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Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Divinity: Original Sin

 
Hinter Divinity – Original Sin versteckt sich ein komplexeres Spiel, als das Cover zu scheinen mag. Alles was ihr tut und wie ihr euch entscheidet, hat Einfluss auf das Spiel und eure Charaktere. Taucht ein in die Welt von Rivellion und spielt gelegentlich Schnick-Schnack-Schnuck mit eurem Mitspieler, wenn man sich nicht einigen kann.
Inhalt In der Welt von Rivellion gibt es eine große Macht, die sich „Source“ nennt. Einst gab es viele Bewanderte, die sich in diese Magie vertieften, doch seit einiger Zeit wurde die Anwendung dieser nur bestimmten Menschen zugesagt, den „Source Hunter“. Ihre Aufgabe ist es, genau diese Magie ausfindig zu machen und auszulöschen.
Genau zwei solcher „Source Hunter“ werden zu einer Mission in die Hafenstadt Cyseal gesandt, um den mysteriösen Mord an dem Ratsmitglied Jake aufzuklären. Als sie bei der eigentlichen Grabstätte ankommen und in dem Gab nur ein Schafsskelett vorfinden, wird schnell klar, dass sich hinter diesem Verbrechen viel mehr versteckt, als zu Anfang angenommen. Als die beiden versuchen, dem Mord auf die Spur zu kommen, stoßen sie öfters auf eine eigenartige Sekte und unübersehbare Spuren der Source Magie. Doch der Mord und die Sekte sind nicht die einzigen Probleme des Landes. Wellen von Orks und Untoten fallen regelmäßig über die Einwohner her. Während der Reise finden die beiden außerdem immer wieder besondere Steine namens „Star Stones“, die die beiden zu Anfang noch in das mysteriöse Schloss außerhalb des regulären Raum-Zeit-Gefüges der Geschichte teleportiert. Je mehr Steine während der Reise entdeckt werden, desto mehr lernen die beiden Source Hunter über die Magie, die ihnen zur Verfügung steht. Die Source war zu Anfang eine wohlwollende Magie, die von Astarte, der Götting des Lebens, entsprang. Diese Magie wurde durch Void, einer bösen Macht außerhalb der Welt, vergiftet. An den beiden Source Hunters liegt es nun, das Gleichgewicht in der Welt wiederherzustellen.
Divinity: Original Sin
Erscheinungstermin:30.06.2014
Preis (Amazon):22,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:PC
Dt. Publisher:Daedalic Entertainment
Entwickler:Larian Studios
Sprache:Deutsch, Englisch
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1-2 Spieler
Spielzeit:ca. 35 Stunden
Vergleichbares:Dungeon Siege

UmsetzunG Als Einsteiger in die Welt von Rivellion dauerte es leider etwas länger, bevor ich mich einigermaßen zurecht gefunden habe. Denn man wird hier nach einer kurzen Einleitung recht schnell ins Geschehen geschmissen, ohne ein richtiges Tutorial zu durchlaufen. Dabei bezieht sich die kurze Einleitung nur auf das Geschehen, nicht auf die Spielweise.
Divinity: Original Sin“ ist ein Rollenspiel, welches kaum Cutscenes benötigt, sondern allein mit Gesprächen, textlastigen Entscheidungen und Geschichten auskommt. So läuft man durch die Welt und spricht mit jedem Charakter, denn man will ja nichts verpassen. Leider erzählen aber viele Figuren dasselbe. Genauso schnell entdeckt ihr, welche Person welche Eigenschaften verkörpert und könnt dadurch eine Entscheidungen treffen. Daher findet ihr recht zügig heraus, dass es sich bei dem Mord um Jack, mehr als nur um die reine Tat handelt und die Welt vor einem weitaus größerem Problem steht.
Neben dieser großen Mission werden euch zudem kleinere aufgetragen. Jeder Auftrag kann dabei auf verschiedene Arten gelöst werden und einen unterschiedlichen Einfluss auf das Spiel haben. Dieser erscheint zwar nicht besonders groß, wie man es sich gerne wünschen würde, doch die Beeinflussung durch getroffene Entscheidungen ist im geringen Maße vorhanden. Bei den Missionen geht es nicht per se um das Resultat, sondern ebenfalls um die Herangehensweise. Denn je nachdem, wie ihr euch verhaltet oder wie ihr euch entscheidet, spiegelt sich das in den Eigenschaften der Charaktere wider, wie zum Beispiel im Charisma. Wenn ihr irgendwo einbrecht oder Dinge mitgehen lasst und dabei ertappt werdet, finden euch Mitbewohner weniger sympathisch als zuvor.





Spielt ihr im Single-Modus, werdet ihr beide Charaktere spielen können und auf diese Weise könnt ihr ebenso mit beiden Charakteren im Streit um Entscheidungen stehen, die letzten Endes in ein simples Schnick-Schnack-Schnuck-Spiel resultiert. Es ist natürlich wesentlich interessanter, wenn ihr online mit einem Freund spielt und gemeinsam Entscheidungen treffen könnt. Wenn ihr jedoch alleine spielt, müsst ihr das mit euch selbst ausmachen, wie loyal der andere Charakter auftreten soll. Ihr könnt dabei jederzeit den aktiven Charakter wechseln. Zwar startet ihr zu Beginn mit zwei Charakteren, die Gruppe könnt ihr aber mit weiteren Figuren ergänzen.
In anderen Gesprächen mit Bewohnern ist das Stein-Schere-Papier-Spiel das letzte Mittel, um hier eine besonders wichtige Information zu erlagen.

Zwar fehlen dem Spiel die modernen Cutscenes, ein mitreißender Soundtrack oder andere Quick-Time-Events, wie vielleicht erwartet wurde, doch „Divinity: Original Sin“ geht lieber den altbekannten Pen&Paper-Weg und lässt dabei jeglicher Fantasie freien Lauf. Es ist euch überlassen, aus welchen Materialien ihr Waffen, Fallen oder Rüstungsgegenständen baut. Eure Eingebung und Improvisationstalent ist hier gefragt. Divinity bietet hier viel, wenn es um Reparatur der Rüstung sowie Aufbesserungen geht.

Das Spiel fragt des Weiteren Denkvermögen ab, denn wer nur stumpf durch Gespräche klickt, wird die kleinen Hinweise und Intrigen, die sich aufbauen, nicht kommen sehen. Nicht nur in der Geschichte, sondern auch im Kampf, wird euer Hirn gefragt. Stellung und Art des Angriffs sind wichtiger Bestandteil der Kampfstrategie. Hierbei können Gegenstände aus der Umwelt mit einbezogen werden, wie Öl- oder Wasserfässer, die ihr jeweils mit Feuer- oder elektrischen Pfeilen beschießen könnt. Wenn keine Fässer in der Nähe sind, reicht es, Pfützen zum eigenen Nutzen umzufunktionieren. Auf diese Weise verbraucht ihr per Charakter im Angriff eine unterschiedliche Anzahl von Angriffspunkten. Wenn ihr diese nicht vollständig verbraucht, speichert ihr sie für die nächste Runde auf.
Allerdings muss nicht jederzeit mit beiden Spielern gekämpft werden. Ihr könnt genauso gut mit einem alle Feinde an sich ziehen und mit dem anderen das Arsenal erkunden oder sogar fliehen. Ihr merkt schnell, dass dieses Spiel wegen seiner Physik nicht das einfachste ist. Gegnermengen können schwer zu besiegen sein. Da hilft nur, eure Einstellungen der Charaktere mal gut unter die Lupe zu nehmen. Erfahrungspunkte werden nicht leichtsinnig vergeben. Mit einer guten Taktik lässt sich das Spiel meistern. Es ist fordernd, jedoch nicht unfair. Wem das Ganze dann immer noch zu schwer ist, der kann den Schwierigkeitsgrad herabsetzen. Doch seid auf der Hut: Das Spiel beinhaltet Fallen, die eure Figuren nach einem Klick ins Jenseits befördern können! Zum Glück gibt es das Schnellspeichern, welches ihr auf keinen Fall vergessen solltet!

Nach dem Sieg über eure Gegner könnt ihr alle Gegenstände mitnehmen und oftmals ist das nicht gerade wenig. Zum Glück haben eure - bis zu vier - Figuren ihr eigenes Inventar oder einen Rucksack dabei. Wenn es denn doch einmal zu voll wird, könnt ihr mit jedem NPC Gegenstände tauschen oder verkaufen - wie es euch passt.








Anforderungen für PC Games
Minimum
OS: Windows XP SP3 oder höhere/ ähnliche
Arbeitsspeicher 2048 MB RAM
Grafikkarte: HD Intel Graphics 4000 or NVIDIA® GeForce® 8800 GT (512 MB) or ATI™ Radeon™ HD 4850 oder ähnliche
DirectX: Version 9.0c
Festplatte: 10 GB freier Speicher
Soundkarte: DirectX9c compliant

Empfohlen
OS: Windows 7 SP1 or Windows 8.1
Prozessor: Intel i5 2400 or higher
Arbeitsspeicher: 4096 MB RAM
Grafikkarte: NVIDIA® GeForce® GTX 550 ti 1GB ram or or ATI™ Radeon™ HD 6XXX or higher
DirectX: Version 9.0c
Festplatte: 10 GB freier Speicher
Soundkarte: DirectX9c compliant
Verpackung Wenn ihr „Divinity: Original Sin“ im Geschäft und nicht bei Steam kauft, so erhaltet ihr das Spiel in der üblichen Spielverpackung innerhalb eines Pappschubers. Neben der CD-Rom bietet die Verpackung zusätzlich ein ausführliches Booklet, welches insgesamt fünfundfünfzig Seiten zum Spiel umfasst, Spieleinstellungen oder auch den Mehrspielermodus. Das Cover lockt dabei mit wunderschönen Zeichnungen und die Rückseite präsentiert einige Screenshots aus dem Spielgeschehen.
<br />
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+ Verschiedene Herangehensweisen möglich
+ Forderndes Kampfsystem
+ Umfangreiche Geschichte
- Einfluss der Entscheidungen auf das Spiel sind eher gering
- Viele Charaktere berichten dasselbe
Fazit Divinity: Original Sin“ ist ein Spiel, das viel Zeit in Anspruch nimmt und die man sich nehmen sollte, wenn man das Spiel verstehen will. Denn dieses besitzt sowohl eine komplexe Geschichte, als auch ein taktisches, rundenbasiertes Kampfsystem. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt, wenn es um den Erfindermut der Spieler geht. Vieles lässt sich kombinieren oder zu anderen Zwecken ausnutzen. Alles was ihr dazu benötigt, ist euer Verstand und eine gute Idee. Das einzige Manko zeigt sich im Einfluss eurer Herangehensweise. Obwohl das Spiel damit beworben wird, dass eure Entscheidungen wichtig sind, so verändert sich recht wenig im Spielablauf, die mit diesen zusammenhängt.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2.5

Story
Story
2

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
1.5

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
1

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2.5

Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 20.09.2015
Bildcopyright: Larian Studios / Daedalic Entertainment


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