Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Boys Love – der Film

 
Was fasziniert einen Menschen an einem anderen? Das gute Aussehen? Sein Charakter? Oder doch die Geschichte, die hinter eben diesem steckt? Der Reporter Mamiya versucht die Geschichte von Noël zu ergründen und entdeckt zum ersten Mal die reine Liebe zu einem Mann...
Inhalt Aufgrund eines Traumas in seiner Kindheit ist der Umgang mit Noël Kisaragi (gespielt von Takumi Saito) schwierig: Nicht nur, dass er ständig wechselnde Partner hat, er hat auch noch den Ruf, äußerst arrogant zu sein, was die Arbeit mit ihm sehr erschwert. Dennoch ist er trotz seines jugendlichen Alters sehr erfolgreich. Er modelt nicht nur, sondern malt auch Bilder, die sehr gut ankommen und ihn berühmt gemacht haben. Dafür nimmt er es jedoch mit der Schule nicht allzu genau.

Der Reporter Mamiya (Yoshikazu Kotani) bekommt den Auftrag, Noël zu seinen Bildern zu interviewen. Nachdem sie über ein Bild, das einen kleinen Jungen am Meer zeigt, ins Gespräch kommen, lädt Mamiya Noël ins Restaurant ein. Als er auf die Toilette geht, kommt Noël hinterher, zieht ihn in eine Kabine und verübt Oralverkehr an ihm. Mamiya ist nach dieser Episode vollkommen verstört und gibt sogar den Artikel ab, dennoch zieht es ihn immer wieder zu Noël. Nicht zuletzt, weil dieser geschickt versteht, ihn zu manipulieren. Nach einem Gespräch mit Noëls bestem Freund Chidori (Hiriya Matsumoto), der seinen Freund sehr liebt, glaubt Mamiya, Noël besser verstehen zu können und sucht ihn im Schwimmbad auf. Nach einigen Neckereien kommen sich die beiden langsam näher, Noël nimmt seine Arbeit und die Schule wieder ernster und auch Mamiya ist sehr viel glücklicher. Als Chidori ihn fragt, ob Mamiya Noël liebt, gibt er es sofort offen zu. Doch bei Chidori ist das Feuer der Eifersucht entbrannt, was letztlich zu einer Katastrophe führt...
Boys Love
Dt. Publisher:Anime Virtual
Erscheinungstermin:25.05.2009
Preis (Amazon):18,95 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Spiellänge:120 Minuten
FSK:Ab 16 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
EAN:4260039670407
Animexx:DVD-Eintrag

Details Obwohl der Film ab 16 ist, darf man keineswegs zu viele Liebesszenen erwarten. Die wenigen, die es gibt, sind sehr diskret und mehr als einen nackten Oberkörper oder eine bloße Rückenansicht (inklusive Po) bekommt man nicht zu sehen, dafür umso mehr Prügelszenen.
Das langsame Näherkommen der beiden Protagonisten Mamiya und Noël ist sehr schön dargestellt, auch die Veränderung, die die beiden dadurch mitmachen. Auch wenn beide nicht die größten Schauspieler sind und ab und an doch etwas zum „Overacting“ neigen. Allerdings ist Noëls Trauma nicht ganz nachvollziehbar, so wie er es vor der Beziehung mit Mamiya darstellt. Auch seine große Kunst bleibt eher ein Mysterium – außer dem Bild vom Meer mit dem Jungen wird kein besonders schön gezeichnetes Bild gezeigt, sondern lediglich Kinderbilder, deren Sinn sich erst am Ende erschließt.






Umsetzung Die Untertitel sind sehr gut zu lesen und ausformuliert. Dafür sind die Dialoge in der deutschen Synchronisation umso schlechter – manches Mal sorgen sie eher für amüsiertes Gelächter, selbst wenn die Szene ernst gemeint ist. Außerdem geht einem spätestens das fünfte „Alter“ auf die Nerven, zumal Noël das eigentlich nicht ein einziges Mal sagt. Gerade am Anfang ist die deutsche Tonspur nicht immer synchron zu den Lippenbewegungen der Schauspieler, sodass oft mehr Text zu hören ist, als gesagt wird – jedoch bessert sich das im Laufe des Films erheblich. Wer sich daran stört, kann natürlich immer noch auf den japanischen Originalton zurückgreifen.
Die Synchronstimmen sind für die drei Hauptcharaktere gut gewählt, zumal Kotani (Mamiya) endlich älter wirkt als Saito (Noël) – im Original stutzt man da so manches Mal. Nicht nur weil Kotani jünger aussieht als Saito, sondern man es auch deutlich hört. Auch Noëls Synchronstimme bringt seine flappsige, arrogante Art sehr gut zur Geltung; zwar wünscht man sich bei beiden oft etwas mehr Gefühl, doch wurde die Auswahl ziemlich gut getroffen. Bei den Nebencharakteren hat man sich dagegen weitaus weniger Mühe gegeben.
Menü Im DVD Menü, das mit einem Pianotheme des Films untermalt ist, findet man zunächst das untere Bild des Covers wieder, wobei Mamiya und Noël getrennt wurden. Während sich neben Noël links oben das Menü befindet, steht rechts unten neben Mamiya der Titel des Films. Man hat die Optionen „Abspielen“, „Kapitel“, hier wurde der Film in zwölf Abschnitte unterteilt, „Sprache“, dort kann man Deutsch oder Japanisch, sowie die Untertitel Deutsch oder Englisch einstellen und zuletzt noch ein „Making Of“. Das Menü ist nicht animiert.



Verpackung Die DVD-Hülle ist komplett weiß, passend zum Cover – auf diesem sind zwei Szenen aus dem Film abgebildet, bei denen die Protagonisten beide weiß tragen. Zwischen den beiden Bildern prangt der Titel des Filmes in Japanisch und Englisch, ganz einfach in schwarz auf weißem Grund. In der Ecke befindet sich das große FSK-16-Logo. Leider liegt der DVD kein Wendecover bei. Die Rückseite zieren eine große, vertraut wirkende Szene, in der Mamiya den halbnackten Noël umarmt, sowie ein kleineres Bild von Noël und Chidori. Das sechsseitige Booklet wartet mit einigen Hintergrundinformationen zum Film, sowie dessen Fortsetzung auf. Außerdem gibt es noch einige Bilder und Zitate aus Kritiken, sowie Werbung für EMA und Anime House.
Extras Auf der DVD befindet sich noch ein fast 20-minütiges „Making Of“ des Films, in dem der Regisseur und die drei Darsteller von Noël, Mamiya und Chidori ihre Eindrücke wiedergeben. Dabei wird auch auf das Thema Homosexualität im Allgemeinen eingegangen, warum der Regisseur Kohtaro Terauchi diesen Film unbedingt drehen wollte, sowie einige Hintergrundinformationen zur Entstehung des Films. So war zum Beispiel das berühmte Bild vom „Jungen am Meer“ ursprünglich gar nicht für den Film geplant, sondern mehr eine Gedankenskizze des Regisseurs. Auch auf die unterschiedlichen Charaktere, sei es der Filmfiguren oder der Schauspieler, wird kurz eingegangen und zudem die Arbeit an den Settings gezeigt. Insgesamt sehr nett, mit schönen Informationen rund um den Film aufbereitet. Das „Making Of“ ist mit einem Voice-Over belegt, Untertitel gibt es keine.



Fazit Der Film ist nett und gut umgesetzt, gaukelt aber eine Tiefgründigkeit vor, die nicht wirklich vorhanden ist. Das Ziel des Regisseurs eine „natürliche, männliche Liebe“ darzustellen, ist ihm durchaus gelungen, selten wirkt sie in Filmen so ungezwungen und ohne gängige Klischees. Die deutsche Dialogregie hätte allerdings doch etwas besser und vor allem feiner arbeiten können, bei den Untertiteln ist das mehr oder weniger gut geglückt. Wer sich an der Synchronisation zu sehr stört, hat natürlich immer die Möglichkeit, den japanischen Originalton einzuschalten. Kein besonders herausragender Film, doch man kann durchaus einen Blick riskieren.
Inhalt
Inhalt
2.5

Bild
Bild
1

Ton
Ton
3

Synchronisation
Synchronisation
2.5

Gesamtnote


2.6
Untertitel
Untertitel
1

DVD-Menü
DVD-Menü
6

Extras
Extras
2.5

Preis/Leistung
Preis/Leistung
1.5

Autor: /  TonaradossTharayn
Lektor: Christine Schäffer
Grafiker: Nathalie Schöps /  unbekannt
Datum d. Artikels: 07.03.2011
Bildcopyright: Anime House


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