Inhalt
Soname wurde im Yarlungtal in Tibet geboren. Mit sechs Jahren wird sie von ihrer Mutter schweren Herzens zu einer Tante in Lhasa gegeben, um ihr die Chance auf ein besseres Leben bieten zu können. Doch die Tante reicht das Mädchen an eine strenge Polizistenfamilie weiter, bei welcher Soname zehn Jahre lang als Sklave lebt. Als Jugendliche gelingt ihr schließlich die Flucht, welche sie erst nach Indien und schließlich nach Europa führt.
Heute lebt Soname Yangchen in Berlin und verdient ihren Lebensunterhalt als Sängerin und Buchautorin. In „Klang der Wolken“ erzählt sie viele verschiedene kleine und große Anekdoten ihrer Erfahrungen, die sie in Indien, London und Berlin gemacht hat. Sie berichtet von ihren Lebensumständen in Indien, von dem bürokratischen Wahnsinn, den sie auf sich genommen hat, um ihre Tochter Deckyi aus Tibet nach London zu holen und wie fasziniert sie von der Offenheit der Berliner war, was schließlich zu ihrem Umzug in die deutsche Hauptstadt führte. Das Wiedersehen mit ihrer Familie in Tibet wird ebenso beleuchtet wie ihre kurzen Treffen mit dem Dalai Lama und ihre Empfindungen während des Mauerfalls 1989 finden hier ebenfalls Erwähnung.
Neben persönlichen Höhe- und Tiefpunkten ihres Lebens erzählt Soname aber auch von alltäglichen Beobachtungen, die sie in den ihr zunächst fremden Kulturen gemacht hat und auch gegenwärtig noch macht. Da ist zum Beispiel eine Vielzahl von lupenreinen Handtüchern, die ihr in einem Hotel zur Verfügung gestellt werden – doch für was alles soll eine einzelne Person so viele Handtücher gebrauchen? Zudem musste sie erst einmal lernen, dass es in Deutschland gar nicht gerne gesehen wird, wenn man nach gemütlichem Teetrinken gleich das benutzte Geschirr der Gastgeberin waschen will. Aus den europäischen Männern wurde sie anfangs überhaupt nicht schlau. Und dann war da noch das unterschiedliche Verständnis einer Partnerschaft...
Klang der Wolken
| Autor | Soname Yangchen |
| Seiten | 208 |
| Firma | Integral |
| Erschienen | 2015-06-15 |
| ISBN | 377879258X |
| Preis | 1699 |
Fazit!
Soname Yangchen berichtet unheimlich positiv aus ihrem Leben, obwohl dieses nicht immer unter einem guten Stern stand. Sie erzählt ohne Jähzorn und Überheblichkeit und es gelingt ihr, dem Leser ihre Sicht der Dinge unkompliziert näher zu bringen.
In ihrem Buch „Wolkenkind“ (2006) beschrieb die Autorin ihr Leben in Tibet und ihre Flucht über den Himalaya. „Klang der Wolken“ beschäftigt sich hauptsächlich mit der Zeit danach, kann daher als eine Art Fortsetzung verstanden werden.
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