Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Es ist schon zur Tradition geworden, euch in der Vorweihnachtszeit ein paar Anregungen zwecks Geschenkideen zu machen. Und so hat unsere Redaktion auch diesmal wieder die Veröffentlichungen des langsam ausklingenden Jahres Revue passieren lassen und präsentiert euch hiermit schenkwürdige Titel...!

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The Witch and the Hundred Knight

Originaltitel: 魔女と百騎兵 / Majo to Hyakkihei
 
Untertan einer fiesen und gemeinen Hexe zu sein, ist kein einfaches Unterfangen. Vor allem, wenn diese einen nur herumschubst, beleidigt und rumkommandiert. Metallia, die Hexe, will dabei ihren Sumpf auf das ganze Land ausbreiten und benutzt dafür die Fähigkeiten ihres kleinen Dämonen: Hundred Knight.
Inhalt Metallia ist eine verwöhnte und freche Hexe, die mit Beleidigungen und frechen Kommentaren aggressiv um sich wirft. Sie hat keinen Respekt für irgendwen und sieht in den Dingen nur ihren eigenen Vorteil. Doch Metallia hat ein Problem: Sie lebt ausgegrenzt von jedem, in dem giftigen Sumpf, den sie selbst nicht verlassen kann. Daher schnappt sie sich Kreaturen und macht diese unter anderem zu ihren Dienern. So passiert es auch, das der kleine Dämon seinen alten Namen ablegen musste und unter seinem neuen Namen „Hundred Knight“ in ihrem Dienste kämpfen und unterwerfen soll. Jahrelang saß Metallia in ihrer Einöde und schmiedete besondere Pläne. Ihr Hass gegenüber anderen Kretauren und anderen Hexen wuchs über die Jahre ihrer Einsamkeit. Unfähig über die Grenzen ihres Sumpfes wandern zu können, geht diese einen Vertrag mit einen Dämonen ein. Er wird dabei alle Aufträge seiner Herrin ausführen. Alles wird auf ein einziges Ziel hinaus laufen:
Ihre lange Rivalin, die Waldhexe Mailia, zu vernichten und ihren Sumpf weiter auszubreiten, über das Land Madea. Dabei wird Hundred Knight Land erkunden, Stützpfeiler zerstören, die dafür errichtet wurden, dass der Sumpf sich nicht weiter ausbreiten kann und ohne Rücksicht Chaos verbreiten.
Doch Hundred Knight ist kein höriger Soldat, er fängt an sich zu fragen, warum Metallia nicht eher ihren Sumpf verlassen konnte und die anderen Hexen sie meiden. Und vor allem wie sie in ihrem Sumpf überleben kann, der bekannt ist für seine giftigen Gase. Wird Metallia wirklich schlecht behandelt, oder steckt da noch ein tieferer, düsterer Grund hinter der Ausgrenzung?
The Witch and the Hundred Knight
Erscheinungstermin:21.03.2014
Preis (Amazon):49,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:NIS America
Entwickler:Nippon Ichi Software
Sprache:Englisch, Japanisch
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1 Spieler
Spielzeit:ca. 30 Stunden
Vergleichbares:Tales of Xillia

UmsetzunG Bei „The Witch and the Hundred Knight“ handelt es sich um einen Single-Player aus dem Hause „Nippon Ichi Software“, das unter anderem bekannt ist für die Disgaea-Reihe. Ihr spielt den kleinen Dämonen, der von der Hexe rekrutiert wird. Zu Anfang müsst ihr euch durch ein längeres Tutorial kämpfen. Hier lernt ihr die ersten Basiskontrollen wie Laufen, Schlagen oder die Kamera bewegen. Doch die komplette Steuerung wird euch erst nach und nach im Hauptspiel beigebracht. Die Steuerung ist einfach zu verstehen und zeigt die wichtigen Elemente nochmal im Interface während des Spiels.
Neben den Erkundungs- und Kampfeinlagen müsst ihr euch ebenfalls durch lange Gespräche klicken. Aber hier gibt es auch Entscheidungsmöglichkeiten. Da ihr ja kein stumpfer Soldat der Hexe seit, könnt ihr ihrer Entscheidung entweder zustimmen, ablehnen oder aber auch in Frage stellen. Je nach Entscheidung reagiert Metallia darauf entsprechend.





Eure Basis befindet sich im Haus von Metallia im Sumpfgebiet des Landes Madea. Dort könnt ihr mit Metallia und ihrem Diener sprechen, eure Status anpassen oder Ausrüstungen wechseln. In der Nähe des Hauses befindet sich ein kleines Häuschen eines Händlers. Hier könnt ihr Ausrüstungen, Waffen oder Items kaufen und verkaufen. Außerhalb eurer Station beginnt das Abenteuer. Ihr wandert durch unbekanntes Land und könnt dieses erkunden und Schätze finden. Doch auch Monster sind zu bewältigen oder Dörfer zu versklaven. Hierbei werdet ihr in das Haus eindringen und gegen die Besitzer kämpfen. Aber Vorsicht! Häuser können ein höheres Level als ihr besitzen und euch besiegen. Demnach müsst ihr erst stärker werden und es danach erneut versuchen. Am Ende eines Gebietes wartet ein Bosskampf auf euch. Diese können sich in die Länge ziehen und ihr müsst genau auf den Angriffsablauf und die Verteidigung des Gegners achten, dem entsprechend ausweichen und schlagen. Um das Beste aus Hundred Knight zu ziehen, müsst ihr diesen geschickt ausrüsten. Er kann dabei bis zu fünf Waffen tragen und diese auch im Kettenangriff nach und nach verwenden. Neben den Waffen besitzt ihr noch zwei Ausrüstungs- und Accessoire-Slots.

Wenn ihr euch außerhalb eurer Station befindet, müsst ihr drauf achten, dass ihr das Licht auf eurem Kopf, das die Verbindung zu Metallia herstellt, nicht verliert. Ansonsten könnt ihr nicht mehr kommunizieren. Ein zweites Problem ist euer Magen. In diesem versammelt ihr alle Items, die ihr findet, jedoch besitzt er nur einen begrenzten Speicher. Wenn ihr sterbt und nicht durch die Grenzpfosten zurück kommt, verliert ihr alles, was ihr bisher gersammelt habt. Daher gebt gut auf euer Leben und Licht acht. Grenzpfosten sind allerdings relativ viele zu finden und schnell zu erreichen. Zugang zu eurer Beute erhaltet ihr erst nach der Teleportation zurück, in der auch eure Erfahrung verrechnet wird und ihr im Level steigt. Das Gebiet lässt sich wunderbar per Karte erkunden und ihr findet immer wieder spezielle Truhen, die besondere Items beherbergen. Anfangs ist die Schwierigkeitsstufe noch leicht, doch schon im zweiten Gebiet wird diese drastisch angezogen. Zudem könnt ihr zu Beginn zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen. Hier müsst ihr gut auf Einstellungen an Pfosten und eurem Charakter achten und demnach die Ausrüstungen hochleveln. Wegen der Hauptquest, vielen kleineren Quests und den langen Gesprächen und Ausrüstungszeiten zieht sich die Spielzeit auf etwa 30 Spielstunden. Dabei wechselt das Spiel zwischen 3D Spielzeit und 2D Cutscenes / Gesprächen, was wohl ein typisches Spielelement in japanischen Spielen ist. Das Spiel spielt sich in der Top-Down-Ansicht, wie unter anderem Diablo II. Dabei setzt die Grafik auf Kontraste und viele grelle Farben. Der Sumpf zeigt sich daher auch in einem giftig-grellem Grün. Leider gibt es in dem Spiel keine deutsche Lokalisierung. Daher müssen wir uns mit der Englischen begnügen, oder, wer kann, auch mit der Japanischen. Die Musik und Soundeffekte wurden dabei passend zum Spiel produziert und besitzen witzige Passagen. Allerdings können diese auch schnell einen nervigen Loop entwickeln.








Die Schwäche des Spiels liegt wohl eher im fehlenden Tiefgang der Charaktere. Die Geschichte kommt einem zu Anfang recht oberflächlich entgegen. Eine Hexe, die sich gegen die anderen wehrt. Gründe werden dabei nicht genannt. Die Hexe ist gemein, beleidigend und aggressiv und kommt rüber wie eine 14 jährige Rebellin und andere Charaktere haben in dem Spiel leider nichts zu sagen. Dennoch können Gespräche recht amüsant sein und lustige, unerwartete Wendungen nehmen.
Verpackung Leider können wir keine Bewertung zur Verpackung oder möglichen Extras geben, da wir zum Test einen PSN-Code erhalten haben.
+ humorvolle Handlung
+ großer Sammel- & Erkundungsreiz
+ ausführliches Kombo- & Ausrüstungssystem
- zähe Gespräche, die oft die Spielhandlung unterbrechen
- keine Lokalisierung
- lange Lerndauer
Fazit Trotz einigen Abzügen kann sich „The Witch and the Hundred Knight“ mit anderen japanischen RPG's messen. Zwar sind einige Spielelemente ungewöhnlich, doch gerade da bietet sich die Stärke des Spiels. Es dauert zwar eine Weile, bis man den Spielablauf und die Statuslisten versteht, doch danach öffnet sich dem Spieler die gesamte Welt des Spiels und die düstere Handlung wird deutlich. Das Sammeln, Aufrüsten, Erkunden und Kämpfen bietet dann, neben den langen Gesprächen, eine gelungene Abwechslung.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
2.5

Story
Story
3.5

Gesamtnote


2.6
Gamedesign
Gamedesign
3





Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1.5

Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 20.05.2014
Bildcopyright: Nippon Ichi Software, NIS America


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