Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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Matcha Yōkan

 
Yōkan ist eine vegane Süßigkeit, die wegen ihrer Haltbarkeit gerne als Gastgeschenk gereicht wird. Es gibt verschiedenste Variationen, aber das Grundrezept besteht aus Wasser, Anko, einer Geschmackszutat und am wichtigsten: Agar (jap. auch: Kanten). Agar ist ein Geliermittel aus Algen, das weitaus ergiebiger ist als beispielsweise Gelatine. Außerdem wird Agar bereits bei Raumtemperatur fest.
Agar ist also der Grundstoff, um überhaupt die richtige Form und Konsistenz zu erhalten. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Yōkan wird Matcha Yōkan mit Shiroan, also weißer Bohnenpaste, und nicht aus rotem Koshian, das, was in der Regel unter dem Übergriff „Anko“ bekannt ist, hergestellt – was aber hauptsächlich daran liegt, dass so die grüne Färbung durch den Matcha besser hervorkommt. Man kann das Shiroan aber auch mit Koshian ersetzen.

Nun noch ein paar kurze Worte zu den Zutaten: Koshian kann man bei uns in Dosen kaufen, Shiroan habe ich bisher noch nicht fertig zu kaufen gesehen. Allerdings ist davon sowieso wirklich abzuraten. Man kann es ja im Internet sehr oft lesen, fertiges Anko ist nicht mit selbstgemachtem zu vergleichen, aber man glaubt es ja immer erst, wenn man es selbst probiert. Ich habe bislang auch immer Dosenanko verwendet und werde in Zukunft darauf verzichten, denn dadurch, dass ich gezwungen war, Shiroan selbst herzustellen, weiß ich, dass es viel besser schmeckt. Wer also die Muße hat, das etwas aufwändige Rezept nachzumachen, findet hier die Anleitung. Man sollte Shiroan aber bereits im Vorraus herstellen, denn wenn das mal fertig ist, hat man sicher keine Lust mehr, noch am selben Tag die Yōkan herzustellen.
Auch beim Agar gibt es etwas zu beachten: Es wird empfohlen, Agar in Blockform (Ito- oder Kak-Kanten)zu kaufen, oder, wenn das nicht erhältlich ist, zumindest Flocken und kein Pulver zu verwenden. Tatsächlich sind die Yōkan hier mit Pulver sehr fest geworden, eigentlich sollen sie viel weicher sein und nahezu im Mund „zergehen“. Aber trotzdem ist Pulver zumindest in Ordnung.
Was den Matcha angeht, wird oft darauf hingewiesen, dass es sich nur bei einem Preis von mindestens 10 Euro um echten Matcha handelt, aber meiner Meinung nach tut es auch der Einfache.
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Zutaten
Für etwa 9 Stück, Zubereitungszeit etwa 30-45 min, zusätzlich 1 h zum Festwerden:

200g Shiroan (ersatzweise auch Koshian)
50g Zucker
2 – 3 EL Matcha
2,5g Agar (ca. 1,5 EL)
Wasser
Zubereitung Als ersten Schritt stellt man aus dem Matcha einen „Koicha“ (dt.: „dicker Tee“) her. Dabei rührt man 2 – 3 EL Matcha je nach eigenem Geschmack mit ein wenig 60 °C heißem Wasser zu einer dicken, glatten Paste an. Wer kein Thermometer für das Wasser hat, lässt das kochende Wasser einfach 10 – 20 Minuten abkühlen.
Am besten funktioniert das mit einem Chasen (Matcha-Besen), den man von Teezeremonien kennt, aber es geht auch mit einem ganz gewöhnlichen Löffel.
Währenddessen bringt man das Agar mit 250ml Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen. Hier muss regelmäßig umgerührt werden, da das Agar sehr schnell anlegt und dann hässliche Klümpchen bildet. Schließlich fügt man Zucker und danach auch Shiroan hinzu und verrührt das Ganze zu einer glatten, homogenen Masse, die noch einmal kurz aufgekocht und dann vom Herd genommen wird.
Erneut muss das Gemisch ca. 15 Minuten abgekühlt werden um auf 60 °C zu kommen, dann kann man den Koicha einrühren. Die Masse sollte nun schon von relativ dicker Konsistenz sein. Spült eine flache Form kurz mit kaltem Wasser aus und gebt dann die noch flüssige Yōkan-Masse hinein. Wenn diese ausreichend abgekühlt ist, kann sie in den Kühlschrank gestellt werden und dort nochmal mindestens eine Stunde abkühlen.
Wenn das Yōkan wirklich fest ist, kann man es in kleine, längliche Blöcke schneiden und am besten mit Obst garniert genießen. Ich habe Mango, Orange und Blaubeeren verwendet, aber das ist jedem Geschmack selbst überlassen. Fertig ist das Matcha Yōkan!

Itadakimasu!
Autor: /  toastbrot95
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Teresa Schießl /  toastbrot95
Datum d. Artikels: 24.03.2014
Bildcopyright: animePRO


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