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Thich Naht Hanh

Er setzte sich stets für den Frieden ein und wurde dafür ins Exil verbannt. Heute gilt er als einer der beliebtesten Vertreter buddhistischer Weisheiten der Gegenwart: Thích Nhất Hạnh.
Profil
Infobox

Geburtstag
11.10.1926

Geburtsort
Thừa Thiên-Huế (Zentralvietnam)

Thích Nhất Hạnh kam am 11. Oktober 1926 in Zentralvietnam zur Welt. Sein eigentlicher Name lautet Nguyễn Xuân Bảo; „Thích“ ist ein Titel für vietnamesische Mönche und Thích Nhất Hạnh somit sein Mönchsname.
Im Alter von sechzehn Jahren wurde er im Từ Hiếu-Tempel zum Mönch ordiniert. Doch neben den ihm vertrauten Texten der Mahayana-Tradition (eine bestimmte Form des Buddhismus) interessierte er sich schon in jungen Jahren auch für die religiösen Schriften anderer Schulen wie zum Beispiel dem Theravada. Auch europäischen Philosophen und Religionstheoretikern war er aufgeschlossen gegenüber.

1949 war er Mitgründer des An Quang Buddhist Institute in der Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon), einer Begegnungsstätte für buddhistische Repräsentanten. Seine ersten Texte über Buddhismus veröffentlichte Thích Nhất Hạnh als zwei jeweils zehnteilige Artikel in einer vietnamesischen Tageszeitung, von denen manche auch ins Französische übersetzt wurden. Nachdem er für ein paar Jahre an US-amerikanischen Universitäten tätig war, kam er Anfang 1964 auf Bitten seiner Kollegen zurück nach Vietnam, wo er weitere Texte veröffentlichte.
Aufgrund der anhaltenden Unruhen im Rahmen des Vietnamkriegs schrieb Thích Nhất Hạnh 1965 einen Brief an Martin Luther King mit der Bitte, sich zum Vietnamkrieg zu äußern, welcher jener 1967 schließlich nachkam. Auch Papst Paul VI. erhielt die Bitte, sich für den Frieden in Vietnam einzusetzen, woraufhin dieser einen Botschafter dorthin entsandte.

Aufgrund seiner Friedensaktivitäten wurde Thích Nhất Hạnh ins Exil verbannt und konnte anschließend nur noch mit Hilfe von Pseudonymen in Vietnam veröffentlichen. 1971 gründete er mit weiteren Interessenten die Landkommune „Les Patates douces“ in Fontvannes, Frankreich, 1982 folgte die Gründung des Praxiszentrums Plum Village in der Nähe von Bordeaux. Fortan setzte er sich weiterhin für die Hilfe seiner Landsleute ein, wenn auch aus der Ferne. Darüber hinaus schrieb er besonders in den 90er und 2000er Jahren eine Vielzahl von Büchern für das westliche Lesepublikum, die die Lehren des Buddha und die Umsetzung im Alltag thematisieren.

Anfang 2005 kam er nach 39 Jahren Exil zum ersten Mal wieder zurück nach Vietnam, wo er sich für drei Monate aufhielt und Vorträge im ganzen Land gab.
2007 gründete Thích Nhất Hạnh in Waldbröl, Nordrhein-Westfalen, das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB). Das Gebäude, welches er für dieses Vorhaben erwarb, war vor dem Zweiten Weltkrieg eine Heilanstalt für psychisch kranke Menschen gewesen, deren Patienten in der Zeit des Nationalsozialismus größtenteils getötet wurden. In Gedenken an die Opfer wurden aus von den Nationalsozialisten ungenutzten Säulen ein Tor und eine Stupa errichtet. In einer seiner Kalligraphien schrieb Thích Nhất Hạnh: „Aus dem Schlamm von Diskriminierung und Fanatismus ziehen wir den Lotus aus Toleranz und Inklusivität.“
Werke Deutsche Veröffentlichungen
Mit dem Herzen verstehen (Theseus, 1989)
Ich pflanze ein Lächeln (Goldmann, 1992)
Zeiten der Achtsamkeit (Herder, 1996)
Das Glück, einen Baum zu umarmen (Goldmann, 1997)
Liebe handelt. Wege zu einem gewaltlosen gesellschaftlichen Wandel (Kristkeitz, 1997)
Nenne mich bei meinen wahren Namen (Theseus, 1997)
Nimm das Leben ganz in deine Arme. Die Lehre des Buddha über die Liebe (Theseus, 1997)
Lächle deinem eigenen Herzen zu. Wege zu einem achtsamen Leben (Herder spektrum, 1998)
Schritte der Achtsamkeit. Eine Reise an den Ursprung des Buddhismus (Herder spektrum, 1998)
Buddha und Christus heute (Goldmann, 1999)
Klar wie ein stiller Fluss (Kristkeitz, 1999)
Der Duft von Palmenblättern (Herder, 2000)
Das Boot ist nicht das Ufer. Gespräche über buddhistisch-christliches Bewusstsein (Goldmann, 2001)
Das Wunder der Achtsamkeit. Einführung in die Meditation (Theseus, 2001)
Wie Siddhartha zum Buddha wurde. Eine Einführung in den Buddhismus (Theseus, 2001)
Ärger: Befreiung aus dem Teufelskreis destruktiver Emotionen (Goldmann, 2002)
Der Buddha (Theseus, 2002)
Kein Werden, kein Vergehen. Buddhistische Weisheit für ein Leben ohne Angst (Otto Wilhelm Barth Verlag, 2002)
Umarme deine Wut (Theseus, 2002)
Aus Angst wird Mut. Grundlagen buddhistischer Psychologie (Theseus, 2003)
Der Buddha sagt (Theseus, 2003)
Schlüssel zum Zen (Herder, 2003)
Wahren Frieden schaffen (Goldmann, 2004)
Das Herz von Buddhas Lehre: Leiden verwandeln – die Praxis des glücklichen Lebens (Herder, 2004)
Aus Liebe zu allen Wesen – Die bewegende Lebensgeschichte der spirituellen Weggefährtin Thích Nhất Hạnhs (Theseus, 2005)
Das Herz des Kosmos. Die Weisheit des Lotos-Sutra (Herder, 2005)
Im Hier und Jetzt Zuhause sein (Theseus, 2006)
Sei liebevoll umarmt. Achtsam leben jeden Tag (Kösel, 2007)
Die Welt ins Herz schließen. Buddhistische Wege zu Ökologie und Frieden (Aurum in J. Kamphausen, 2009)
Das Wunder des bewussten Atmens: Der Weg zu mehr Gelassenheit und innerem Frieden (Herder spektrum, 2009)
Frei sein, wo immer du bist (Theseus, 2010)
Versöhnung mit dem inneren Kind: Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit (O.W. Barth, 2011)
Entdecke den Schatz in deinem Herzen: Geschichten und Übungen zur Achtsamkeit für Kinder (Kösel, 2011)
Wenn es auch unmöglich scheint. Eine Geschichte wahrer Liebe (Goldmann, 2012)
Die Heilkraft buddhistischer Psychologie (Goldmann, 2013)
Alles, was du tun kannst für dein Glück (Herder, 2013)
Der furchtlose Buddha (Arkana, 2013)
Achtsam sprechen – achtsam zuhören (O.W.Barth, 2014)
Gut sein und was der Einzelne für die Welt tun kann (O.W.Barth, 2014)
Ohne Schlamm kein Lotos: Die Kunst, Leid zu verwandeln (Nymphenburger, 2015)
Stille, die aus dem Herzen kommt (Lotos, 2015)
Mit dem Herzen verstehen (Nikol, 2017)
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 01.02.2017
Bildcopyright: Thich Naht Hanh


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