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"DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion" kommt zwar nicht in die Kinos, dafür aber zu euch nach Hause...!

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Blades of Time

 
Das Leben eines Schatzjägers ist nicht unbedingt ein Zuckerschlecken: Es besteht aber nicht nur aus Arbeiten in staubigen Bibliotheken und uralten Grüften, sondern auch in der „Feldarbeit“. Diese sieht bei der schlagfertigen Ayumi vor, dass sie sich auf die legendäre Insel Dragonland begibt, von der noch niemand zurückkehrte…
Inhalt Geduld war noch nie eine Stärke der Schatzjägerin Ayumi, die gemeinsam mit ihrem Partner Zero eine Zeremonie des Gildenmeisters stört und mittels einer geheimnisvollen Teleportkugel auf die Schatzinsel Dragonland gelangen will. Dort angekommen stellt sie aber schnell fest, dass viele der Legenden um diesen Ort weit untertrieben oder schlichtweg falsch sind: Tatsächlich kehrten nicht viele von hier zurück, um über ihren dort gefundenen Reichtum zu berichten. Aus der Suche nach Reichtum und Macht wird schließlich ein Überlebenskampf und die Suche nach einem Weg von der Insel zu gelangen. Durch die plötzliche, aber nicht zufällige Bekanntschaft mit dem Geist des Altars eröffnen sich ihr neue Möglichkeiten, in dieser unwirklichen Umgebung zu bestehen, doch alles scheint seinen Preis zu haben.

Der Geist warnt sie vor nahender Gefahr und verleiht ihr die zunächst ungewollte Fähigkeit, dass Chi besiegter Gegner gegen magische Kräfte einzutauschen. Nach und nach wird sie somit immer stärker. Allerdings keine Minute zu spät, um gegen mächtige Gegner anzukämpfen, die sie von einem Portal fernhalten wollen, welches zu einem Ort führt, an dem die legendären Ätherwächter einst lebten und wo sich angeblich eine weitere Teleportkugel befindet, die sie nach Hause bringen kann.

Da der Weg bekanntlich manchmal auch das Ziel sein kann oder es zumindest stark mitbestimmt, lernt Ayumi auf ihrer Reise durch die gefährliche und beeindruckende Flora und Fauna der Insel andere Menschen kennen, die aus ähnlichen Gründen ihren Weg nach Dragonland fanden. Aus Memoiren, die sie nach und nach überall findet, erfährt sie Beunruhigendes über diesen Ort und leider sind ihr die wenigsten der Überlebenden gut gesinnt. Bald schon muss sie sich nicht nur gegen wilde Tiere und die dunklen Chaosmächte erwehren, sondern auch gegen die starrköpfige Michelle und ihre Anhänger. Selbst Zero, ihr einstiger Partner, stellt sich gegen Ayumi, die einen Weg von der Insel einzig darin sieht, die Magie dieses Ortes zu ergründen, die niemanden von der Insel entkommen lässt. Doch ebenso die Ätherwächter haben ihre Geheimnisse, welche die Menschen nicht erfahren dürfen. Demnach kämpft Ayumi bald allein gegen alle und kann sich nur auf ihre neuen magischen Kräfte des zwielichtigen Altargeistes, die Hilfe der immer wieder erscheinen Seele des Drachengottes und ihre zwei Schwerter verlassen. Doch wohin wird der sie Weg führen, den sie laut des Altargeistes unbedingt bis zum Ende gegen soll und wird sie letztlich den erhofften Schatz oder einen Weg von der Insel finden können?
Blades of Time
Erscheinungstermin:15.03.2012
Preis (Amazon):27,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure, Hack & Slay
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Gaijin Entertainment
Sprache:Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Polnisch, Deutsche UT
Altersfreigabe:USK: 16
PEGI: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1 Spieler
Spielzeit:6-8 Stunden
Vergleichbares:Prince of Persia - Die vergessene Zeit

UmsetzunG „Blades of Time“ gehört sicherlich in die Kategorie eines klassischen und unterhaltsamen Adventure-Hack’n‘Slay-Spiels, zumindest wirkt es auf den ersten Blick so. Doch beim näheren Betrachten erkennt man schon einige zusätzliche Facetten neben dem Arena-ähnlichen Niedermetzeln der zahlreichen Gegner, die hier unbedingt erwähnt werden müssen.
Allen voran der den Spieler mitziehende, packende Singleplay-Modus mit zwar altbackener, aber dennoch fesselnder Hintergrundhandlung sowie zwielichtigen Charakteren, deren Interessen erst im Laufe der Handlung deutlich werden. Leider wirkt der vorhersehbare Storyplot aber zu steif und Ayumi agiert kaum, sondern reagiert nur. Hier wurde leider etwas Motivation verschenkt, die dem Spiel besser gestanden hätte.

Die Videosequenzen, die an bestimmten Punkten in der Handlung abgespielt werden, können ebenfalls nicht gänzlich überzeugen. Hin und wieder muss der Spieler Textur-Abstriche machen, bedenkt man, dass das Spiel 2012 erschien und vergleichsweise andere in diesem Jahr erschienene Titel weit höheres Grafik- und leider auch Synchronniveau erreichen. Hinzu kommt die oftmals hinderliche Kameraführung, die manche Kämpfe zur Tortur werden lässt.
Die optionalen Einstellungsmöglichkeiten im Menü umfassen die Variation der gesprochenen Sprache (Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Polnisch), aber auch die Untertitel und die optischen Zusätze wie Blutdarstellung und verschiedene Lautstärkeregelungen können verändert werden. Was die Audioqualität und den Enthusiasmus beim Vertonen der Charaktere betrifft, waren das schon immer Stiefkinder in der Spielindustrie. Hier gibt es leider deutliche Mängel in der Lippensynchronisierung und in der lebendigen Sprache.





Die Steuerung im Spiel erscheint gängig und mühelos bedienbar, besonders in Bezug auf die rasanten Kämpfe und mannigfaltigen, magischen Kombinationsmöglichkeiten. Ein Tutorial gleich zu Beginn der Handlung bietet zudem zusätzliche Handhabe sowie beim Erlangen einer neuen Fähigkeit eine Art Übungsarena für Ayumi. Hinzu kommt, dass nicht alle Kampfeinlagen mit der ausnahmslosen Vernichtung des Gegners enden müssen, wie es ein Merkmal im „Hack’n‘Slay“-Genre ist. Tatsächlich kann man Auseinandersetzungen auch aus dem Weg gehen. Schleichbonusse oder Ähnliches gibt es hingegen nicht.
Hin und wieder muss Ayumi Rätsel und taktische Manöver bewältigen, um in der Handlung weiter voranzukommen. Besonders die akrobatischen Sprungeinlagen in der Luft mit Hilfe von Korallen und die Manipulation der Zeit stellen nutzbare, magische Fähigkeiten dar, die im Handlungsstrang tief verankert sind und nicht nur bei Kämpfen Vorteile schaffen können.

Neben den immer schwieriger werdenden Kämpfen und kniffligen Rätseln muss der Spieler mittels Taktik und Kombination seine gewonnenen und ausbaufähigen magischen Kräfte nutzen. Die Haupthandlung erscheint so als zeitlich lang angelegte Spielwiese mit immer neuen, herausfordernden Gegnern, sodass sich „Jump’n’Run“-Sequenzen mit Arena-typischen Kampfschauplätzen abwechseln und sich auch das Szenario häufig verändert: Seien es alte Ruinen, dichter Dschungel oder die brennende Wüste.

Im Mehrspieler- beziehungsweise „Kampagnen“-modus stellt man sich zudem zusätzlich seinen Gegnern und kann online gegen andere Spieler antreten und sich verbessern. Dieser Modus kann allerdings auch allein gespielt werden, wobei man sich einiger Angreifer erwehren und neben dem Sammeln von Truhen und Runen auch die gegnerischen Linien durchbrechen muss. Dieser Modus hätte mehr Potential, leider wurde er aber nicht vollständig durchdacht, sodass der Singleplayer noch eher zum Spielen animiert als diese Online-Variante.

Das ebenfalls für die PlayStation 3 erschienene „X-Blades“ (Gaijin Entertainment, 2009) beschreibt die (in-)offiziellen Vorgänger-Abenteuer der toughen Schatzjägerin, die weder Götter noch Dämonen fürchtet, um der Welt ihre Geheimnisse und Schätze zu entlocken. Auch die Handlung von „X-Blades“ orientiert sich an diversen Leveln, die Ayumi in einer Tempelanlage auf einer Insel durchlaufen muss. So gesehen also nichts Neues. Neu ist hingegen die Aufmachung, denn der Vorgänger kam im Animestil daher, während man in „Blades of Time“ auf Realismus setzt und die Heldin mit reichlich neuen Kampfmöglichkeiten ausstattete.







Verpackung Wie es sich für ein Abenteuer-Spiel im Fernost-Look gehört, ziert das Cover die toughe, in Herausforderung frohlockender Schatzjägerin Ayumi in ihrem ansehnlichen, knappen Dress mit Doppelschwertern. Der Wiedererkennungswert zum vorangegangenen „X-Blades“ wurde also deutlich hergestellt.
Die Rückseite der handelsüblichen Verpackung ziert neben einigen Screenshots auch ein kurzer Inhaltstext, der aber weder Spoiler noch Inhaltliches enthält, was einen konkret erwartet. Die allgemeinen Spielhinweise wie Auflösung, Spieleranzahl und Network Features runden die Informationen auf der Rückseite ab. Der Hinweis PEGI 16 beschreibt die Altersfreigabe, die sicherlich auch Berechtigung erfährt, bedenkt man, dass es letztlich nur ums Töten der feindlichen Horden geht.

In der PS3-Testversion lag uns kein Handbuch vor, sodass dieses im Test nicht bewertet und auf seinen Informationsgehalt hin eingebunden werden kann. Da sich die ohnehin nicht sehr dichte Handlung und das im Tutorial erklärte Gameplay mittels Spiel erklärt, wären auch nur die Begriffserklärungen ein nettes Extra sowie ein Exkurs ins Vorgängerspiel „X-Blades“. Vielleicht will man hier aber bewusst keine Parallelen ziehen.

Extras gibt es im Spiel bis auf freischaltbare Kostüme und Waffen für Ayumi keine: Es kann nichts Zusätzliches erhalten oder mittels Magie eine Settingveränderung vorgenommen werden. Des Weiteren kann der etwas magere Online-Content nicht als Extra deklariert werden.
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+ taktisch-magische Fähigkeiten sehr variabel einsetzbar
+ atmosphärisches Action-Adventure mit reichlich Kulisse
+ verschiedene Boss-Kämpfe
- grafisch einige Makel
- Synchronisierung wirkt asynchron und stilisiert
- Mehrspieler-„Kampagne“ nicht ausgereift
Fazit Eine sexy in Schale geworfene Schatzsucherin, die ums Überleben kämpft und auf einer geheimnisvollen Suche nach etwas Mächtigem ist, erscheint sicherlich als kein neuerfundenes Konzept. Auch das schrittweise Erlernen von magischen Fähigkeiten, die Ayumi zur Herrin über die verschiedenen Elemente werden lässt und ihr sogar das kurzweilige, wenn auch multiple Zeitspringen erlauben, hat man in fast identischer Art bei Ubisofts „Prince of Persia – Die vergessene Zeit“ (2010) schon gesehen. Die Grafik erscheint jenem Spiel ähnlich, die Bewegungen hingegen wirken denen eines Beat’em’Up-Games ähnlicher als einem Jump’n’Run-Spiel, ganz zu schweigen von den Mängeln in Bild und Ton. Es scheint, als habe sich KONAMI hier in ein (neues) Gebiet vorgetastet, um die Reaktionen der Spielerschaft zu testen.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
3

Gesamtnote


2.9
Gamedesign
Gamedesign
2

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
4



Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
5

Autor: /  Silly-Sama
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 11.01.2014
Bildcopyright: Gaijin Entertainment, KONAMI


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