Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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Die Ballonblume

 
Sie wird sowohl für medizinische als auch für dekorative Zwecke eingesetzt und es gibt sie sogar als Mädchennamen – die Ballonblume.
'Sieht aus wie 'ne überzüchtete Glockenblume', war mein erster Gedanke, als ich diesen Sommer bei meiner Arbeit das erste Mal Ballonblumen sah. Da wir sie im Angebot hatten und Kunden immer wieder nach ihr fragten, wurde ich regelmäßig mit dieser Pflanze konfrontiert. Und weil ich die Ähnlichkeit zu der mir bekannten Glockenblume so penetrant fand, recherchierte ich einige Tage später – und durfte feststellen, dass ich gar nicht so daneben lag: Die Ballonblume, lateinisch Platycodon grandiflorus, stammt aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Alternative Namen dieser Pflanze sind auch Großblütige Ballonblume oder Chinesische Glockenblume.

Letzterer legt auch schon einen Verweis der Herkunft nahe: Sie stammt ursprünglich aus Nord-China, Ostsibirien, der Mandschurei, Japan und Korea. Bei uns scheint sie hingegen noch nicht so bekannt zu sein, obwohl ich das Gefühl habe, dass sich das dieses Jahr drastisch ändern könnte; so oft wie ich sie in letzter Zeit gesehen habe...
In ihrer Heimat findet man wildwachsende Ballonblumen auf steinigen Böden, grasbewachsenen Hängen, Gebirgswiesen sowie zwischen Gebüschen und auf Waldlichtungen.

Warum aber heißt eine Blume, deren Blüte aussieht wie eine zu groß geratene Glockenblume, „Ballonblume“? Der Grund hierfür ist die Form der Blüte, kurz bevor sie sich öffnet: Dann sieht sie nämlich tatsächlich aus wie ein aufgeblähter Ballon.
Übrigens bedeutet der Name Kikyo (桔梗), des gleichnamigen Charakters aus der Serie „Inu Yasha“, auch „Ballonblume“.

Während die Ballonblume bei uns als hübsche Sommerblume den Garten verschönert, gilt sie in China und Korea als Medizin. Dort wird die Wurzel, die einen bitteren Geschmack haben soll, auf verschiedene Arten zubereitet. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird zur Immunstimulation sowie bei Krebserkrankungen eingesetzt.
Die jungen Blätter gelten als genießbar, wohingegen die älteren Blätter ungenießbar sind.

In Korea gibt es ein Volkslied mit dem Titel „Doraji“, welches die dekorative Blume (in weiß) besingt. Vielleicht kann sich dieses Pflänzchen auch eines Tages bei uns als beliebter Blüher durchsetzen...



Aufmacher: Julia Kefenhörster
Autor:
Lektor: Leonie Schultz
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 07.08.2015
Bildcopyright: peterpaul/piqs.de, pixabay.com, Wikimedia Commons


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