Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Mit "Carrier of the Mask" hat Vinny-Vieh aka Anna Hörner einen äußerst ungewöhnlichen Manga erschaffen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und der Künstlerin ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt...!

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Aktuell in Japan:
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Ikeda, Daisaku

Daisaku Ikeda ist nicht nur Autor zahlreicher Romane, Essays und Gedichte, sondern setzt sich auch jeher für den weltweiten Frieden ein. 1983 erhielt er für seine Friedensvorschläge, die er seit 1983 jährlich zum 26. Januar veröffentlicht, den Friedenspreis der UNO. Sein starker Einsatz hat wohl auch sehr persönliche Gründe, die in seiner Jugend zu finden sind.
Profil
Infobox

Geburtstag
02.01.1928

Geburtsort
Tokio

Daisaku Ikeda wurde am 2. Januar 1928 in Tokio geboren und ist ein japanischer Schriftsteller. Neben seinen literarischen Werken hält er aber auch Vorträge über Frieden, Kultur und Erziehung, zudem führt er auch Dialoge über eben diese Themen. Seine Grundsätze und Überzeugungen gründen sich auf den Buddhismus des Nichiren (dt. „Sonnenlotus“), eines japanischen buddhistischen Reformers geboren im Jahr 1222.
Ikeda wuchs im totalitären Japan des Zweiten Weltkrieges auf, der Grund, weswegen seine Kindheit von Leid und Grausamkeit geprägt war. Die harte Arbeit unter dem japanischen Militärregime sowie der militärische Zwangsdrill führten in seiner Jugendzeit zu einer schweren Tuberkulose-Erkrankung.
Als sein älterer Bruder als Soldat im Krieg fällt, leidet er nicht nur unter diesem Verlust, sondern auch unter der Trauer seiner Mutter. Die beiden Atombomben, die in Hiroshima und Nagasaki einschlagen, sind ebenfalls ein Grund für Ikedas Entschluss, sich für eine Welt in Frieden einzusetzen.
Sein erster Schritt auf diesem Weg bestand darin, nach Ende des Krieges die Abendschule zu besuchen und in deren Rahmen intensiv die Werke wichtiger Autoren aus Literatur, Poesie und Philosophie zu studieren. Doch entscheidend war das Jahr 1947, als er mit 19 Jahren zum ersten Mal Josei Toda, den zweiten Präsidenten der Soka Gakkai (dt. „Werteschaffende Gesellschaft“), traf.
Die Soka Gakkai setzte sich seit 1930 dafür ein, die Gemeinschaft dazu zu bringen, sich selbst in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen des Nachkriegs-Japans zu engagieren. Dabei gründete sich diese buddhistische Laiengemeinschaft – wie später auch Ikeda – auf die Lehren Nichirens.
Ikeda war stark beeindruckt von Josei Todas weltoffenem, bescheidenem und tief vom Buddhismus überzeugtem Wesen und dessen Fähigkeit, eben diese Weltanschauung einfach und verständlich zu erklären. Er wird Todas Schüler, tritt der Soka Gakkai bei und studiert den Buddhismus sowie Kunst, Literatur und Philosophie; zudem lehrt ihm Toda ein humanistisches Bildungsideal, das eine mitfühlende Persönlichkeit zum Ziel hat.
Über 10 Jahre lernt Ikeda von Toda den Menschen zu helfen, ihnen die buddhistische Lebensweise nahezulegen und sie dabei zu unterstützen, sich ein neues Leben aufzubauen. Nach Todas Tod im Jahr 1958 löste ihn Ikeda als Leiter der Soka Gakkai ab. Das Lebensziel Todas vergaß er dabei nicht, im Gegenteil – Ikeda wollte weiter gehen und die Soka Gakkai auch weltweit bekannt machen. Als Präsident reist er regelmäßig ins Ausland, um seine Weltanschauung zu verbreiten und mit führenden Persönlichkeiten – unter anderem Tschingis Aitmatow, Josef Derbolav, Michail Gorbatschow und Nelson Mandela – Dialoge zu führen.
1975 übernahm er schließlich auch die Präsidentschaft der von ihm gegründeten Soka Gakkai International, einer Schwesterorganisation, die als Nichtregierungsorganisation zur UNO gehört. Innerhalb dieser Organisation wird er auch als „Sensei“ bezeichnet, ein japanischer Ausdruck für „Lehrer“ oder „spiritueller Meister“.
Zu einer seiner wichtigen Taten, für die er jedoch auch stark kritisiert wurde, gehört die Forderung während des Kalten Krieges an die eigene japanische Regierung, sich offiziell bei China für die begangenen Kriegsverbrechen zu entschuldigen. Trotz der heftigen Kritik aus den eigenen Reihen wurden die diplomatischen Beziehungen 1972 wiederaufgenommen, woraufhin er von China als erster Ausländer die „Auszeichnung für Frieden und Freundschaft“ erhielt.
Darüber hinaus überreichte Ikeda dem Vorsitzenden UN-Generalsekretär Kurt Waldheim 1975 eine Petition zur weltweiten Abschaffung von Atomwaffen mit 10 Millionen Unterschriften, außerdem legt er der UNO regelmäßig Abrüstungsvorschläge vor.
Werke Deutsche Veröffentlichungen
Noch ist es nicht zu spät mit Aurelio Peccei (1988)
Wähle das Leben mit Arnold J. Toynbee (1989)
Begegnung am Fujiyama mit Tschingis Aitmatow (1999)
Unsere Wege treffen sich am Horizont mit Michael Gorbatschow (2005)
Autor: Teresa Schießl /  toastbrot95
Lektor: Elsa Philipp
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 26.08.2013
Bildcopyright: Daisaku Ikeda


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