Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

Weiterlesen

Aktuell in Japan:
15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional) | 23.12.: Geburt des Kaisers (gesetzlich) | 15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional) | 23.12.: Geburt des Kaisers (gesetzlich) | 15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional)
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Thunfisch-Onigiri - Version 1

 
Die beliebten Reisbällchen haben eine lange Tradition in Japan, auch wenn ihr Ursprung nicht völlig geklärt ist. Sicher ist, dass Menschen bereits in der Nara-Zeit (710 - 794), als der Gebrauch von Stäbchen noch nicht so weit verbreitet war, Reis zu handlichen Bällchen formten, um diesen einfacher verspeisen zu können. In der Heian-Zeit (794 - 1185) entwickelten sich schließlich rechteckige Vorläufer der modernen Onigiri, genannt Tonjiki.

Im 17. Jahrhundert etablierten sich die, zu dieser Zeit noch lediglich mit Salz gewürzten, Reisbällchen weiter. Sie waren vor allem auch bei Kriegern beliebt, die die Onigiri-Vorläufer in Bambusblätter wickelten und als schnelles Mahl in Kampfsituationen schätzen.

Erst in der Mitte der Edo-Periode (um 1700 n. Chr.), als der Anbau von Nori sich zunehmend ausbreitete, wurden Algenblätter benutzt, um den Reis darin einzuwickeln.

Mit der Erfindung der ersten Onigirimaschine 1980 eroberten die praktischen Reisbälle schließlich auch die Supermärkte.

 
Zurück Bild 0 / 7 Weiter
Zutaten
Für 2 Onigiri:
200 g gekochter Rundkornreis
1 Nori Blatt
Füllung:
1 Dose Thunfisch
1 EL Majonäse
Süße Sojasoße

Optimal: Onigiriförmchen, Frischhaltefolie
Zubereitung Zuerst den Reis nach Packungsanleitung in einem Topf oder im Reiskocher zubereiten. Wichtig ist, dass er schön klebrig ist, sonst bekommt man später beim Formen Probleme, darum solltet ihr unbedingt eine Rundkornsorte verwenden!

Den fertigen Reis auskühlen lassen, bis man ihn in die Hand nehmen kann. Solange er noch warm ist, lässt er sich am besten formen.
Den Thunfisch in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Die Onigiriförmchen, falls vorhanden, nun mit Frischhaltefolie auskleiden, die großzügig über den Rand stehen sollte. Dadurch bekommt man den fertig geformten Reis am Ende am einfachsten wieder raus und auch beim Zusammenfügen der beiden Hälften nach dem Füllen ist die Folie sehr hilfreich.

Wer keine Förmchen hat, kann das Onigiri aber auch problemlos mit der Hand formen. Auch hier erleichtert Frischhaltefolie das Modellieren, da der Reis dann weniger an den Fingern klebt und einfacher eine ebenmäßige Form erreicht wird.

Für das erste Onigiri den Reis zu gleichen Teilen in die beiden Förmchenhälften geben und andrücken, sodass diese bis zum Rand ausgefüllt sind. Anschließend in der Mitte eine Kuhle für die Füllung aushöhlen. Etwa 1 EL Thunfisch je nach Geschmack mit süßer Sojasoße (beim zweiten Onigiri mit Majonäse) mischen und anschließend in die vorgefertigte Mulde in eine der beiden Förmchenteile geben. Jetzt die andere Hälfte aus der Form lösen und deckelartig auf den gefüllten Teil kippen. Vorsichtig etwas zusammendrücken und die Ränder glattstreichen.
Schließlich die ganze Reisecke aus der Form stülpen und aus der Frischhaltefolie wickeln.

Von dem Nori mit einem Messer einen ca. 3 cm breiten und 8 cm langen Streifen abschneiden und darauf den Reis in die Mitte setzen. Bei der Größe des Noristreifens kommt es natürlich auf die Größe des Onigini an, das ihr geformt habt.

Zum Schluss einfach das Algenblatt an beiden Enden hochklappen und andrücken. Fertig!

Mit dem zweiten Onigiri genauso verfahren.
Eurer Kreativität sind beim Füllen und Gestalten der Onigiri natürlich keine Grenzen gesetzt! Probiert einfach ein bisschen aus, was euch so schmeckt. Beliebte Sorten in Japan sind z.B. gebratener Lachs, Umeboshi (eingelegte Pflaume), Ei, Bonitoflocken oder Natto (fermentierte Sojabohnen). Auch ob ihr runde oder dreieckige Reisbälle formt und wie ihr das Noriblatt darum wickelt, bleibt ganz euch überlassen.
Autor: /  Kaychi
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 13.03.2012
Bildcopyright: Kay Kraus, animePRO


X