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Higashino, Keigo

Man kann Keigo Higashino nicht gerade als Überraschungstalent der japanischen Krimiszene bezeichnen. Es dauerte durchaus eine Weile, bis er den Durchbruch schaffte. Dazwischen lagen viele verlorene Wettbewerbe, unveröffentlichte Werke und kleine Auflagen, die nicht zu Bestsellern wurden. Erst sein vierter Roman, „Meitantei no Okite“ (dt. „Das Gesetz der Meisterdetektive“), der 1996 erschien, gewährte ihm schließlich den Sprung nach oben.
Profil
Infobox

Geburtstag
04.02.1958

Geburtsort
Ōsaka

Keigo Higashino wurde am 4. Februar 1958 in Ikuno-ku, einem Stadtbezirk in Ōsaka, geboren. Erst neunzehn Jahre später, 1974, im zweiten Jahr der Oberschule, entdeckte er sein Interesse für Kriminalromane, als er den Roman „Archimedes wa Te o yogosanai“ (dt. „Archimedes macht seine Hände nicht schmutzig“) von Komine Hajime las. Aber allein das Interesse daran genügte nicht, denn erst als er von dem japanischen Krimi-Literatur-Preis „Edogawa-Rampo-Preis“ hörte, fühlte er sich motiviert, seinen ersten Roman „Android wa Keikoku suru“ (dt. „Der Android verwarnt“) zu beginnen. Dieses Buch blieb zwar unveröffentlicht, war aber immerhin der Start in seine Schriftstellerkarriere.
Nach dem Schulabschluss verbrachte Higashino zunächst ein Jahr als so genannter „Rōnin“, was in diesem Fall jedoch keinen herrenlosen Samurai meint, sondern als Metapher für Schulabgänger dient, die nicht sofort mit Studium, Arbeit oder Ausbildung anfangen. Danach studierte er Elektrotechnik an der Präfekturuniversität Ōsaka und wurde Kapitän des Bogenschützen-Klubs, was zu seinem Debütwerk „Hōkago“ (dt. „Nach der Schule“) führte. Nach dem Studium fand Higashino Anstellung als Ingenieur bei der japanischen Firma Denso, schrieb jedoch weiterhin Kriminalromane. Mit „Ningyō-tachi no Ie“ (dt. „Haus der Puppen“) bewarb er sich 1983 zum ersten Mal für den Edogawa-Rampo-Preis, schaffte es durch die zweite Vorausscheidungsrunde, musste jedoch auf einen Sieg verzichten. Zur selben Zeit heiratete er seine Frau, die als Teilzeitlehrerin an einer Mädchenoberschule arbeitete und ihm damit die Vorlage für die Hauptfigur in Hōkago lieferte. Der zweite Versuch, den begehrten Preis 1984 mit „Makyū“ (dt. „Teuflischer Wurf“) zu gewinnen, brachte ihn sogar bis in die Endausscheidung, aus der er aber erneut nicht als Sieger hervorging. Erst 1985, beim 31. Edogawa-Rampo-Preis, gelang es Higashino schließlich, mit Hōkago den Sieg zu erringen. Dieser Sieg bewegte ihn dazu, seine Anstellung zu kündigen und in Tokyo als Vollzeitschriftsteller zu arbeiten.
Trotzdem gelang ihm erst mit Meitantei no Okite der Durchbruch, als er damit den dritten Platz auf der Kriminalliteratur-Rangliste „Kono Mystery ga sugoi!“ (dt, „Diese Kriminalstücke sind großartig!“) einnahm. Wer ihn bis dahin noch nicht kannte, lernte ihn spätestens 1998 mit der Verfilmung von „Himitsu“ (dt. „Geheimnis“) kennen.
Die Kriminalschriftstellervereinigung „Mystery Writers of Japan“ durfte ihn 2009 als Vorsitzenden begrüßen.
Werke Deutsche Veröffentlichungen
Mord am See (Cass, 2003)
Verdächtige Geliebte (Klett-Cotta, 2013)
Auszeichnungen
Auszeichnungen
31. Edogawa-Rampo-Preis für „Hōkago“ (1985)
52. Preis der Kriminalschriftsteller Japans für „Himitsu“ (1999)
134. Naoki-Preis für „Yōgisha Ekksu no Kenshin“ (2006)
6. Großer Honkaku Mysterypreis für „Yōgisha Ekksu no Kenshin“ (2006)
43. Shimpu-Preis für „Ryūsei no Kizuna“ (2008)
Autor: Teresa Schießl /  toastbrot95
Lektor: Elsa Philipp
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 08.02.2013
Bildcopyright: Keigo Higashino


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