Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Natürlich fand auch 2017 das jährliche Filmfest der Nihon Media e.V. statt. Mit über achtzig Filmproduktionen wurde dieses Jahr das Thema „Zwischen Hart und Zart – Japans Kino der verlorenen Unschuld" vom 31.05. - 04.06.2017 gewählt.

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Aktuell in Japan:
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Hisashi, Inoue / ひさし井上

Inoue Hisashi wurde am 16. November 1934 in der Stadt Kawanishi in der Präfektur Yamagata geboren. Er verstarb im Alter von 75 Jahren am 09. April 2010 an Lungenkrebs, der vorher, im Oktober 2009, bei ihm diagnostiziert wurde.
Profil
Infobox

Geburtstag
16.11.1934

Geburtsort
Kawanishi

Bereits mit vier Jahren verlor der Japaner Inoue Hisashi seinen Vater und kam an eine christlich-baptistische Schule.
Seine Schriftstellerkarriere begann er in einem Stripclub, wo er Sketche für die Pausen schrieb.
Später an der „Sophie Universität“, einer japanischen Privatschule mit ebenfalls kirchlicher Trägerschaft in Chiyoda/Tokyo, machte Inoue seinen Abschluss und schrieb während seiner Studienzeit Theaterstücke sowie Radio-Skripte.
Sein erstes Bühnenstück „Nihonjin no Heso“ schrieb er 1969.
Seinen ersten Roman „Tegusari shinju“ (dt. „Der gefesselte Doppelselbstmord“) erschien ein Jahr später. Für ihn erhielt Hisashi 1972 den „Naoki-Preis“, einen Preis für Nachwuchsschriftsteller.
1981 folgte der „Yomiuri-Literaturpreis“, der von der „Yomiuri-Zeitung“ vergeben wird.
1982 gab es für „Kirikiri-Jin“ erneut einen Preis. Dieses Mal für den besten Roman - den „Seiun-Preis“ (Seiun-shō), ein japanischer Literaturpreis für herausragende nationale Science-Fiction-Werke.
„Shanghai Moon“ (シャンハイムーン) brachte Inoue Hisashi 1991 den „Tanizaki-Jun’ichiro-Preis“ ein. Er wird für repräsentative Erzählprosa und Dramen überreicht.
Der letzte bekannte Preis wurde ihm 1999 zur Würdigung als älterer Schriftsteller verliehen - der „Kikuchi-Kan-Preis“.
Anfang 2000 wurde Inoue Hisashi das erste Mal durch sein Theaterstück „Die Tage mit Vater“, in dem es um den Atombombenabwurf auf Hiroshima ging, auch im Ausland, unter anderem in Deutschland, bekannt.
Von 2003 bis 2007 war Hisahi Präsident des japanischen „P.E.N.-Club“. Der eingetragene rechtsfähige Verein ist als Nichtregierungsorganisation und Schriftstellervereinigung für den Schutz der Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit bekannt. Er fördert außerdem die Kultur und den internationalen Austausch.
Einige von Hisashis Werken wurden in viele Sprachen übersetzt. Englisch, Französisch, Chinesisch, Spanisch, Arabisch, Koreanisch, Italienisch, Russisch und eben auch Deutsch fallen darunter.
Werke Deutsche Veröffentlichungen
Kalter Krieg (Szene aus Shōgeki Zenshū) in: Anbauten Umbauten. Fest¬schrift für Wolfgang Schamoni zum 60. Geburtstag (iudicium Verlag, 2003)
Die Tage mit Vater (Chichi to kuraseba) in: Fünf Theaterstücke aus Japan (Iudicium Verlag, 2008)
Little Boy – Big Taifoon (henschel, 2011)
Die Sieben Rosen von Tokyo (be.bra, 2013)
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Naoki-Preis für „Tegusari shinjū“ (手鎖心中 / 1972)
Yomiuri-Literaturpreis (1981)
Seiun- Preis für „Kirikiri-Jin“ (1982)
Tanizaki-Jun’ichiro-Preis (1991)
Kikuchi-Kan-Preis (1999)
Autor: Bettina Spallek /  Subaru
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 20.12.2014
Bildcopyright: Inoue Hisashi


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