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Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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El Shaddai - Ascension of the Metatron

 
Eine innovative, fast experimentelle Grafik, ausgefallene, liebevoll gestaltete Welten und ein spannendes Kampfsystem sind die Elemente, mit denen "El Shaddai – Ascension of the Metatron" lockt. Zudem hat das Spiel von Magazinen sehr gute Bewertungen erhalten. animePRO hat den Titel nun auch für euch getestet.
Inhalt Das Spiel findet größtenteils auf der Erde statt, jedoch lange vor der heutigen Zeit, und in einigen wenigen Missionen auch im Himmel. "El Shaddai" ist einer der jüdischen Namen für Gott, was bereits darauf hinweist, dass der Plot des Spiels lose ein paar biblische Themen aufgreift und neu interpretiert, so zum Beispiel das "Äthiopische Henochbuch", das den Protagonisten Enoch als ausführenden Helden liefert.

Zu Beginn wird Enoch, eigentlich nur ein Schreiber im Himmel, von Lucifel, einem eher lässigen Schutzengel, der während des Spielverlaufs per Handy mit Gott kommuniziert und den Spielfortschritt speichert, beauftragt, auf die Erde zu reisen, um eine göttliche Mission zu erfüllen. Sieben gefallene Engel haben vor langer Zeit die sogenannten "Scherben der Weisheit" aus dem Himmel gestohlen und auf die Erde gebracht, um dort einen gewaltigen Turm zu errichten und die Menschen zu einer widernatürlichen Evolution zu verleiten, die Gott ganz und gar nicht in den Kram passt. Deswegen soll der Krieger Enoch, der bereits vor langer Zeit einmal die Erde besucht hat, den Turm finden, die Engel besiegen und zurück in den Himmel bringen. Tut er das nicht, wird sich nämlich der "Rat der Ältesten" dazu entschließen, eine gewaltige Flutwelle zu schicken, um die Erde zu reinigen, was jedoch auch die Vernichtung allen Lebens mit sich ziehen würde.

Deswegen macht Enoch sich auf, doch seine Reise dauert sehr lange, da der Turm in einer Dimensionsspalte versteckt ist – zumindest theoretisch, denn für den Spieler sind es nur zwei relativ kurze Kapitel. Jedes Stockwerk gehört einem der gefallenen Engel, die von den Menschen und ihren anderen Untertanen angebetet und verehrt werden. - Wenn auch nicht von allen, denn es gibt die "Freien Menschen", die einen Aufstand planen. Für den Spieler haben sie jedoch keine große Bedeutung.
Begleitet wird Enoch nicht nur von Lucifel, sondern auch von den vier Erzengeln Raphael, Gabriel, Michael und Uriel, welche ihm in der Gestalt von weißen Schwänen folgen und beistehen. Letzterer assistiert im späteren Verlauf des Spiels sogar zeitweise im Kampf im Rahmen des "Overboost-Modus".
Während Enoch den Turm erklimmt und gegen Feinde und verschiedene Bossgegner kämpft, erlebt er auch diverse Randhandlungen. So zum Beispiel die Geschichte der Nephilim, seltsam anmutende, niedliche und scheinbar unschuldige Wesen, die aus der verbotenen Zusammenkunft von Engeln und Menschen entstanden. Doch das kindliche Aussehen der Kreaturen täuscht über den tiefen Schmerz in ihnen hinweg, denn getrieben von Lebenshass und Verzweiflung beginnen sie, sich gegenseitig zu fressen. Dadurch wachsen sie immer weiter, bis sie zu Feuer-Nephilim mutieren, gewaltigen, zerstörerischen Wesen, denen sich auch unser Held entgegenstellen muss.
Nach einiger Zeit folgt ihm ein kleines Mädchen namens Nanna, die ihren eigenen Nephilim hat. Sie sucht ihn und führt ihn manchmal über kleinere Strecken durch die Welt, doch nachdem Enoch beim Kampf gegen einen gefallenen Engel in die Unterwelt gezogen wird und danach für einige Zeit zur Rettung zurück in den Himmel kehrt, wird Nanna zu einer erwachsenen jungen Frau namens Ishtar. Sie führt das Heer der freien Menschen an, um die gefallenen Engel zu besiegen und wird so zur Mitstreiterin an Enochs Seite.











El Shaddai - Ascension of the Metatron
Erscheinungstermin:08.09.2011
Preis (Amazon):48,84 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Ignition Entertainment Ltd.
Sprache:Englisch, Japanisch mit dt. Untertiteln
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1

UmsetzunG "El Shaddai - Ascension of the Metatron" ist ein Singleplayer aus der Third-Person-Perspektive. Es gibt keinen Onlinemodus, aber man kann seinen Punktestand aus den drei höchsten Schwierigkeitsgraden hochladen und mit anderen Spielern vergleichen.
Das Spiel wurde besonders für die grafische Umsetzung gelobt. Tatsächlich ist diese jedoch anfangs nicht sehr spektakulär. Zudem sind die Landschaften, Charaktere und Monster zwar sehr interessant, die Qualität der Grafik ist jedoch für ein Spiel von 2011 nicht das Nonplusultra. Trotzdem werden die Welten mit jedem Level besser und faszinierender, immer einfallsreicher und interessanter. Manchmal muten sie geradezu verstörend an, so eigenartig sind manche Einfälle der Entwickler.
Der Ton ist einwandfrei. Es gibt deutsche Untertitel, die gut lesbar und fehlerfrei sind, die Sprecher sind jedoch englisch und wurden mit sehr guten, authentischen Stimmen besetzt. Auch die Musik setzt die Atmosphäre toll um, sie steigert sich ebenfalls im Verlauf des Spiels, wobei besonders die epischen Töne während des Overboost-Modus im Kopf bleiben.

Die Story ist zwar nichts Neues oder Innovatives, aber sie ist solide aufgebaut und glaubwürdig. Auch die biblische Thematik sollte Gamer nicht abschrecken, denn sie ist wirklich sehr lose ausgelegt. Die Erzengel als ständige Begleiter sind ein interessanter Punkt, jedoch nicht unbedingt für jeden ein Vorteil. Während eines Kampfes kann sich Enoch mit ihrer Hilfe ständig wiederbeleben, indem bestimmte Tasten so schnell wie möglich hintereinander gedrückt werden. Für Spielanfänger ist das ein tolles Feature, besonders, da es immer sehr frustrierend ist, zehnmal an dem letzten, manchmal sehr weit entfernten Speicherpunkt zu beginnen. Für fortgeschrittene Spieler dürfte das jedoch eher nervig sein, da es schnell zu einer eher schlampigen Spielweise führt – man muss ja nicht ausweichen, weil man sich ja eh ohne Probleme wiederbeleben lassen kann. Dieses Feature gibt es nämlich auch in allen Schwierigkeitsstufen (Leicht, Normal, Schwer, Extra), es wird nur mit jeder Stufe schwerer, die Knöpfe schnell genug zu drücken. Somit werden die Kämpfe in den höheren Schwierigkeitsgraden nicht unbedingt spannender, sondern ziehen sich nur unnötig in die Länge, weil die Gegner um einiges zäher werden. Zudem ist der Schaden höher, den sie verteilen.
Ansonsten unterscheiden sich die Stufen nicht sehr stark voneinander, nur im leichten Modus hat weder der Charakter noch der Gegner eine Lebensanzeige. Man sieht die schwindende Kraft lediglich daran, dass die Charaktere zunehmend an Rüstung verlieren, bis sie nur noch Unterhose beziehungsweise Hose tragen. Zudem gibt es einen kritischen Bereich, bei dem sich der obere Bildschirmrand rot färbt und ein ständiges Herzklopfen ertönt. Aber auch dann hat der Spieler überdurchschnittlich viele Leben übrig, die er auch noch durch das Sammeln von Herzen und Lebenspunkten (erreichbar durch das Zerschlagen von Gegenständen) steigern kann. Zudem wird der Punktestand im leichten Modus nicht mitgezählt.

Das Kampfsystem ist einfach erlernbar, da die neuen Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten dem Spieler häppchenweise präsentiert werden. Es macht Spaß, die volle Palette auszunutzen, allerdings gibt es nicht allzu viele verschiedene Möglichkeiten. Aber auch Anfänger, die sich lieber auf das altbewährte, hektische "X-drücken" verlassen, kommen so – zumindest meistens – auf ihre Kosten.

Ein interessanter Punkt ist die Waffenreinigung: Der himmlische Spieler muss mehr oder minder seine Waffe reinigen um weiterhin effektiv kämpfen zu können, da sie die sogenannte "Widerwärtigkeit" der Gegner aufnimmt. Die Kämpfe sind also nicht schlecht, aber keine besondere Stärke des Spiels. Gerade die Bosskämpfe zeichnen sich nicht unbedingt durch große Spannung, sondern hauptsächlich durch ihre Länge aus. Spannend ist jedoch der bereits erwähnte "Overboost-Modus", wobei Uriel dem Spieler hilft und mit einer epischen Attacke die Gegner niederschmettert. Das macht durchaus sehr viel Spaß, ist aber, wie auch in anderen Spielen, zeitlich begrenzt.
Es gibt drei verschiedene göttliche Waffen, den Arch, den Gale und den Veil, die alle verschiedene Vorzüge und Nachteile haben (auch außerhalb des Kampfes); teilweise ist man auch unbewaffnet unterwegs. Dann hat man die Möglichkeit, die Waffen den Gegnern zu stehlen, was oft wichtig ist, da manche Gegner gegen zwei der Waffentypen nahezu immun sind.

Tatsächlich sind nicht die Kämpfe, sondern eher die Welten die Schwierigkeit des Spiels. Es gibt ein paar Level, die den Spieler wirklich zur Verzweiflung bringen können. Mit Sprüngen von Insel zu Insel muss man teilweise die verrücktesten Konstruktionen und Fallen überwinden, die teilweise kaum schaffbar sind. Die Kontrollpunkte sind zwar in relativ kurzen Abständen gesetzt, doch gerade bei dem schwersten Stück der Strecke scheinen sie am weitesten zurück zu liegen. Wer diese Art von Spielen mag, kann wohl glücklicher nicht sein, doch im Großen und Ganzen ist es manchmal fast zu viel des Guten – selbst im leichten Modus. Da hätte man vielleicht eher mehr Schwierigkeit in die Kämpfe stecken sollen.

Spielt man den leichten oder normalen Modus einmal durch, werden die Modi "Schwer" und "Extra" freigeschaltet. Zudem kann man jetzt zwischen drei Rüstungen auswählen, den Punktestand online vergleichen, eine Mediathek mit Videos und Bildern ansehen und bei einzelnen Missionen beginnen.
Verpackung Das Cover zeigt den Helden Enoch im Manga-Stil, der gerade seinen Arch säubert, und den Titel des Spiels in der Mitte. Unten rechts ist das Logo von UTV Ignition Games, links befindet sich die Altersangabe und oben zeigt sich der altbekannte schwarze beziehungsweise grüne Balken für PS3 oder Xbox 360.
Die Rückseite bietet ein paar kurze Infos über Gameplay, Story und Bewertungen des Spiels von offiziellen Seiten.
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Entwicklung des Spiels
gut schaffbar, auch für Anfänger
Liebe zum Detail bei Story, Charakter– und Leveldesign
keine große Herausforderung für versierte Spieler
Bewältigung der Level teilweise zu schwer im Vergleich zu den Bosskämpfen
zunächst eher träge Handlungsentwicklung
Fazit "El Shaddai - Ascension of the Metatron" bietet viel Abwechslung, da jedes Stockwerk des Turms komplett anders ist. So gibt es sogar ein Motorradlevel, in dem der Held Enoch in atemberaubender Geschwindigkeit durch eine futuristische Stadt cruist und vor großen, käferartigen Gegnern aus Metall und Stahl flüchtet.
Das Spiel ist besonders für Gelegenheitsspieler zu empfehlen, da es für wahre Cracks wohl eher zu leicht ist, die Anfänger jedoch Spaß und Herausforderung gleichzeitig haben können, ohne frustriert jedes Level zehnmal anspielen zu müssen um weiterzukommen. Tatsächlich sollte man sich aber zumindest an den normalen Modus herantrauen, denn der ist schaffbar und macht einfach mehr Spaß. Auch sollte man sich die Zeit nehmen, das Spiel durchzuspielen, auch, wenn es am Anfang wirklich nicht besonders spannend ist. Es wird nämlich mit jeder Mission besser und wächst einem samt den Charakteren sehr ans Herz, bietet immer wieder Überraschungen und auch die Story wird schön abgerundet. Allerdings sind manche Story-Elemente zunächst nicht ganz nachvollziehbar.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
2

Gesamtnote


1.7
Gamedesign
Gamedesign
3





Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1

Autor: /  toastbrot95
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 15.12.2013
Bildcopyright: UTV Ignition Entertainment


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