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Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Renkon no kinpira – Gekochte Lotoswurzel

 
Als Symbol des Buddhismus ist der Lotus seit der Einführung der Weltreligion aus China im 6. Jahrhundert fester Bestandteil der japanischen Küche.

Obgleich die Wurzel des Lotus, im Gegensatz zu seiner Blüte, eher unansehnlich ist und im Schlamm wächst, gilt sie in Japan als Symbol der Reinheit, welche beim Verzehr auch bei der Reinigung des Körpers helfen soll und in vielen Hausrezepten Anwendung findet.

Wann man in Japan mit dem Verzehr der, in der Landessprache Renkon (jap. 蓮根) genannten, Lotuswurzel begann, ist nicht eindeutig geklärt. Frühster Beweis einer kulinarischen Nutzung ist eine buddhistische Speisekarte aus dem Jahr 1118 n. Chr. Seit dem 15. Jahrhundert wurde Lotus schließlich gezielt als wertvolles Nahrungsmittel für Notzeiten in Burggräben gezüchtet. Heute ist der Renkon in der japanischen Küche der am häufigsten verwendete Bestandteil des Lotus. Ob roh, gekocht, eingelegt oder frittiert, findet er vielfältige Anwendung in der den verschiedensten Gerichten.

Im Folgenden erklären wir euch, wie ihr Renkon mit einer klassichen japanischen Zubereitungsart für Wurzelgemüse - bei der es zuerst angebraten und anschließend gekocht wird (kinpira jap. 金平) - zubereiten könnt.
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Zutaten
Für 2 Portionen:
400 g Renkon (Lotuswurzel)
1 EL Sesamöl
1 EL Erdnussöl
2 EL Mirin
2 EL Sojasoße
1 EL Sesamsamen
ca. ½ TL Shichimi Togarashi (japanischer Chilipfeffer)
Zubereitung Zuerst den Renkon schälen und in dünne Scheibe schneiden. Anschließend ca. 10 Minuten in kaltem Wasser einlegen.
In einer Pfanne die Sesamsamen kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
Sesam- und Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und den Renkon darin bei starker Hitze anbraten, bis er weich geworden ist. Jetzt den Herd auf eine kleine Stufe herunterschalten und Mirin und Sojasoße hinzugeben. Das ganze so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Schließlich die Sesamsamen dazugeben und unterrühren.

Zum Schluss den fertigen Renkon beim Anrichten je nach Geschmack mit dem Shichimi Togarashi würzen.
Renkon no kimpria eignet sich gut als Beilage z.B. zu einem Reisgericht. Mit der dekorativen, ornamentartigen Form, der in Scheiben geschnittenen Wurzel, schmeckt es nicht nur gut, sondern ist auch hübsch anzusehen.
Itadakimasu!
Autor: /  Kaychi
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Andreas Williger /  Minorou
Datum d. Artikels: 16.06.2012
Bildcopyright: Kay Kraus, animePRO


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