Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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Die Captain Tsubasa-Stadt

 
In dieser Kolumne möchte ich über meinen Ausflug nach Katsushika City im äußersten Osten Tokyos schreiben...

In dieser Kolumne möchte ich über meinen Ausflug nach Katsushika City (葛飾区) im äußersten Osten Tokyos schreiben. Bei der „Stadt“ mit ca. 455.00 Einwohnern handelt es sich genau genommen um einen der 23 Bezirke der Präfektur Tokyo.

Habt ihr jemals von Katsushika gehört? Wahrscheinlich nicht, aber Katsushika ist die Heimatstadt von Mangaka Yōichi Takahashi, der den Manga „Captain Tsubasa“ gezeichnet hat. Als Hommage hat die Stadt neun Bronzestatuen aus dem Manga in der ganzen Stadt verteilt aufgestellt.

So bin ich im September mit der Bahn aufgebrochen, um mir die Statuen anzuschauen. Ich trat meine Reise direkt früh morgens an und kam gegen 9 Uhr am Bahnhof Yotsugi an. Der gesamte Bahnhof ist im Captain Tsubasa-Stil gehalten und dort kann man sich nach den Bahnsteigbegrenzungen auch eine offizielle Karte abholen, welche die Standorte der Statuen und anderer Captain Tsubasa-Anspielungen zeigt.



Als ich aus dem Bahnhof trat, sah ich direkt den Fußabdruck vom japanischen Fußballspieler Kitazawa Tsuyoshi vor einem Family Mart (japanischer Convenience Store). In besagtem Family Mart konnte man sich übrigens auch einen Captain Tsubasa Anstecker kaufen, den es nur dort gibt. Daraufhin waren es nur ein paar Meter bis zur ersten Statue von Ryo Ishizaki. So habe ich nach und nach die Statuen abgeklappert und konnte mit der Karte und Google Maps auch alle neun Statuen finden. Zusätzlich zu den Statuen und dem Bahnhof gab es noch Straßenlaternen und Busse im Captain Tsubasa-Stil. Insgesamt hat die Tour schon mehrere Stunden gedauert und zusätzlich war es an dem Tag wirklich sehr heiß und es gibt relativ wenig Schatten. Also wenn ihr euch die Statuen auch anschauen wollt, auf jeden Fall Wasser und Sonnencreme einpacken!

Die Statuen sind schon super, aber auf dem Weg gab es auch einige Tempel und der Stadtteil ist wirklich sehr ruhig und wäre auch ohne die Statuen einen Besuch wert! Da ist es natürlich umso schöner, wenn man noch einen zusätzlichen Anreiz für die Erkundung hat.











Ich kann die Tour jedem, der sich für Anime interessiert und eine (bis auf die Bahnfahrt) kostenlose Tagesbeschäftigung in Tokyo, sucht empfehlen.


Über den Gastautor 

Liebe Leser von animePRO, ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen. Mein Name ist Tim und ich befinde mich derzeit in einem Auslandssemester an der Tokyo University. Das Auslandssemester ist bereits mein siebter Japanaufenthalt und wird auch nicht mein Letzter sein. Ich würde mich freuen, wenn ihr mal auf meinem Japan-Blog vorbeischauen würdet. Dort schreibe ich über alle möglichen Themen, aktuell natürlich auch viel über das Auslandssemester. Ihr könnt mir auch auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen, dann verpasst ihr keinen Artikel.

Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 19.11.2019
Bildcopyright: ©Tim Ulbricht


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