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In einer Welt, in der Kriege durch den Einsatz von gewaltigen Drachen entschieden werden, gibt es nur einen einzigen Weg, diese Herren der Lüfte zu besiegen: Man muss ihnen auf den Zahn fühlen.

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Tales of Xillia

Originaltitel: テイルズ オブ エクシリア, Teiruzu obu Ekushiria
 
Das lange Warten hat ein Ende: Tales of Xillia hat nach 2 Jahren auch seinen Weg nach Deutschland gefunden. Doch in Japan rollt schon der Nachfolger vom Band. Auch wenn bisher nicht alle Spiele der Tales-Serie in Deutschland veröffentlicht wurden, so wächst die Fangemeinde dennoch immer mehr.
Inhalt Als Milla Maxwell ein großes Geistersterben fühlt, versucht sie diesem auf den Grund zu gehen. Ihr Gefühl treibt sie in eine militärische Forschungseinrichtung Fennmonts. Auf ihrer Suche nach dem Ursprung des Massensterbens trifft sie auf den jungen Medizinstudenten Jyde Mathis, der seine eigenen Probleme hat. Sein Professor ist plötzlich verschwunden und zuletzt wurde er in dieser Einrichtung gesehen. Aus diesem Grunde schnüffeln beide an Orten rum, an denen sie es eigentlich nicht sollten und stoßen dabei auf eine geheime Waffe.

Diese ist derart mächtig, dass sie das gesamte Mana des vermissten Professors und noch anderer Opfer regelrecht absorbiert.
Jyde wäre der nächste gewesen, hätte ihn Milla nicht gerettet. Diese scheint nämlich zu wissen, um was für eine Waffe es sich handelt und welches schlimme Ausmaß es annehmen kann, wenn diese erst zum Einsatz kommt.
Außerdem scheint Jyde zu spüren, dass Milla nicht von dieser Welt ist. Etwas Besonderes umgibt sie. Sie besitzt die Kraft der vier großen Elementargeister.
Die „Spyrix“-Waffe, wie Milla sie nennt, muss zerstört werden. Jyde ist noch unsicher, doch beide versuchen im Kampf die gefährliche Waffe zu vernichten und scheitern.
Leider werden dabei die vier Geister Ifrit, Undine, Sylph und Gnome, die Milla umgaben, von der Waffe absorbiert. Doch die beiden schaffen es zumindest das Artefakt zu stehlen, welches die Spyrix steuert. Während die Waffe noch existiert werden Milla und Jyde zu Schwerverbrechern erklärt und müssen fliehen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Jyde muss lernen Verantwortung zu übernehmen und Milla ohne die Hilfe ihrer Geister mit ihrem menschlichen Körper zu kämpfen. Dabei erhalten sie natürlich wichtige Hilfe von verschiedenen Verbündeten.
Die beiden haben die Hilfe auch nötig, denn es scheint sich ein großer Kampf zwischen zwei Ländern anzubahnen. Und was hat es mit „Spyrix“ auf sich, von der Milla im Bezug auf die Waffe spricht?
Tales of Xillia
Erscheinungstermin:09.08.2013
Preis (Amazon):55,00 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Namco-Bandai
Sprache:Englisch, deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Am selben Gerät
Spieleranzahl:1-4 Spieler
Spielzeit:45+ Stunden
Vergleichbares:Tales of Graces f

UmsetzunG Bevor man mit dem Spiel richtig durchstarten kann, muss man sich für einen der beiden Story-Stränge entscheiden: Jyde oder Milla. Diese beiden Story-Stränge zeigen die selbe Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven. Eigentlich ist es vorerst egal, mit welchem der beiden Charaktere man sein Abenteuer startet, denn die Hauptgeschichte bleibt gleich. Allerdings trennen sich Milla und Jyde ab und an und auch ihre Monologe bekommt man nur zu hören, wenn man sie als „Hauptcharakter“ wählt. Ebenso gibt es wenige Nebenquests, die nur von einer von beiden Personen durchgeführt werden können.
Danach lassen sich alle Optionen von Schwierigkeitsgrad über Sprachausgabe einstellen.

Alten Tales-Fans wird direkt eines der neuen Features auffallen: Die Kamera lässt sich frei bewegen. So lassen sich die vielen versteckten Gegenstände leichter ausfindig machen als zuvor. Bei den Gegenständen handelt es sich meistens um Materialien, die ihr für Nebenquests benötigt oder aber auch dazu verwenden könnt, die verschiedenen Läden (Waffenladen, Rüstungsladen, Accessoire Laden, etc.) aufzurüsten. In jedem Laden stehen für kurze Zeit "Aktionen" an, bei denen eine bestimmte Materialen-Gruppe Boni bringt. Es lohnt sich also öfter einmal vorbei zu schauen, oder sich die Materialen zu sparen, bis die Kategorie einmal mehr Punkte bringt. Denn je höher das Level, desto besser sind die Objekte im Laden, die man kaufen kann. Der Drang zum „Looten und Leveln“ wird vor allem dank der weiten, offenen Welten, aber auch verwinkelten Dungeons gefördert. Zum einen ist es immer wieder interessant gegen neue Gegnergruppen und gerade auch starke Gegner oder zusätzliche Bossgegner anzutreten. Aber auch die ganzen, teils gut versteckten Schatztruhen, Beutel und besondere Schätze mit im Spiel sichtbaren Accessoires oder Materialen zu sammeln macht wirklich Spaß.





Auch am hauseigenen Kampfsystem hat sich nicht viel geändert. Ihr befindet euch weiterhin in einem begrenzten Bereich mit euren Gegnern, die ihr mit verschiedenen Aktionen, sei es nun die Waffe, oder mit Magie, bezwingen müsst. Hierbei könnt ihr euch aber nicht nur in eurer Linie, sondern auch frei bewegen, die Gegner selbst anvisieren und Attacken parieren.
Das Besondere an „Tales of Xillia“ im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist die Verbindung, die ihr mit Charakteren eurer Gruppe eingehen könnt – das sogenannte Link-System. Ein Link besteht dabei aus zwei Charakteren. Verbindet ihr euch mit einem Charakter, werdet ihr durch einen „Faden“ als miteinander verbunden gekennzeichnet. Euer Partner-Charakter weicht dadurch nicht sehr weit von euren Fersen und hält euch manchmal sogar den Rücken frei, solltet ihr von hinten angegriffen werden. Jenachdem, welchen Charakter man wählt, werden dessen besondere Fähigkeiten aktiv. So wird man je nach Partner mal vor Magie-Attacken geschützt, mal durchbricht er die Verteidigung des Gegners und ein anderer hilft dem am Boden liegenden Spieler wieder auf die Beine. Außerdem nimmt sich euer Verbund-Charakter automatisch euren Gegner vor und greift diesen von hinten an. Das hat stärkere und längere Kombos zur Folge. Durch dieses Feature lässt sich der Kampf verschieden steuern. Mit eurer verbundenen Person könnt ihr dann auch besondere Kombo-Angriffe ausführen. Diese ist abhängig von der Arte-Leiste links im Bildschirm. Wenn diese sich vollständig füllt lassen sich in kurzer Zeit verschiedene, kräftige Angriffe mit eurem Partner ausführen. Die Leiste füllt sich durch die Angriffe, die ihr gegen die Gegner ausführt.
Zudem hat sich der Angriffszähler (AZ) aus „Tales of Graces F“ im Spiel gehalten. Wenn diese abgezählt sind, kann der Angreifer für kurze Zeit nichts tun. Leider wirkt „Tales of Xilla“ jedoch, vom Kampfverlauf her, etwas langsamer.

Beim Kampf kommt der Multiplayer erst richtig ins Rollen. Ihr könnt das Spiel allein oder mit bis zu 4 Spielern spielen. Dort darf sich dann jeder mit seinem Charakter am Kampfgeschehen beteiligen und zusammen einen Sieg erringen. Spielt man zu zweit, so kann man sich natürlich mit den übrigen beiden Charakteren verbinden. Sollte man sich jedoch mit einem anderen Spieler linken, so wird dieser für diese Zeit zu einem automatischen Charakter.
Eine weitere praktische Funktion ist, dass man bei Auto-Charakteren viel durch Einstellungen bestimmten kann. Sind sie offensiv oder defensiv? Sollen sie viele Spezial-Attacken verwenden und ab wann dürfen sie heilen? Auch ob sie sich mit anderen Charakteren verbinden sollen und wie oft kann eingestellt werden. Somit sind sie intelligente Helfer, gerade bei größeren Gegnern und man tut gut daran, sich öfter eine neue Taktik zu überlegen.
Im Gegensatz zu früheren Teilen, in denen man nur Auto-Objekte ein- und ausschalten kann, kann man hier nun auch einstellen, welche Items benutzt werden dürfen, mit welcher Prozentzahl diese verwendet werden dürfen und sogar, dass man sie nicht verwenden darf, wenn nur noch eine bestimmte Anzahl übrig ist. So werden die eigenen, teils wichtigen Objekte nicht mehr wahllos verbraucht, aber man muss dennoch nicht immer selbst den Kampffluss unterbrechen um etwas zu verwenden.
Ausrüstung kann übrigens ebenfalls noch im Kampf verändert werden, sollte man etwas Spezielleres benötigen.








Am Ende eines jeden Kampfes gibt es eine Wertung, der beste Kämpfer bekommt sein One-Liner, hin und wieder kommt es aber auch zu lustigen Gesprächen. Und natürlich bekommt jeder seine Wertungspunkte (WP). Diese kommen in der Liliumkugel zur Geltung. Die Liliumkugel ist euer Skilltree in Form eines Spinnennetzes. Mit den Wertungspunkten kauft ihr bestimmte Knotenpunkte ein und zeichnet so das Spinnennetz nach. Wenn ihr eine Wabe komplett umrundet habt schaltet ihr einen neuen Skill oder eine neue Fertigkeit frei. Nach und nach füllt sich das Netz und im Hintergrund wächst und entfaltet sich die Lilie, die mit der Zeit von mehreren Schmetterlingen umrundet wird. Allerdings müsst ihr zwei dieser Netze füllen, wenn ihr auf das höchste Level kommen wollt.

Angriff- oder Magie/Heilskills können direkt auf die O-Taste und in Kombination mit dem linken und rechten Analogstick verwendet werden. Die gelernten Fertigkeiten, welche alle passiv sind, können im Menü unter Verwendung von Fertigkeitspunkten ausgerüstet werden. Die Fertigkeiten sind unterschiedlich „teuer“, so kosten sie beispielsweise zwischen 2 und über 10 FP. Hier müsst ihr taktisch vorgehen und euch entscheiden, was euch wichtig ist.

Grafisch besitzt das Spiel seinen besonderen Charme, den er auch im neuen Gewand behalten hat. Der Stil der Charaktere und Umgebungen harmonieren wie noch nie. Dennoch gibt es kleine Abzüge. Manche Animationen wirken sehr steif, wie zum Beispiel das Haar einiger Protagonisten. Auch wirken einige Umgebungen oder Städte wie kopiert. Dies fällt besonders an den Häfen auf, die allesamt gleich aussehen – egal in welchem Land. Ebenso kommt man dem einen und selben Stadtbewohner mehrfach in einer Stadt entgegen, zumindest optisch, denn die NPCs bieten nicht viel Abwechslung im Aussehen. Dungeons hingegen besitzen diesen Faktor nicht. Zwiegespalten ist auch der Soundtrack. An manchen Stellen ist er passend, an anderen wirkt dieser in der Dauerschleife nur ermüdend. Allerdings erkennt man schon gleich beim ersten Song, dass man sich wieder in einem „Tales of“ befindet.

Positiv zu erwähnen ist das Schnellreisesystem, wie wir es vielleicht auch schon aus Spielen wie „Guild Wars“ kennen. Mit Tastendruck öffnet sich eine Weltkarte, mit der ihr Städte auswählen und durch Eingabetaste zu ihnen reisen könnt, sofern der Spielverlauf es zulässt.

Die Gespräche zwischen den Charakteren gestalten sich amüsant. Leider gibt es an der deutschen Lokalisierung auch negatives. Zum einen wurden für die deutsche Version die Namen anders geschrieben, als sie in der englischen Sprachausgabe zu hören sind. Zum anderen fielen diesen Namensänderungen auch Items zum Opfer, wodurch deren Erklärungstexte verwirren können. Auch die berühmten und beliebten Skits, beziehungsweise Plaudereien, wurden nicht abgeschafft und erheitern den Spieler oft. Taucht ein solcher auf, kann man per Tastendruck meist „Alltagsgespräche“ unter den Charakteren aufrufen. Dadurch werden deren Persönlichkeiten gefestigt und sie wirken greifbarer, als in anderen Spielen, in denen sie nur bei Ereignissen mal den Mund aufmachen.

„Tales of Xillia“ bietet eine fesselnde Geschichte aus zwei Perspektiven bei einer Spielzeit von mehr als 50 Stunden in einem Durchgang – natürlich kommt es auch darauf an, wie viele Nebenquests man abschließt.
Der Opening-Song „progress“ würde übrigens von Ayumi Hamasaki gesungen.

Verpackung Die Day-One-Edition ist wieder einmal sehr schön gelungen. Die weiße Außenhülle zeigt ein großes Artwork aller Charaktere. Auf der Rückseite bekommt man neben einem Text in drei Sprachen auch einige Screenshots und den Inhalt zu sehen. Beim Öffnen des Zierkartons muss man ein wenig vorsichtig sein.
Innenliegend befindet sich dann neben der Spielhülle in der Day-One-Optik ein Softcover-Buch namens „Tales of Xillia Character Book“. Hier bekommt man eine Beschreibung zu den wichtigsten Personen und jede Menge hochwertige Bilder. Zwar ist der Umfang ein wenig schwächer als bei „Tales of Graces F“, aber durchaus ein tolles Extra.
Die Spielhülle bietet Platz für eine weitere CD, welche eine Soundtrack-Auswahl beinhaltet.
Das Handbuch sieht auf den ersten Blick sehr dick aus, ist aber ebenfalls in drei Sprachen verfasst. So erklärt es auf wenigen Seiten das wichtigste, was man wissen muss. Es ist klar strukturiert und schön gestaltet, wenn auch leider nur in schwarz-weiß.
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+ schöne Cell-Shading Optik
+ umfangreiche Handlung
+ schönes Kampfsystem
- wiederholende Spielelemente (Umgebungen, Charaktere, etc. denen man schon mehrfach begegnet ist)
- Schwierigkeitsgrad auch im schweren Modus nicht taktisch fordernd
- ältere Grafik
Fazit Nun hat es zwar lange gedauert, bis das Spiel in Deutschland angekommen ist, doch um so länger ist die Spielfreude. Zwei Handlungsstränge und viele Nebenquests sowie Gegenstände bieten viel Sammel- und Levelspaß. Zwar gibt es einige Verbesserungsmöglichkeiten, dennoch ist er ein durchaus gelungener dreizehnter Teil der Tales of-Serie.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Multiplayermodus
Multiplayermodus
1.5

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
2

Story
Story
1.5

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
1.5

Preis/Leistung
Preis/Leistung
2.5

Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 24.11.2013
Bildcopyright: Namco Tales Studio, Namco Bandai Games


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