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Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Aktuell in Japan:
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Kurisumasukēki (Christmas Cake)

 

Wer Weihnachten mal ein wenig untypisch für Europa aber typisch japanisch feiern will, der darf natürlich auch die Weihnachtstorte nicht vergessen. Wie ihr diese leckere Kalorienbombe herstellt, könnt ihr hier nachlesen.

Dass Weihnachten in Japan eine ganz andere Bedeutung als bei uns hat, werden einige schon wissen oder vielleicht sogar in unserem Artikel „Kitsch und Küsse – Weihnachten in Japan“ nachgelesen haben. Was genau das jedoch für die Ernährung an diesem Tag heißt? Vor allem, dass es sehr kalorienreich zugeht. Denn das beliebteste Essen ist tatsächlich Fast-Food und teilweise werden dort spezielle Menüs schon Wochen vorher reserviert.
Doch auch Konditoreien verdienen gut, denn angeblich kaufen sich ein Viertel aller Japaner einen Kurisumasukēki (jp. クリスマスケーキ), also einen Weihnachtskuchen. Im Normalfall werden dafür besonders gern Erdbeeren benutzt, weil in Japan zu dieser Zeit die Erdbeer-Saison beginnt.

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Zutaten
Für den Boden:

70g Reismehl
70g Zucker
1 TL Backpulver
3 EL Wasser
2 EL Pflanzenöl
4 Eier

Für die Füllung:

300g Erdbeeren
600ml Sahne
100g Zucker
Etwas Zuckerdekor
Zubereitung

Als erstes kümmern wir uns um den Tortenboden. Als kleinen Tipp: Wenn man direkt am Anfang alles abwiegt, kommt man später nicht durcheinander und kann sich ganz auf den Teig konzentrieren.
Erst einmal müssen die Eier dran glauben. Probiert euch in der Königsdisziplin des Eier-Trennens. Wenn ihr Probleme habt, gibt es einen Trick für diejenigen, die geschickt mit ihren Fingern sind. Ihr könnt versuchen das Eigelb in eure Handfläche zu kippen und euch das Eiweiß durch die Finger laufen zu lassen.
Schnappt euch einen Schneebesen und gebt unter ständigem Aufschlagen die Hälfte des Zuckers zum Eigelb dazu, bis alles schön schaumig ist. Nun löffelt nach und nach das Öl und das Wasser hinzu und rührt kräftig weiter.
Mischt das Backpulver mit dem Reismehl. Reismehl bekommt man übrigens in fast allen Asia-Läden recht kostengünstig. Es ist feiner als herkömmliches Weizenmehl.
Rührt nun mit ein wenig Kraft die Mischung ebenfalls unter das Eigelb. Allerdings solltet ihr vorsichtig beim Einschütten sein; wenn ihr zu schnell seid, staubt es. Versucht erst einmal die Mehlmischung leicht unterzuheben und quirlt erst dann richtig. Keine Sorge wenn es etwas zäh wird, das muss so sein.
So langsam könnt ihr auch euren Ofen schon vorheizen. Bei Ober- Unterhitze auf etwa 200°C, bei Umluft etwa 180°C.

Nun ist das Eiweiß dran. Greift euch euren Mixer beziehungsweise das Handrührgerät und rührt es in einer hohen Schüssel so lange, bis es schaumig ist. Gebt den restlichen Zucker dazu und schlagt es so lange weiter, bis alles fest ist. Am besten könnt ihr das mit einem Messer überprüfen. Wenn ein Schnitt sichtbar bleibt, ist der Eischnee gut.
Hebt nun die Eischneemasse unter die Eigelbmasse, bis alles einen schönen Teig ergibt.

Die Formen sind ein wenig speziell. Ihr braucht eine Form mit 18 cm Durchmesser. Solltet ihr eine hohe Form haben, reicht diese, wenn ihr nur flache in dieser Größe habt, nehmt euch eine Klammer und klemmt zwei übereinander. Mein Tipp an dieser Stelle: Am besten nehmt ihr ein Blech und die Unterseite einer größeren Form, legt dort ein Backpapier drauf und stellt darauf dann die Form. Vergesst aber nicht, diese vorher einzufetten.
Füllt nun den Teig ein und stellt den Boden in den Ofen. Je nach Backofen braucht er etwa 30-40 Minuten, vielleicht auch ein wenig mehr. Wartet darauf, dass die Oberfläche langsam braun wird. Legt nun ein Stück Alufolie darüber, damit er nicht verbrennt. Versucht allerdings nicht andauernd auf zu machen, ansonsten fällt euch der Teig sehr wahrscheinlich zusammen.

Während der Boden nun also vor sich hin backt, könnt ihr euch schon einmal um die Füllung kümmern.
Auf meinen Bildern sind leider nur die etwas matschigen, gefrorenen Erdbeeren in Kleinformat, ihr könnt euch aber auch frische kaufen und diese bis Weihnachten einfrieren. Wichtig ist, dass ihr sie gut abtropfen lasst.
Sucht euch ein paar schöne Erdbeeren für die Verzierung aus und legt sie zur Seite. Schneidet die restlichen in kleine Stücke. Hier ist natürlich ein wenig die Vorliebe gefragt.
Ich persönliche nehme immer ein wenig mehr Sahne als andere, weil ich gern mehr Füllung und genug für außen habe, man kann aber auch etwas weniger nehmen. Genauso verhält sich das mit dem Zucker. Wenn ihr die oben angegebene Menge nehmt, wird er ziemlich süß, wenn ihr das nicht so mögt, nehmt ein bisschen weniger.
Schlagt nun die Sahne auf, bis sie fast steif ist. Gebt dann den Zucker dazu und schlagt alles richtig steif.

Wenn der Boden laut Zeitangaben fertig sein sollte, schaut danach. Macht den Zahnstocher- oder Fleischspieß-Test: Piekst in die Mitte und zieht ihn wieder heraus. Wenn kein Teig hängen bleibt, ist er ok. Lasst ihn ein wenig im geöffneten Ofen stehen und schaltet die Hitze ab. Wenn er zu schnell kalt wird, fällt er eventuell zusammen. Nun muss er auskühlen.
Macht euch keine Sorgen, wenn er ein wenig einsackt, das ist nicht weiter schlimm.
Nun halbiert den Boden. Auch hier gibt es ein paar Tricks. Unter anderem auch, dass man ihn mit einem Faden schneiden kann. Nehmt dazu einen Faden und bewegt ihn vorsichtig rechts und links, bis er angeschnitten ist und schneidet so den Boden von einer Seite zur anderen. Nun gibt es zwei Varianten:

Variante 1 (von mir in den Bildern verwendet):
Nehmt euch etwas Sahne und verteilt sie über dem unteren Boden. Nun verteilt darauf die Erdbeer-Stückchen und macht noch einmal eine Lage Sahne drauf. Als nächstes kommt dann der Deckel.

Variante 2:
Nehmt so viel Sahne, wie ihr gern als Füllung verwenden würdet und mischt diese mit den Erdbeeren. Nun streicht die Mischung auf den Boden und legt den Deckel darauf.

Der nächste Schritt ist ein wenig schwerer. Verteilt die restliche Sahne auf dem Kuchen und rundherum und versucht dabei, alles so zu verteilen, dass man den eventuell ein wenig eingesackten Deckel, den Teig und die Füllung nicht sieht und nur die schöne weiße Masse von außen zu sehen ist. Verziert das Ganze mit den ausgesuchten Erdbeeren und dem Zuckerdekor.
Auf meinen Bildern habe ich diesen zwar nicht benutzt, da ich persönlich leider keinen Zuckerdekor mag und ich möchte es ja auch essen, weswegen ich für mich Schokosplitter genommen habe. Allerdings gibt es wohl kaum eine originale Weihnachtstorte ohne. Doch hier ist wohl auch wieder der persönliche Geschmack gefragt.

Für Schleckermäulchen und Fans von süßen Torten ist das natürlich genau das richtige. Man kann allerdings auch immer mit Sahne und Zucker variieren und so alles ein wenig an den eigenen Geschmack anpassen. Wer noch kein Geschenk hat und gern etwas Besonderes verschenken möchte, kann vielleicht auch mit dieser kleinen japanischen Leckerei punkten. Versucht es doch einmal und wenn man dazu noch ein wenig über japanische Weihnachten erzählt, ergibt das sicher einen Hingucker und ein interessantes Thema für jede Weihnachtsfeier.

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 12.12.2012
Bildcopyright: animePRO (Bianca Weickert)


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