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Kawabata, Yasunari

Kawabata Yasunari ist der erste Japaner, der mit einem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Zudem gilt er als Begründer der "sensualistischen Schreibweise".
Profil
Infobox

Geburtstag
14.06.1899

Geburtsort
Osaka

Kawabata Yasunari wurde am 14. Juni 1899 in Ôsaka geboren. Bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr war er bereits zum Vollwaise geworden. Zuerst starben seine Eltern als er zwei Jahre alt war und anschließend verlor er noch seine Geschwister. Er studierte englische und japanische Literatur an der kaiserlichen Universität in Tokyo. Im Anschluss daran gründete er die "bungei jidai" (jap. 文芸時代, dt. Literaturgruppe "Sensualisten" (wörtl. Neo-Perzeptonisten)). Des Weiteren setzte er sich stark für die Förderung des literarischen Nachwuchses ein, unter anderem auch der Förderung von Mishima Yukio. Sein Erstlingswerk "Izu no odoriko" (jap. 伊豆の踊子, dt. Die Tänzerin von Izu) erschien 1926 und erzählt von einer Liebesgeschichte zwischen dem Protagonisten und einer jungen Geisha. Diese Thematik wird auch in weiteren Werken Kawabatas oft aufgenommen. 1968 wurde ihm schließlich als erstem japanischem Schriftsteller der Nobelpreis für Literatur verliehen. Schließlich beging er am 16.04.1972 in Zushi Selbstmord durch das Einatmen von Gas.

Zu Kawabatas Schreibstil ist zu sagen, dass er als der Begründer der "sensualistischen" Schreibweise gilt, welche er in Anlehnung an zeitgenössische Strömungen entwickelte. Seine Sprache lebt von ihrer kunstvollen Einfachheit, die viele Aussagen oft einfach "in der Schwebe hält". Die Protagonisten seiner Werke sind stets Beobachter des Geschehens, nehmen aber nie wirklich aktiv an diesen Geschichten teil. Dies wird oft darauf zurückgeführt, dass Kawabata früh zum Waisen wurde und deswegen schon in jungen Jahren mit Dingen wie Krankheit und Tod konfrontiert wurde. Man spricht hier von der sogenannten "Waiseneinsamkeit".
Dafür legt er in seinen Werken alle Ausdruckskraft auf die Schilderung der Umwelt und er misst der Schönheit in selbst den kleinsten Details große Bedeutung zu. Auch wenn er mit seiner "sensualistischen" Schreibweise eine neue literarische Strömung in Japan begründete, achtete er immer sehr darauf, die alten Traditionen seiner Heimat zu schildern. Zu nennen ist hier besonders sein wohl bekanntestes Werk "Yukiguni" (jap. 雪国, dt. Schneeland) von 1937/47, welches bereits zweimal in das Deutsche übersetzt wurde. Das erste Mal 1957 und ganz aktuell ein weiteres Mal 2004, was ebenfalls deutlich zeigt, dass das Interesse an den Werken Kawabatas in Deutschland nicht gesunken ist.
Werke Deutsche Veröffentlichungen
"Die Tänzerin von Izu" (Roman). Carl Hanser Verlag, 1968, Reclam, 1996.
"Die Rote Bande von Asakusa" (Roman). Insel Verlag, 1999.
"Schneeland" (Roman). Carl Hanser Verlag, München 1957, Suhrkamp Verlag, 2004.
"Tausend Kraniche" (Roman). Carl Hanser Verlag, 1956.
"Ein Kirschbaum im Winter" (Roman). Carl Hanser Verlag, 1969.
"Die schlafenden Schönen" (Roman). Suhrkamp Verlag, 1994.
"Schönheit und Trauer" (Roman). Verlag Volk und Welt, 1987.
"Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadt" (Roman). Carl Hanser Verlag, 1965.
"Handtellergeschichten" (Erzählungen). Carl Hanser Verlag, 1990.
"Der Blinde und das Mädchen. Neue Handtellergeschichten" (Erzählungen). Carl Hanser Verlag, 1999.
"Tagebuch eines Sechzehnjährigen" (Erzählungen). Nymphenburger Verlagshandlung,1969.
"Träume im Kristall" (Erzählungen). Carl Hanser Verlag, 1973.
"Drei Erzählungen" (Erzählungen). iudicium Verlag, 2001.
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Literaturnobelpreis 1968
Autor: Jennifer Kinkel /  Juka
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 18.10.2013
Bildcopyright: Kawabata Yasunari


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