Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Fairy Fencer F

Originaltitel: Fairy Fencer F / フェアリーフェンサーエフ
 
Eine Waffe mit vielen Möglichkeiten und süße Feen-Mädels dazu bringt „Fairy Fencer F“. Ein schönes Design mit cooler Musik und einer netten Geschichte, doch leider ohne viel Neues. Einfach für Rollenspielfans, die auf Althergebrachtes stehen und lediglich zocken und ausrüsten wollen.
Inhalt Vor langer Zeit kämpften die Göttin und der Gott gegeneinander. Da sie gleich stark waren, erschufen sie mit ihrer göttlichen Energie eine große Anzahl an besonderen Waffen, denen jeweils das Leben einer Fee innewohnte. Sie kämpften mit diesen Waffen, bis sie sich gegenseitig im Unbekannten versiegelten.
Seit dem ist viel Zeit vergangen und die Waffen wurden unter dem Namen „Furies“ bekannt. Die Krieger, die diese Waffen führen, werden „Fencer“ genannt. Neben der immensen Kraft, die die Fencer durch die Waffen besitzen, heißt es, dass einem ein Wunsch gewährt wird, sollte man alle Furies besitzen.
Ein junger Mann namens Fang findet durch Zufall eine „Fury“ und wird so Partner der Fee Eryn. Begeistert ist dieser davon nicht. Er wollte eigentlich nur seinen Wunsch nach Essen erfüllt haben, als er die Waffe zog. Nun soll Fang mit Eryn die anderen „Furies“ finden, um die Erinnerung der kleinen Fee wiederherzustellen. Also machen sich die beiden auf die Reise zu Dungeons, um gegen andere Fencer und Banditen anzutreten, die das gleiche Ziel verfolgen wie das neue Duo. Dabei will Fang eigentlich nur schlafen und essen können, wann er möchte. Obwohl ihm die Kraft der neuen Waffe trotzdem gefällt. Er hat es nur nicht gerne, Dinge vorgeschrieben zu bekommen. Eryn muss demnach viel Geduld beweisen und mit allen Tricks arbeiten, um Fang begreiflich zu machen, dass sie Partner sind und nicht Meister und Untergebene. Eine lange Reise beginnt.
Fairy Fencer F
Erscheinungstermin:26.09.2014
Preis (Amazon):49,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, RPG
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:NIS America
Entwickler:Compile Hearts
Sprache:Japanisch / Englisch
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 20+
Vergleichbares:Hyperdimension Neptunia

UmsetzunG Das 2013 erschienen Rollenspiel für die Playstation 3 hat einige Mitarbeiter des „Hyperdimension Neptunia“ Team in seinem Entwicklerteam und wurde zusätzlich von „Compile Heart“ herausgebracht. Daher sieht man als Kenner der „Neptunia“-Reihe sofort, wie sehr der Aufbau, die Animationen, Farben und vieles mehr in „Fairy Fencer F“ der Reihe ähnelt.
Doch für Neulinge dieser Spielidee, erläutern wir natürlich trotzdem noch einmal alles:
Das Spiel startet mit einem fetzigen japanischen Opening namens „Resonant World“ von Maho Matsunaga und zeigt die auftauchenden Charaktere mit ihren Namen. Danach geht es sogleich in den Story-Modus und es gibt erst einmal einiges zu lesen, was die Geschichte und deren Einführung angeht. Dabei ist die Szene über die Götter als Video animiert. Der Rest zeigt den Aufbau, der sich hauptsächlich durch das Spiel zieht: Die Figuren, die sprechen, im Bild und darunter ein Kasten mit den englischen Untertiteln, als quasi Standbilder. Dazu gibt es oft noch einen passenden bunten Rahmen mit Schnörkel oder anderen Designs.
Hat man dann einiges über die Geschichte erfahren und gerät in die erste Bredouille, macht man sofort Bekanntschaft mit „Eryns Fencer Lesson“, in der die Fee die Steuerung - also alles zum ersten Kampf erklärt. Im weiteren Verlauf tauchen diese „Lesson“ wiederholt auf und neben verschiedenen Auswahlmöglichkeiten und Ausrüstungen beim Kampf, erklärt Eryns ab und an die Bedeutungen von Wörtern, wie zum Beispiel, was ein „Fencer“ ist.






Die Steuerung selbst ist nichts Besonderes und so nicht besonders schwer für einen geübten Playstation 3 Spieler. Neulingen sollten „Eryns Fencer Lessons“ gut durchlesen, dann sollten sie schnell verstehen, wie alles funktioniert. Für den Notfall gibt es über „select“ die Option, das Unterrichtsmenü aufzurufen, um die Erklärungen öfter durchzulesen und wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Die Kämpfe sind Runden basierend und so kommt einer nach dem anderen an die Reihe. Seien es nun Verbündete oder Feinde. Eine Ansicht dieser Reihenfolge gibt es im Kampf auf der linken Seite zu sehen. Sehr hilfreich, wenn man eine gewisse Taktik verfolgt.
Erst darf man sich bewegen und seinen Umgebungskreis, in dem man attackieren kann, in Position bringen. Dann wird mit dem X-Knopf angegriffen. Die üblichen Basics. Dazu kommt hier neben dem Angriffsknopf die Auswahl „Wait“ (Warten) für den Knopf mit dem Quadrat. Dieser lässt die P-DEF (Player-Defense / Spielerabwehr) steigen und sollte gut überlegt eingesetzt werden. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, über den Knopf mit dem Dreieck „Skills and Magic“ aufzurufen, um bestimmte Kombinationen und Magie anzuwenden. Dafür müssen allerdings genügend SP (Skill Points / Fähigkeitspunkte) und manchmal sogar HP (Health Points / Lebenspunkte) vorhanden sein. So ist die Nutzung der „Skills und Magic“ zwar begrenzt, kann aber sehr starke Attacken freisetzen oder zum Beispiel die HP auffüllen.
Ein spezieller Balken, der sogenannte „Tension Gauge“, gibt einem die Chance für das „Fairize“, das Verbinden des Fencer mit der Kraft der Fee. Diese Leiste füllt sich regelmäßig stückchenweise, wenn man einem Gegner Schaden zufügt oder welchen abbekommt. Schlägt man allerdings vorbei, heilt oder scheitert bei dem Versuch zu fliehen, sinkt der „Tension Level“. Also sollte man aufpassen, was man so tut.
Ist der Balken voll und man setzt „Fairize“ ein, erhält der Spieler eine spezielle Rüstung und seine P-ATK (Player Attack / Spielerangriff) und seine P-DEF steigt enorm. Allerdings nur solange, bis der „Tension Level“ wieder zu weit fällt und sich die Rüstung auflöst.






Jeder Fencer kann nur eine Fee als Partner haben. Allerdings kann er trotzdem andere Feenkräfte nutzen, indem er den „Resonance Effekt“ einsetzt, also den Fencer mit einer zweiter Fee verbindet. Die EXP (Expertenpunkte) einer Fee können demnach ausschließlich steigen und ihr neue Fähigkeiten verleihen, wenn sie mit einem Fencer verbunden und eingesetzt wird.

Doch nicht nur die Feen helfen einem stärker zu werden. Man sammelt im Kampf sogenannte „Weapon Points“ (Waffenpunkte), die dazu eingesetzt werden können, die Waffe zu verstärken. Sei es im Angriff, der Verteidigung, der Reichweite oder weiteren Optionen.
Anders, als bei vielen Rollenspielen mit Waffen, kann man hier nicht die Waffe gegen eine neue, bessere austauschen, denn es ist so geregelt, dass die Waffe bei verschiedenen neuen Techniken und Angriffen andere Formen annehmen kann. Besitzt man am Anfang ein Schwert, kann dieses zusammen mit der entsprechenden Technik später zur Sichel, Axt oder weiteren Waffen werden.

Natürlich gibt es wieder helfende und stärkende Items und Ausrüstungen, um die Charaktere weiter voran zu bringen. Für Rollenspielfans nichts Neues. Die üblichen „Potions“ beispielsweise (Heiltränke für HP) gibt es in den Städten in Läden, wo man diese Dinge erwerben kann. Ansonsten findet man sie in Dungeons.

Geht man aus einer Stadt oder einen Dungeon hinaus, kommt man auf die Weltkarte, auf der weitere Orte aufzusuchen sind. Macht man dort eine etwas längere Pause, füllen sich die HP und SP wieder auf. Sollte man den Weg in einen neuen Dungeon einschlagen, ist es empfehlenswert, die Informationen zu lesen, die einem auf der Weltkarte dazu gegeben werden. Das erspart oft Ärger oder Überraschungen.






Speichern ist in Städten und auf der Weltkarte jederzeit möglich. In Dungeons allerdings nur bei vorgegeben Speicherpunkten. Da das Spiel ein Rollenspiel ist, ist es ein Singleplayer Spiel und hat keinen Online-Modus. Die Musik ist sehr passend und angenehm gestaltet und es macht Spaß, sie anzuhören. Die Grafik ist einwandfrei. Viele Animationen außerhalb der Kämpfe gibt es nicht unbedingt, da vieles mit leicht bewegten Grafiken oder Standbildern erzählt wird.
Zum Lauschen kann man die japanische oder die englische Synchronisation wählen. Der Untertitel ist allerdings nur in Englisch vorhanden. Er ist gut zu lesen und verständlich. Für Leute, die sich allerdings mit spielbezogenen englischen Begriffen nicht so auskennen, kann es im Tutorial etwas schwierig werden, da Abkürzungen oft nicht erklärt werden.

Trotz reichlich Niedlichkeit ist das Spiel nicht unbedingt einfach. Man muss bei vielen Kämpfen taktisch vorgehen und auf seine Charaktere achten, denn viele Items oder viel Geld, um diese zu kaufen, gibt es am Anfang nicht. So muss beachtet werden, nicht zu oft Niederlagen im Kampf einzustecken. Denn lädt man in einem Dungeon an einem Speicherpunkt das Spiel neu, so werden die verlorenen HP und SP nicht aufgefrischt. Man muss sich irgendwie selbst helfen. Schwierig ohne neue (Heil-) Items.
Verpackung Das Spiel kommt in einer transparenten Standardhülle. Auf dem Cover sieht man die drei Hauptcharaktere Fang, Eryn und Tiara. Auf der Rückseite gibt es die üblichen Screenshots und Warnhinweise zum Spiel. Dazu natürlich die Angaben zu den Rechten und den Entwicklern.
Das sechsseitige Handbuch hat zwar ein süßes Cover mit Eryn und Tiara, allerdings sonst nicht viel zu bieten. Gerade mal Sicherheitshinweise, was man vor dem Start beachten muss und die Erklärung zur Steuerung in den verschiedenen Bereichen. Den Schluss bildet der Garantietext.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+ gut aufgebautes und ansprechendes Spielmenü
+ süßes Design
+ flüssige Kämpfe
- wenig neue Ideen
- zu lange unwichtige Dialoge
- keine Wiederherstellung der HP/SP bei Speicherpunkten im Dungeon
Fazit Die Geschichte mit den Waffen ist eine schöne Idee. Sonst ist an diesem Spiel allerdings nicht viel Neues, wenn man die „Neptunia“-Reihe und andere Rollenspiele kennt. Das Spielermenü ist sehr schön gestaltet und man klickt sich gerne durch, um die Charaktere zu pushen. Ansonsten kann das Spiel dagegen etwas eintönig werden. Storytechnisch gibt es zwar noch ein paar kleine Überraschungen, die das Spiel interessanter machen, was leider nichts an den Standbildern und Texten ändert.
Wer die Neptunia-Reihe liebt und an ihrem Design und der Idee hängt, der sollte „Fairy Fencer F“ nicht verpassen. Für alle anderen Rollenspiele-Fans ist es eine hübsche und niedliche Variante, die aber kein Muss ist und vielleicht eher mal zur Hand genommen wird, wenn sonst nichts interessantes da ist.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2.5

Gesamtnote


2.6
Gamedesign
Gamedesign
2.5



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
4.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
4

Autor: /  Subaru
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 16.05.2015
Bildcopyright: NIS America / Compile Heart / Idea Factory


X