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Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Die Stern-Magnolie

 
Sie leuchtet einem schon aus der Ferne strahlendweiß entgegen, wenn viele andere Blüten noch schlafen: die Stern-Magnolie.
Für viele ist der Frühling eine ganz besondere Zeit im Jahr: Nach monatelanger Kahlheit an den Bäumen und in den Gärten sowie Lichtmangel werden die ersten Blüten sehnlichst erwartet. Viele von ihnen muten sehr zart an, wie zum Beispiel die Blüten von Pflaume und Kirsche oder auch die schon aus weiter Ferne gelb strahlende Forsythie. Doch es gibt auch bereits so früh im Jahr größere, prachtvolle Blüten: die Stern-Magnolie.

Die Stern-Magnolie, lateinisch Magnolia stellata, ist eine Art der Magnoliengewächse und stammt aus Japan. Wildwachsend wurde sie dort erstmals in der Ise-Bucht, zwischen den Präfekturen Mie und Aichi gelegen, auf der Hauptinsel Honshu gesichtet.

Der deutsche Arzt, Naturforscher und Ethnologe Philipp Franz Balthasar von Siebold bemühte sich seinerzeit, die Pflanze aus Japan nach Europa zu importieren, konnte jedoch nicht vorherrschende japanische Handelsbeschränkungen umgehen. Erst 1862 schaffte es der Amerikaner Dr. George Rogers Hall die Stern-Magnolie nach New York in die USA zu bringen, von wo aus sie sich ab den 1870er Jahren weiter in der westlichen Welt verbreitete.

Da die Stern-Magnolie im Schnitt nur eineinhalb bis drei Meter hoch wird, wird sie gerne zur Bepflanzung von kleinen Grundstücken oder Vorgärten verwendet. Das strahlende Weiß, das sie bei voller Blüte aussendet, ist einfach ein Blickfang, dem man sich nur schwer entziehen kann. Während andere Blüten mit bunten Farben punkten, ist es bei der Stern-Magnolie die regelrechte „Leuchtkraft“. Und wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man ruhig einmal die Nase in eine der frisch geöffneten Blüten stecken: Der Duft der Stern-Magnolie ist zwar dezent aber dennoch betörend.

Neben der reinweißen Sorte Magnolia stellata gibt es auch noch die etwas großblütigeren Züchtungen „Royal Star“ sowie „Water Lily“; letztere kann von ihrer Blütenform tatsächlich an eine Wasserlilie erinnern. Sehr beliebt geworden sind bei uns auch die rosa-weißen Sorten „Rosea“ und „Rubra“; die bekannteste rosa-weiße Stern-Magnolie dürfte gegenwärtig die Züchtung Magnolia loebneri „Leonard Messel“ sein.

Insgesamt wird die Anzahl von Magnolienarten weltweit auf über 200 geschätzt. Dabei ist die Stern-Magnolie nicht die einzige, deren Herkunft Japan ist: Da gibt es noch die prächtig-mächtige Honoki-Magnolie (Magnolia obovata), die Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus), deren Blütenform zunächst an die Stern-Magnolie erinnert, die Wuchshöhe des Baumes aber deutlich größer wird, und die Weidenblättrige Magnolie (Magnolia salicifolia), die ebenfalls eine gewisse Ähnlichkeit mit der Stern-Magnolie aufweist.
So pflegeleicht und atemberaubend die Stern-Magnolie auch ist, gibt es doch etwas, was sie (wie auch andere Magnolienarten) so gar nicht mag: zu viel Regen. Jener schadet zwar dem Baum selbst nicht, aber die Blüten werden sprichwörtlich schnell verregnet und somit zerstört. Möchte man also die Pracht der Magnolien genießen, sollte man auf einen nicht zu regenreichen Frühling hoffen.


Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 23.04.2018
Bildcopyright: Hans (pixabay.com), Pitsch (pixabay.com), dustinthewind (pixabay.com), arlouk (pixabay.com), bernswaelz (pixabay.com)


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