Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Anpan

 
Brot aus dem Land der aufgehenden Sonne? Ihr lest richtig – obwohl Reis Hauptnahrungsmittel in Japan ist, hat sich Brot ebenso etabliert und das nicht erst seit Kurzem. Wie ihr das einfache, aber wohlschmeckende Brot zubereiten könnt, erfahrt ihr hier.

Anpan ist die erste Form von Brot, die von Japanern gebacken wurde. Erst im Jahre 1869 eröffnete der arbeitslose Samurai Yasubei Kimura zusammen mit seinem Sohn die erste japanische Bäckerei, um dem Volk den Geschmack von Brot näher zu bringen. Nach zahlreichen Misserfolgen kamen sie auf die Idee, Sakadane (einen Hefepilz, der bei der Sakeherstellung anfällt) als Triebmittel zu nutzen. Fünf Jahre nach der Geburtsstunde des Anpan präsentierte Yasubei dem Kaiser das Gebäck, welches sich dieser fortan jeden Tag servieren ließ. Als das Volk erfuhr, welche Speise ihr Kaiser neuerdings zu sich nahm, begannen sie diesem nachzueifern und so wurde das Brot und vor allem Anpan zunehmend populärer.

Seit 1968 existiert in Japan auch eine sehr bekannte Comicfigur namens external Anpanman - ein Superheld, der aus Anpan besteht. Von Jam Ojisan ("Onkel Marmelade") gebacken, wurde er eines nachts von einer Sternschnuppe zum Leben erweckt und kämpft seitdem in jeder Folge gegen Baikinman ("Bakterienmann"). Häufig gibt er einem armen Wesen einen Teil seines Anpan-Kopfes zu essen und am Ende der Folge flickt Jam Ojisan immer seinen Kopf mit neuem Anpan.
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Zutaten
Für 10 Stück braucht ihr:

450g Mehl
2 1/2 EL Zucker
200ml Wasser
20g Hefe
40g Butter
1 Ei (getrennt)
1 Prise Salz
200g Anko
Zubereitung
  1. Mehl, Butter, Zucker, Salz und Eiweiß in eine Schüssel geben.
  2. Danach die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen. Diese nach und nach zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

    Tipp: Die Frischhefe lässt sich problemlos durch eine halbe Tüte Trockenhefe (ca. 3 bis 4g) ersetzen. Das lauwarme Wasser wird dennoch benötigt.

    Wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst, ein sauberes Handtuch über die Schüssel legen und den Teig an einem warmen Ort 30 Minuten lang gehen lassen.
  3. Den Teig in 10 gleichgroße Stücke teilen. Jedes Stück etwas flachdrücken und auf die Mitte jeweils einen Teelöffel Anko setzen. Die Ränder der Stücke über das Anko legen, sodass man 10 Teigkugeln mit Anko in der Mitte erhält. Wer eine richtige Ankofüllung, wie im Bild, haben möchte, sollte mehr als 200g Anko nehmen.
  4. Nun die Kugeln mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und die Teigkugeln leicht mit Wasser bepinseln. Erneut mit einem Handtuch bedecken und weitere 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  5. Das Eigelb verquirlen und die Anpan damit bestreichen. Bei 180°C Umluft 15 Minuten backen. Anschließend auf einem Gitter abkühlen lassen und genießen.
Fazit:

Anpan ähneln sehr normalen Hefebrötchen, wie wir sie in Europa kennen. Einzig die Füllung aus süßer roter Bohnenpaste, dem sogenannten Anko, machen sie typisch Japanisch. Wer kein Anko zur Verfügung hat oder es nicht mag, aber trotzdem Anpan backen will, kann die Füllung auch einfach durch Marmelade o. Ä. ersetzen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Am besten schmeckt Anpan, wenn man es noch warm isst. Schon einen Tag später neigt der Teig nämlich dazu, fest zu werden. Allerdings ist die Gefahr nicht sonderlich groß, denn sie werden vermutlich schneller gegessen, als sie gemacht wurden.
Autor:
Lektor: Laura Schubert /  lour
Grafiker: Katharina Lauterbach
Datum d. Artikels: 12.02.2010
Bildcopyright: animepro (Bella Emmer)


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