Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Silent Hill: Book of memories

 
Mit „Silent Hill: Book of Memories“ macht die beliebte Spielereihe einen Ausflug ins Genre Hack and Slash. Wie sich dieser Ausflug gestaltet, habe wir uns für euch angesehen.
Inhalt An Ihrem Geburtstag wachen Sie früh auf und erhalten ein Geschenk. Überbracht wird das Paket, welches keinen Absender trägt, von einem äußerst seltsamen Postboten. Nur der Name der Stadt „Silent Hill“ ist zu lesen. Sie kennen jedoch niemand, der in „Silent Hill“ lebt und wissen nun erst recht nicht, wer Ihnen etwas von dort schicken sollte.

Dennoch nehmen Sie das Paket an sich und öffnen es. Was Sie darin finden, lässt Sie noch ratloser werden. In dem alten Buch ist Ihr gesamtes Leben aufgezeichnet – jede einzelne Erinnerung. Ihre erste Vermutung, es könnte sich um einen Streich handeln, wird schnell in alle Winde zerstreut. Dafür sind die Aufzeichnungen viel zu detailliert und wahrheitsgetreu.

In der Nacht werden Sie von einem Albtraum verfolgt, in dem der sonderbare Postbote Ihnen mitteilt, dass hinter dem Buch mehr steckt, als Sie vermuten. Es ist Tor zu Ihren Erinnerungen. Während Sie träumen, können Sie Ihr Leben umschreiben. Ein besserer Mensch werden…
Silent Hill - Book of Memories
Erscheinungstermin:01.11.2012
Preis (Amazon):42,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Hack & Slay, Survival-Horror
Konsole:Playstation Vita
Dt. Publisher:Konami
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1-4
Spielzeit:50+
Vergleichbares:Dungeon Hunter: Alliance

UmsetzunG Bevor das Spiel losgeht, darf der Spieler seine Figur erstellen. Wobei nicht wirklich viele Optionen zur Verfügung stehen. So kann man den Namen, Geschlecht, Aussehen und die Farben der Kleidung festlegen. Außerdem gibt es eine Charakterklasse, wie beispielsweise Streber, auszuwählen.

Nachdem dies abgeschlossen ist, folgt gleich das Intro. Hier wird dem Spieler der Prolog vorgestellt und man lernt das namensgebende Buch kennen. Um das Leben des Protagonisten umschreiben, muss man die Zonen (oder Level) erfolgreich abschließen. Was anfangs noch ganz interessant erscheint, wird leider schnell zu einem reinen Dungeon-Crawler. Die Handlung rückt immer mehr in den Hintergrund und wird zur Nebensache, was nicht zuletzt daranliegt, dass die verschiedenen Zonen eher zusammenhangslos aneinandergereiht sind.

Für das Spiel wurde die isometrische Perspektive, also eine Draufsicht im 45° Winkel gewählt. Es ist zweifelsohne übersichtlich, allerdings erkennt man sehr schnell die Gegner. Weswegen Schockmomente äußerst selten vorkommen. Eine weitere Hilfe für die Übersicht ist eine Karte, die alle bereits erkundeten Gänge und Räume aufzeigt. So findet man sich in komplexeren Zonen ebenfalls gut zurecht. Die Dungeons werden per Zufall generiert. Trotzdem beginnen sie recht schnell zu langweilen, denn man begegnet ständig den gleichen Texturen. Die Vielzahl der Gegner lässt überdies stark zu wünschen übrig, was die Spannung nicht gerade steigert.







Um eine Zone erfolgreich beenden zu können, müssen alle Puzzleteile eingesammelt werden. Dafür muss man blaue Kugel zerschlagen und die daraufhin erhaltene Aufgabe lösen. Dabei handelt es sich beispielweise darum, alle auftauchende Gegner in einer bestimmten Zeit zu besiegen. Sollte man eine Aufgabe nicht schaffen, erscheint die Kugel erneut und man kann es somit nochmals versuchen. Wenn man alle Teile erhalten hat, muss noch das Zonen-Puzzle gelöst und der Endgegner besiegt werden, bevor das Level wirklich abgeschlossen ist.

Innerhalb der Zonen gilt es, eine Vielzahl an Waffen zu finden, wobei es sich sowohl um Nahkampf- als auch Fernkampwaffen handelt. Dem Spieler stehen zwei Angriffstasten zur Verfügung, die auf zwei kleinere und eine große Waffe verteilt werden können. Während man für die Schusswaffen Munition finden muss, gehen andere Waffen mit der Zeit kaputt. Diese können allerdings repariert werden, vorausgesetzt, man hat ein Reparaturkit dabei. Was sich teilweise wirklich lohnt, denn die Waffen sind mit einem Level versehen. Man sammelt also Punkte, um die Stärke der Ausrüstung zu steigern.

Des Weiteren gibt es die sogenannte „Karmaleiste“, welche oben rechts angezeigt wird. Je nachdem, welche Art von Monster man besiegt, wandert die Leiste in die gegensätzliche Richtungen. Es gibt Blut, Licht und Stahl, wobei Stahl eine neutrale Komponente darstellt. Wenn man ein entsprechendes Segment erreicht hat, ist es möglich, einen Zauber einzusetzen. Der Lichtzauber stellt eine Heilung des Protagonisten dar, während der Blutzauber den Gegnern schadet.

Grafisch ist „Silent Hill: Book of memories“ zwar nicht auf dem neuesten Stand und man findet grobe Texturen, doch es kann sich durchaus sehen lassen. Die Lichteffekte wurden auffallend gut gesetzt und unterstützen die Atmosphäre. Der Sound in den Dungeons ist leider nichts besonderes und wiederholt sich stetig. Ab und an kann der Spieler wirklich aber imposanten Piano- und Orchester-Melodien begegneten.




Ein Bonus, den man dem Spiel spendiert hat, ist der Multiplayermodus. Übers Internet oder Ad-hoc kann man sich mit bis zu drei weiteren Spielern durch die Zonen schlagen. Mittels Sprachfunktion der Vita kann man sich jederzeit mit seinen Mitspielern absprechen, was ein großer Pluspunkt ist. Für beispielsweise internationale Spielrunden gibt es vorgefertigte Kommandos, was die Problematik einer Sprachbarriere schon deutlich mindert. Schade ist, dass es kein gemeinsames Inventar gibt. So können die Gegenstände nur von dem Spieler verwendet werden, der sie eingesammelt hat.
Verpackung Das Spiel befindet sich in einer üblichen, blauen Amaray-Hülle für PS Vita-Spiele. Leider gibt es kein Wendecover. Das große FSK-Zeichen stört so den Genuss des Covers sehr.
Im Inneren befindet sich ein dünnes Booklet. Darin lassen sich vor allem die typischen Hinweise lesen. Nur auf zwei Seiten gibt es äußerst knappe Informationen zum Spiel. Wobei es sich um einen kurzen Abschnitt über den Prolog und die ersten Schritte handelt.
+ imposante Piano- und Orchester-Melodien
+ atmosphärische Beleuchtung
+ interessanter Handlungsansatz
- es bleibt beim interessanten Storyansatz
- wenig Action
- sich wiederholende Gegner
Fazit Wie verkauft man ein Spiel garantiert besser? Richtig, man lässt es von einem erfolgreichen Franchise mittragen. Vielmehr als den Titel und ein paar wenige Elemente hat das Spiel wahrlich nichts mit „Silent Hill“ zu tun. Für ein Survial-Horrorspiel gibt es zu wenig Spannung, Action und vor allem fehlt der Grusel. Bedauerlicherweise funktioniert das Spiel ebenfalls nicht richtig als Hack and Slash. Was nicht zuletzt daran liegt, dass sich die Gegner ständig wiederholen und das Kampfsystem nicht gerade umfangreich erscheint. Für den Preis von über vierzig Euro sollte man das Spiel wohl lieber im Verkaufsregal stehen lassen und zu einem anderen Titel greifen.
Grafik
Grafik
3

Sound
Sound
3

Steuerung
Steuerung
3

Multiplayermodus
Multiplayermodus
3

Gesamtnote


3.4
Gamedesign
Gamedesign
3

Story
Story
4.5

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
4

Preis/Leistung
Preis/Leistung
4

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 26.09.2015
Bildcopyright: Konami Digital Entertainment, WayForward Technologies


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