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Die kleine Okko erfährt den Verlust ihrer Eltern bereits sehr früh. Doch zum Glück erhält sie Unterstützung aus der Geisterwelt...!

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Vegetarische Onigiri

 
Diese Onigiri sind lecker und vegetarisch. Wer aber doch gerne mal etwas anderes ausprobieren würde, als nur Reis, der kann den Reis nicht nur mit Geschmackszutaten verfeinern, sondern auch mit verschiedensten Füllungen ergänzen. Wir stellen hier eine Methode vor, die an vegetarisches Sushi angelehnt ist.
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Zutaten
Für circa sechs Stück, Zubereitungszeit eine Stunde:
500 g Sushireis
Wasser
Frischkäse
Noriblätter
Zubereitung Als erstes muss der Reis gekocht werden. Da die Onigiri hauptsächlich aus Reis bestehen, ist dies ein wichtiger Schritt, der später auch über die Qualität der fertigen Dreiecke entscheidet. Es ist wichtig, richtigen Sushireis zu benutzen, damit das Unterfangen glückt und die Onigiri überhaupt halten. Der ist erhältlich in allen Asiamärkten und sogar in besseren Supermärkten, außerdem ist er nicht maßgeblich teurer als herkömmlicher Reis.
Wer auf die Idee kommt, Klebreis zu benutzen, da der ja bekanntlich klebt und demnach wohl gut in der Form bleibt, sollte darauf verzichten, denn schließlich möchte man ja auch keinen klebrigen Reisbatzen essen, sondern ein locker-luftiges Onigiri.
Zunächst muss der Reis sehr gut gewaschen werden. Dabei gebt ihr ihn am besten in eine Schüssel, füllt Wasser hinein, rührt ein wenig mit der Hand und gießt es dann mit einem Sieb ab – dies müsst ihr vermutlich drei bis vier Mal wiederholen, bis das Wasser möglichst klar bleibt. Unterschätzt diesen Schritt nicht, denn bei dem Vorgang werden nicht nur eventuelle Unreinheiten entfernt, sondern hauptsächlich überflüssige, lose Stärke, die den Reis später klebrig und matschig macht.
Habt ihr euren Reis gesäubert, geht es auch schon an das Kochen. Tatsächlich gehört Reiskochen zu den Gräueln vieler Menschen, doch oft steht auf den Reispäckchen selbst eine Wasser/Reis-Verhältnisangabe, die das Kochen zum Kinderspiel macht. Bei 500 g Reis habe ich 800 ml Wasser gebraucht. Das ergibt sich aus dem Verhältnis von einer Tasse Reis auf eineinhalb Tassen Wasser, dies kann jedoch von Reis zu Reis verschieden sein. In der Regel seid ihr damit aber ganz gut dran.
Füllt Reis und Wasser in einen Kochtopf, der möglichst einen gläsernen Deckel haben sollte (wie ihr auf den Bildern seht, habe ich auch improvisieren müssen und einen Wok-Deckel verwendet), denn der Deckel darf bis zum Ende nicht mehr abgenommen werden.
Erhitzt den verschlossenen Topf stark und lasst den Reis solange kochen, bis Schaum aufsteigt. Falls ihr wirklich keinen Glasdeckel habt, müsst ihr gut zuhören. Wenn die „Blubber-Lautstärke“ innerhalb von kurzer Zeit rapide steigt, müsstet ihr den richtigen Punkt erreicht haben.
Schaltet den Herd nun aus, lasst aber den Topf (ohne den Deckel abzunehmen!) 15 Minuten auf der Herdplatte ruhen. Wenn ihr danach den Deckel öffnet, sollte der Reis weich sein, das Wasser vollständig in sich aufgenommen haben und sich problemlos vom Topfboden lösen lassen.

Zerstoßt ein wenig von den Noriblättern mit Mörser und Stößel oder zerbröselt sie mit der Hand.
Ist der Reis fertig, wird er mit den Noribröseln gemischt und in ein flaches, großes Gefäß gegeben, das nicht aus Metall sein sollte (also Glas, Holz, Keramik, etc). Die Noriblätter geben dem Reis ein würziges Aroma.
Nun fahrt ihr vorsichtig mit einem Holzlöffel hindurch und wendet den Reis, während ihr behutsam mit einem Fächer wedelt, um den Reis zu kühlen. Passt aber auf dabei nicht alle Körner zu zerquetschen.
Wenn der Reis soweit abgekühlt ist, dass man ihn anfassen kann (Vorsicht, die unteren Lagen sind deutlich heisser und können gut und gerne mal für unangenehme Überraschungen sorgen), spült ihr eure Hände mit kaltem Wasser ab und teilt den Reis in sechs gleichgroße Portionen.
Natürlich könnt ihr diese einfach mit der Hand formen, allerdings habe ich mir eine Onigiri-Form geleistet und bin auch absolut begeistert von den Ergebnissen.
Auch die solltet ihr kurz mit kaltem Wasser ausspülen, denn sonst klebt der Reis einfach zu sehr. Gebt ein wenig Reis hinein, sodass der Boden ganz bedeckt ist und legt darauf mit einem kleinen Löffel etwas Frischkäse. Für eine zusätzliche Überraschung könnt ihr auch ein kleines Stück Gurke oder ein anderes Gemüse hineingeben. Seid hier nicht zu sparsam, bedenkt aber auch, dass die Onigiri umso instabiler werden, je mehr Füllung ihr benutzt.
Dann gebt ihr oben noch eine Schicht Reis darauf und drückt sie zusammen, woraufhin sie auf eine Platte oder einen Teller gestürzt werden können. Allerdings sind meine Onigiri sehr dick geworden, schöner sind sie, wenn man weniger Reis für ein Stück verwendet.

Für den letzten (aber optionalen) Schritt müsst ihr Noriblätter in gerade, saubere Streifen schneiden, die ihr dann um den „Fuß“ des Onigiri schlagt, wie es auf den Bildern zu sehen ist; die Blätter halten sehr gut am Reis.
Und fertig sind die vegetarischen Onigiri!

Itadakimasu!
Autor: /  toastbrot95
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Teresa Schießl /  toastbrot95
Datum d. Artikels: 13.05.2014
Bildcopyright: animePRO


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