der Dungeons, die es zu erkunden gilt, kann man daher neue Freunde gewinnen. Allerdings ist die Anzahl deutlich geschrumpft, von ehemals bei den DS-Vorgängern 500 zu rekrutierenden Pokémon sind gerade mal 144 übriggeblieben.

An der grafischen Umsetzung gibt es nichts auszusetzen. Sowohl im eingeschalteten als auch ausgeschalteten 3D-Modus sind die Umgebungen einfach malerisch und detailliert gestaltet. Die 3D-Modelle, sowie die optische Tiefe, kommen gut zur Geltung, vor allem natürlich in den Zwischensequenzen. Auf eine Sprachausgabe wurde gänzlich verzichtet, was bei den teilweise ellenlangen Dialogen leider sehr ermüdent sein kann. Bis der Spieler endlich richtig ins Spiel einsteigen kann, vergeht eine gefühlte Ewigkeit.




Das Intro ist in Bezug auf die Animationen durchaus sehenswert, allerdings haben wir das Phänomen – Mensch wird zu Pokémon – nun auch schon in allen bisherigen Teilen gesehen, dazu kommt noch das sehr lange Gespräch mit dem neuen Partner und das ausführliche Tutorial. Dieses Gesamtpaket kann schon zu Beginn zu Frust führen. Aber leider hört es damit auch nicht auf. Auch innerhalb des Spiels muss man sich oft die immer gleichen Erklärungen oder Aussagen zu Gemüte führen. Zu allem Frust kann man diese Passagen weder abbrechen noch beschleunigen.

Wo Schatten sind, da ist aber auch Licht. Motivation dafür, das Spiel dennoch nicht aufzugeben, ist vor allem der Bau des eigenen Pokémon-Paradieses. Das trockene Ödland wird in fruchtbares Gut umgewandelt auf dem Wälder, Wiesen oder Seelandschaften erstehen. Außerdem kann man sogar Landwirtschaft betreiben oder auch Geschäfte und Attraktionen, wie Losbuden oder Tauchstationen, bauen. Später können die Gebäude noch modifiziert oder wieder dem Erdboden gleichgemacht werden.



Allerdings liegt das Hauptaugenmerk wieder auf dem Erkunden der zufallsgenerierten Dungeons, die sich bei jedem erneuten Betreten verändern. Dafür können bis zu vier Pokémon in einem Team sein, wobei man wieder nur den Anführer steuert, die Gefährten agieren auch im Kampf selbstständig. Von den Kameraden können die Verhaltensmuster angepasst werden, so kann man beispielsweise angeben, ob der Gefährte draufgängerisch oder eherr zurückhaltend sein soll.
Eine Erleichterung ist vor allem, dass wirklich alle Pokémon – also auch die, die nicht im Team sind – etwas von den Erfahrungspunkten bekommen. Die häufig verwendeten Attacken können sich sogar zu stärkeren weiterentwickeln. Auch hier wird bei einem Aufstieg diese Weiterentwickelung bei allen Pokémon, die die Attacke gelernt haben, vollzogen. Außerdem gibt es die sogenannte „Team-Attacke“, die jedoch nur von Zeit zu Zeit zu Verfügung steht. Um dieses auszugleichen ist sie aber besonders stark. Wie der Name schon vermuten lässt, greifen alle Teammitglieder den Gegner gleichzeitig an.

Ein großes Manko ist, dass man nicht mehr mehrere Aufgaben im gleichen Dungeon zur gleichen Zeit ausführen kann, was den ganzen Spielverlauf in die Länge zieht. Zwar kann man die Hilfegesuche, welche nicht zur Handlung gehören, durchaus ignorieren, wird dadurch aber auch jedes Bauvorhaben aufgeben müssen. Einen Mehrspielmodus gibt es nur lokal, bis zu vier Spieler können sich so verbinden und gemeinsam ein Team bilden. Auch die Hilfegesuche, die ansonsten über die Weitergabe eines Codes funktionieren, können nun über den StreetPass versendet werden. Leider wurde versäumt auch einen Mehrspielmodus über das Internet zu ermöglichen.



Die Entwickler haben es sich allerdings nicht nehmen lassen, die unterschiedlichen Agiermöglichkeiten des Handheldes auszunutzen. Beispielsweise kommt bei dem Tauchen nach Schätzen der Neigungssensor zum Einsatz. Mit der Kamera kann man sich auf die Suche nach den Magmaportalen machen und 26 weitere Dungeons freischalten. Hierfür sucht man die reale Umgebung nach runden Gegenständen und Formen ab, wenn sich der Sucher dann blau färbt wurde ein Portal gefunden. Auf der offizellen Seite gibt es ein Minispiel mit dem man Codes für Bonusobjekte verdienen kann.
Verpackung

Das Spiel befindet sich in der üblichen Hülle. Innerhalb der Hülle findet man eine kurze Spielanleitung mit den wichtigsten Punkten, diese ist auch eher dafür gedacht, die Erinnerung aufzufrischen, wenn man etwas aus dem Tutorial vergessen hat. Ansonsten befindet sich nur noch Werbung unter dem Blätterwerk.

<br />
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+ hochwertige Grafik
+ Ausbau des eignen Dorfes
+ interaktives Spielprinzip

- deutlich geschrumpfte Zahl an Pokémon
- nur lokaler Mehrspielmodus
- unnötige Wiederholungen

Fazit

„Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit“ bietet auf jeden Fall eine malerische Grafik und auch die 3D-Modelle kann man schnell ins Herz schließen. Was allerdings das Gamedesign betrifft, hinkt der Teil leider hinter seinen Vorgängern her. Für den Preis von knapp 33 Euro bekommt man jedoch eine lange Spielzeit geboten, die man heutzutage leider oft vergebens sucht. Fans des „Pokémon“-Franchise sollten auf jeden Fall einen Testlauf wagen. Wer nach dem Durchspielen immer noch nicht genug hat, kann auf kostenpflichtige Dungeons, die im eShop gedownloadet werden können, zurückgreifen. Diese kosten zwischen 1,50€ und 3,00€.

Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2

Gesamtnote


2.2
Gamedesign
Gamedesign
3

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
4

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor:
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 28.07.2013
Bildcopyright: Spike Chunsoft, Nintendo


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