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Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Silent Hill Homecoming

 
Eine Heimkehr sollte eigentlich etwas Schönes sein. Und keine Odyssee des Grauen.
Inhalt Der zweiundzwanzigjährige Alex Shepherd ist seines Zeichens Soldat. Gerade von einer Kriegsverletzung genesen, beschleicht ihn das Gefühl, dass Joshua in Schwierigkeiten steckt. Wie es sich für einen großen Bruder gehört, macht er sich gleich auf den Weg in seine Heimat, der neuenglischen Kleinstadt Shepherd's Glen.

Die Stadt ist in einem dichten Nebel gehüllt und wirkt wie ausgestorben. Zuhause trifft er nur seine Mutter an, die sich in einem apathischen Zustand befindet. Auf die Frage, wo Joshua oder sein Vater wären, bekommt Alex keine brauchbare Antwort. Plötzlich ertönen Geräusche aus dem Keller, doch auch hier zeigt seine Mutter kaum eine Reaktion.

Alex entscheidet sich dafür, nachzusehen. Ob dies wirklich eine gute Idee ist?




Silent Hill - Homecoming
Erscheinungstermin:26.02.2009
Preis (Amazon):29,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Survival-Horror
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Climax Entertainment
Sprache:engl. Sprachausgabe, dt. Bildschirmtexte
Altersfreigabe:USK: keine Freigabe
Multiplayer-fähig:Nein
Spielzeit:20+ Stunden
Vergleichbares:Resident Evil 4

UmsetzunG Der Einstieg ins Spiel ist gelungen und baut eine dichte Atmosphäre auf. Alex, festgeschnallt an eine Barre, wird durch ein vermeidliches Krankenhaus geschoben. Alles ist heruntergekommen und in den vorbeiziehenden Zimmern geht Schreckliches vor sich. Diese bedrückende Atmosphäre behält das Spiel glücklicherweise bei.

Die Bilder und die damit erzeugte Kulisse wird durch die stimmige Musik verstärkt. Dann wären da noch die Monster, welche in alter „Silent-Hill“-Manier gruselig und eklig zugleich sind. Innerhalb des Spielverlauf treffen wir hin und wieder auf den kleinen Bruder von Alex. Diese Wiedersehen sind allerdings nicht erfreulich, sondern vielmehr verstörend und werfen neue Fragen auf.

Doch so stark die Atmosphäre auch ist, so schwach sind die Reaktionen von Alex auf die seltsamen Vorkommnisse. Gerade in seiner Heimatstadt hätte man etwas mehr Wert darauf legen können. Nun wollen wir zwar nicht behaupten, dass Alex völlig emotionslos wäre. Manchmal meldet er sich zu Wort und gerade in den Cutszenen wird seine Gefühlswelt gut in Szene gesetzt.

In „Silent Hill Homecoming“ wurde im Gegensatz zu den vorigen Teilen das Augenmerk deutlich mehr auf den Kampf gelenkt. Wie man es gewohnt ist, gibt es allerhand Fern- und Nahkampwaffen. Konnte man früher notfalls auf die Monster einschlagen und kam in den meisten Fällen dennoch zum Ziel, muss man nun taktischer vorgehen. Ausweichen, blocken, Timing und die richtige Waffe sind in „Homecoming“ unabkömmlich.




Die Geschichte um Alex ist nicht innovativ und viele Motive kennt man aus anderen Genre-Vertretern oder der Reihe selbst schon zur Genüge. Aber die gelungene Inszenierung lässt den Spieler weitermachen. Wie es sich für die Reihe gehört, kann man wieder viele kleine „Geschichtsfetzen“ in Formen von Fotos, Zeichnungen, Zeitungsartikel oder Notizen finden. Umschauen hat sich in „Silent Hill“ immer gelohnt. Schon alleine damit man keine Schlüssel oder Waffen oder die Munition verpasst.

Während man sich auf der Suche befindet, welche immer wieder von Angriffen gestört wird, kann es passieren, dass sich die Umgebung urplötzlich verändert. Alex wird noch tiefer in die Anderswelt gezogen. Die „rostige Welt“ besticht durch einen industriellen Charakter. Metallische Rohre, Gitter, Ventilatoren, Windräder und tiefe Finsternis in jeder Ritze. Dreck und Blut darf selbstverständlich nicht fehlen, ebenso wenig wie die Leichen, die regelrecht dekorativ platziert wurden. Das alles erzeugt ein beklemmendes Gefühl.

Innerhalb des Spiels steht man manchmal vor einer Entscheidung. Diese Entscheidungen beeinflussen das Ende. Wie es bereits Tradition ist, hat „Homecoming“ verschiedene Endings. Vier regulären Enden kann der Spieler erreichen, dazu kommt noch das Ufo-Ende, welches erst beim zweiten Durchlauf erspielt werden kann. Hat man alle Fotos, welche Josuha geschossen hat, gefunden, bekommt man ein Bonusende, welches nach dem regulären Ende abgespielt wird.

Obwohl das Spiel keine Jugendfreigabe besitzt, wurde es stark geschnitten. Man bemerkt diese Cuts recht schnell. Denn schon bei den Kämpfen wurde einiges an Blut entfernt. Mittels neuer Kameraperspektive werden Zwischenszenen entschärft. Manchmal steht beispielsweise kurzerhand eine Kommode im Weg und versperrt damit den Blick. Bei menschlichen Gegnern wurden die Finishing-Moves entfernt und dann fehlen Leichen auch gänzlich.




Verpackung Zur Verpackung gibt es nichts Besonderes zu berichten. Das Spiel befindet sich in einer üblicher Plastikhülle. Ein großer Pluspunkt ist das Wendecover. Das Frontcover ist dabei nicht nur frei von dem FSK-Zeichen sondern zeigt auch ein anderes Motiv.

Im Inneren gibt es ein Booklet. Darin findet sich eine kurze Beschreibung über folgende Punkte:
  • Geschehnisse
  • Steuerung
  • Menüführung
  • Kampf
  • Charaktere

Zum Schluss gibt es noch zwei Seiten für Notizen und die Auflistung der Mitwirkenden.
+ dichte Atmosphäre
+ verschiedene Enden
+ gute Schockmomente
- geschnitten
- starker Fokus auf den Kämpfen
- wenige Gegnertypen
Fazit Wie bereits erwähnt, wurde der Fokus mehr auf den Kampf und die Action gelegt, als man es aus den vorigen Teilen gewohnt ist. Aber „Silent Hill Homecoming“ verkommt dabei nicht zu einem schlichten Hau-drauf-Spektakel. Die Geschichte um die zwei Brüdern und die Kleinstadt ist spannend und erzählerisch gut umgesetzt, auch wenn sie nicht innovativ ist. Speziell erwähnt sei noch einmal die brillante Musikkulisse, die sehr abwechslungsreich ist und die Stimmung stets unterstreicht. „Homecoming“ ist kein Meisterwerk und ob es sich verdient hat, den Namen „Silent Hill“ zu tragen, bleibt vor allem Ansichtssache, gut unterhalten wird man allerdings auf jeden Fall.
 
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
3



Gesamtnote


2.3
Gamedesign
Gamedesign
3

Story
Story
3

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
2

Preis/Leistung
Preis/Leistung
2

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 12.03.2016
Bildcopyright: Double Helix Games, Konami


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