Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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Hyperdimension Neptunia

Originaltitel: Chōjigen Geimu Neputyūnu (超次元ゲイム ネプテューヌ)
 
Wenn sich die Konsolen-Göttinnen verkrachen, dann wird es heiß in Celestia. Doch der Konsolen-Krieg läuft nun schon so lange, dass sich die vier Damen gar nicht mehr so richtig daran erinnern, warum er eigentlich stattfindet. Als eine von ihnen jedoch plötzlich als Mensch mit Gedächtnisschwund auftaucht, wird die Sache kompliziert.
Inhalt In einer Parallelwelt namens Gamindustri existieren vier Länder: Leanbox, Laststation, Lowee und Planeptune. Diese werden jeweils von ihrer eigenen CPU – der Console Patron Unit – beschützt, welche die Namen Vert, Noir, Blanc und Neptune tragen. Soweit, so gut, doch in letzter Zeit werden die Göttinnen-CPUs eigentlich kaum noch gesehen und jedes Land hat seine eigenen Probleme. Das futuristische Planeptune wird von Monstern geradezu überrannt, während auf dem industrielastigen Laststation im Moment eine Firma namens Avenir große Macht ausübt. In Lowee, das sich von der Landschaft und Gemeinschaft sehr von den anderen unterscheidet, hat sich still und heimlich eine Gruppe namens „Die Gilde“ gegründet und ist nun dabei, Ärger zu machen. Und auch das von Natur nur so strotzende Leanbox hat mit seinen strengen Bewachern zu kämpfen. Und zu allem Überfluss haben die vier CPUs nichts besseres zu tun als ihr HDD zu aktivieren und in ihrer transformierten Gestalt als Green Heart, Black Heart, White Heart und Purple Heart gegeneinander anzugehen.
Da der Konsolen-Krieg nun aber schon ewig zu gehen scheint, entscheiden sie sich dafür, einmal etwas anderes zu versuchen. Drei von ihnen sollen sich gegen den Gegner verbünden, mit dem sie am meisten Probleme haben. Und so kommt es, dass Purple Heart sich nun mit drei Gegnern konfrontiert sieht und den Kürzeren zieht. Sie fällt aus Celestia direkt hinunter zu Gamindustri und hat dabei einen seltsamen Traum. Jemand namens Histoire ruft nach ihr und sagt ihr, dass sie sie finden muss. Da wird die CPU auch schon von einer jungen Dame namens Compa aufgeweckt. Sie findet sich in Gamindustri wieder, doch leider hat sie ihr Gedächtnis verloren. Was wird sie nun tun?
Hyperdimension Neptunia
Erscheinungstermin:04.03.2011
Preis (Amazon):49,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure, RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:NIS America
Entwickler:Nippon Ichi Software
Sprache:Englisch, Japanisch
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1 Spieler
Spielzeit:ca. 40 Stunden
Vergleichbares:Hyperdimension Neptunia Victory

UmsetzunG Soviel also zu der lustigen Story. Doch worum geht es nun eigentlich? Nun, Neptune macht sich auf, Histoire zu finden, die eventuell die Rettung für Gamindustri und das Ende des Konsolen-Krieges sein könnte. Und dafür muss sie nicht nur die verschiedenen Länder besuchen, sondern auch Dungeons durchqueren. Und diese kommen NIS-Freunden wahrscheinlich ziemlich bekannt vor. Wer schon einmal „Trinity Universe“ gespielt hat, der weiß, dass viele Texturen, Ideen und auch das ganze Prinzip eigentlich von dort stammen. Das muss jetzt nicht unbedingt etwas schlechtes bedeuten, allerdings wurde das Prinzip etwas vereinfacht.
Das Spiel bezeichnet sich selbst als Dungeon Crawler und somit ist klar, dass diese eine wichtige Rolle spielen. Leider wirken sie jedoch oftmals sehr gleich – wie aus einem Baukasten, der limitierte Optionen hatte. Die einstöckigen Dungeons halten dann meist irgendwo einen bestimmten Gegner oder Gegenstand für die Gruppe bereit, der ihnen hilft, in der Geschichte voran zu kommen. Dabei wird dann oft auf kleine Tricks wie Special-Skills der verschiedenen Charaktere gesetzt. So kann man, wenn man den richtigen Gegenstand besitzt, beispielsweise mit Neptune einen Hammer nutzen, um versperrte Wege zu öffnen. Compa hingegen kann mit einer Glocke mehrere Gegner rufen, die dann in einem verketteten Kampf gegen die Gruppe antreten. Danach gibt es kurzzeitig keine zufallsbedingten Kämpfe mehr.





Und wie gestalten sich die Kämpfe? Rundenbasiert. Oben in der rechten Ecke des Bildschirms wird dabei immer klar ersichtlich eine „Timeline“ gezeigt, die eine Übersicht gibt, wer wann zum Zuge kommt. Ist dann einer der eigenen Charaktere dran, gilt es, anzugreifen. Dies geschieht, indem man die verschiedenen Tasten des Controllers drückt, welche wiederum unterschiedliche Aktionen verursachen. So kann man Fernkampf-Combo, wie Nahkampf-Combo auslösen. Und wenn einmal gar nichts mehr geht, löst man Neptunes HDD-Drive aus und verwandelt sie in eine CPU, die natürlich stärker ist. Doch was, wenn man wirklich einmal Probleme bekommt und ein Item nehmen möchte?
Dann wird es etwas komplizierter. Denn Items im oder außerhalb des Kampfes einfach so zu benutzen funktioniert nicht. Dafür existieren bei jedem Charakter Punkte, die ihn dazu verleiten, ein eingestelltes Item in einer bestimmen Situation mit einer gewissen Prozentzahl automatisch einzusetzen. Klingt kompliziert, kann es manchmal auch werden.
Zwar kann man diese Punkte während des Kampfes noch verändern, doch man endet deswegen meist dabei, dauernd irgendetwas umzustellen und stört so eventuell doch den eigenen Spielfluss. Und das ist bei weitem nicht alles, was sich einstellen lässt.

Denn auch Combos lassen sich selbst editieren, was unter anderem wirklich anstrengend werden kann. Skills bekommt man, wenn man Disks findet. Meistens handelt es sich dabei dann um eine sognannte R-Disc – eine Read-Disc. Doch hin und wieder gelangt man auch in den Besitz von RW-Discs – die Read/Write-Discs. Diese lassen sich editieren und somit kann man hier seine Combo so gestalten, wie man sie gerne hätte. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn selbst das Logo, dass während der Ausführung zu sehen ist, kann verändert werden. Wenn man ein kompatibles Bild auf seiner Playstation speichert, kann diese es dann in das Spiel als Symbol der Combo anzeigen, was natürlich eine sehr interessante Sache ist. Leider wird man irgendwann dazu neigen, die Skill-Sequenzen zu überspringen und dann hat man davon nicht mehr den gewünschten Effekt. Glücklicherweise muss man sich die Skills nicht immer ansehen, denn das würde die Kämpfe unnötig in die Länge ziehen – und lang sind sie meist sowieso. Ob sie allerdings auch fordernd sind, ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Für viele dürfte der Schwierigkeitsgrad jedoch etwas zu leicht geworden sein.

Und hat man seiner Combo den eigenen Stempel aufgedrückt, so kann man das ebenfalls mit der Protagonistin tun. Das ist jetzt nicht das, was ihr vielleicht denkt, sondern man kann auf ihrem Rücken ebenfalls ein eigenes Symbol abdrucken.
Wem das alles immer noch nicht genug ist, der kann natürlich auch die Ausrüstung ändern und dabei auch dekorative Items verwenden. Für den Kampf empfiehlt es sich sogar, die CPU-Ausstattung gleichfalls immer zu upgraden. Mit verschiedenen Processor-Units bekommt man so eine noch stärkere Göttin. Somit gibt es auch hier wieder weit mehr zu editieren, als es vielen lieb sein dürfte, doch dafür ist NIS ja bereits bekannt.
Wer sich mit anderen messen möchte, der kann das dank Online-Rankings übrigens auch tun. Dort wird dann gezeigt, wer wie lange gebraucht hat, um sein Ziel zu erreichen.

Was macht das Spiel nun aber eigentlich aus? Die Dungeons oder Aufgaben? Beides eher weniger. Sie wirken meist sehr ähnlich, man sucht eigentlich immer nur nach irgendwas und geht dann wieder und die Kämpfe werden für viele weit weniger fordernd sein, als das ganze editieren und einstellen.
Dann vielleicht das Design? Sicher, die Figuren sind süß bis sexy und hübsch anzusehen, doch leider ist die Grafik veraltet und wird der Konsole eigentlich alles andere als gerecht.
Ist es dann die Story? Hier scheiden sich die Geister. Sicher ist es interessant, ob Neptune ihre Aufgaben erfüllen und nach Celestia zurückkehren kann, doch leider tritt das hin und wieder in den Hintergrund.
Was ist es dann, dass viele dazu verleitet dieses Game zu spielen? Der Witz. Es ist schon beinahe unglaublich wie viele Game-Szene Insider und vor allem auch Parodien sich hier finden. Und dabei beschränken sie sich nicht nur auf Reihen wie beispielsweise „Final Fantasy“ und „Street Fighter“, oder finden es bemerkenswert, wie die Transportfirma „Tetris“ ihre Fahrzeuge belädt, sondern auch Charaktere oder Firmen werden aufs Korn genommen – von den Konsolen und ihren Persönlichkeiten ganz zu schweigen. So treten auch zwei Personen namens Gust und Nisa auf – die Entwicklerstudios dieses Spiels. Wollt ihr einmal einkaufen, könnt ihr auf Amazoo.nep zugreifen, allerdings lassen Items sich nicht verkaufen.
Und somit ist der größte Spaß an dem Spiel tatsächlich die nie enden wollenden Parodien, Witze, Anspielungen und die Charaktere, die den Konsolen und Firmen eine Persönlichkeit verleihen. Selbst die eigentlich für den Spielverlauf unwichtigen Alltagsgespräche, die unter den Figuren geführt werden wirken irgendwie liebevoll und lustig. Dabei sieht man dann auch wieder das typische NIS Design, bei dem die Bilder der Charaktere eingeblendet und leicht animiert sind, während sich in alter RPG-Manier darunter der Text in einem Kasten auftut.
Man ist immer wieder überrascht, was die Schreiberlinge sich doch alles einfallen lassen und genau das macht es aus. Man will einfach weiter lachen und sieht so meist über die Mängel hinweg. Und natürlich darf hier und da auch der Fanservice einfach nicht fehlen.







Verpackung Verpackt ist das Spiel in einer handelsüblichen Playstation 3 Amaray-Hülle. Das Cover, auf welchem neben dem Schriftzug auch die vier CPUs in HDD Form zu sehen sind, wird leider von einem großen USK Logo teilweise verdeckt. Ein Wendecover gibt es leider nicht. Die Rückseite hat nur wenig Text, aber einige Bilder zu bieten.
Das Handbuch ist komplett in deutscher Sprache gehalten und erklärt größtenteils das, was man wissen muss. Leider ist die eine oder andere Stelle vielleicht ein wenig zu kurz geraten. Die Seiten sind schwarz-weiß und man findet noch eine Übersicht über die wichtigsten Charaktere des Spiels.
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+ Jede Menge lustiger Parodien
+ Hübsches Charakterdesign und viele vertonte Dialoge
+ Selbstgestaltung des Spiels und gratis DLCs
- Keine deutsche Sprachausgabe
- Dungeons leider recht eintönig
- Hauptstory tritt manchmal etwas in den Hintergrund
Fazit Eines muss klar gesagt sein – dieses Spiel ist eine reine Geschmackssache. Wer Spaß an Dungeon Crawling Games hat und nicht so viel Wert auf Abwechslung in Aufgaben legt, dafür aber Spaß am Editieren aller möglichen Einstellungen hat und auf Parodien und Witz steht, ist hier an der richtigen Stelle. Man muss jedoch entweder der englischen oder der japanischen Sprache mächtig sein, da die meist vertonten Dialoge nur in diesen beiden Sprachen und die Untertitel nur in Englisch vorhanden sind.
Wer jedoch eher abwechslungsreiche, fordernde Spiele auf neuerem Stand möchte, von „sinnlosem“ Geplänkel genervt ist und viele Einstellungen einfach nur nervtötend findet, der sollte sich besser nach einem anderen Spiel umsehen.
Grafik
Grafik
4

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
3

Gesamtnote


2.6
Gamedesign
Gamedesign
2



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 10.11.2013
Bildcopyright: Gust, NIS-America


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