Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Awayukikan

 
Awayukikan gehört ebenfalls zu der Familie der Wagashi, der japanischen Süßigkeiten. Von der Machart und auch der Konsistenz ähnelt es den Yokan, daher auch der Name, der so viel wie „Lockerer-Schnee-Gelee“ bedeutet. Es ist leicht und auch relativ schnell zubereitet (bis auf die Kühlzeit), allerdings muss man ein, zwei Dinge beachten. Wenn man sich verhaspelt und zu ungeduldig ist, bekommt man nur Eiweiß-Suppe, die dann gleich direkt in den Müll wandern kann.
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Zutaten
Für 9 Stück (in einer quadratischen Form), Zubereitungszeit etwa 30 min, dazu mindestens 1 Stunde Kühlzeit (besser über Nacht):
200ml Wasser
1 Eiweiß
80g Zucker
2g Agar
2 EL Zitronensaft
Obst zum Garnieren
Zubereitung Zunächst benötigt man das Agar. Bei einem Riegel muss man etwa 2 cm abschneiden, bei Pulver, so wie ich es benutzt habe, muss man einfach 2g des Pulvers abwiegen und mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben, den man dann auf mittlerer Hitze auf den Herd stellt. Benutzt man einen Riegel, muss man ihn außerdem 30 Minuten im kalten Wasser vor dem Kochen quellen lassen.
Nehmt euch bitte Zeit für das Agar. Dieser Schritt ist wirklich wichtig, da ihr sonst, wie oben bereits erwähnt, die Konsistenz nicht hinbekommt. Ihr müsst warten, bis das Wasser mit dem Agar kocht (oder zumindest köchelt). Das kann bei dieser Temperatur schon lange dauern. Dabei müsst ihr, zumindest gegen Ende, die ganze Zeit über rühren, da die Flüssigkeit sehr schnell anlegt und sich sonst auch unschöne Agar-Klümpchen bilden. Zudem sollte, wenn ihr es richtig macht, das Wasser bis etwa zur Hälfte verkochen.
Wenn das Agar sich vollständig aufgelöst hat, gebt ihr den Zucker hinzu und rührt noch einmal, bis sich auch der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dann könnt ihr den Topf vom Herd nehmen.
Schlagt nun das eine Eiweiß steif. Macht hier eine Probe: Entweder ihr stellt die Schüssel auf den Kopf, wobei die Masse nicht herausfallen darf, oder ihr macht mit einem Messer einen Schnitt, der sich nicht schließen darf. Erst dann ist das Eiweiß fest genug.
Gebt nun zunächst langsam unter ständigem Rühren den Zitronensaft hinzu. Danach auch das Agarwasser, das mittlerweile eine fast sirupartige Konsistenz haben sollte. Ihr müsst es vorher nicht extra abkühlen lassen, vergesst aber das Rühren nicht, sonst zerstört ihr unter Umständen den Eischnee.
Ist die Masse fertig, braucht ihr nur noch ein flaches Gefäß, das ihr mit kaltem Wasser abspült. Dann gebt ihr dort die Masse hinein und wartet, bis sie abgekühlt ist. Erst danach könnt ihr sie in den Kühlschrank stellen und dort mindestens eine Stunde, besser über Nacht, fest werden lassen.
Vor dem Verzehr wird das Ganze in kleine Blöcke geschnitten und mit Obst verziert. Eigentlich gehören zu Awayukikan Erdbeeren, aber auch andere rote Früchte wie Kirschen oder Himbeeren schmecken gut dazu. Ich habe es eher unkonventionell mit Weintrauben probiert, passt aber auch sehr gut zusammen.

Geschmacklich sind die Awayukikan sehr gut – und vor allem für chronische Naschkatzen eine leichte Alternative zu Schokolade und Kuchen. Allerdings sollte man sich, bevor man sie macht, im Klaren darüber sein, dass sie hauptsächlich aus rohem Eischnee bestehen. Gesundheitlich stellt das für einen gesunden Menschen kein Problem dar (vorausgesetzt, man benutzt frische Eier!), so besteht ja Mousse au Chocolat in der Regel auch aus rohem Eischnee. Trotzdem ist das sicher nicht für jedermann etwas und es hat auch eine recht gewöhnungsbedürftige Konsistenz.
Autor: /  toastbrot95
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Teresa Schießl /  toastbrot95
Datum d. Artikels: 06.02.2014
Bildcopyright: animePRO


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