Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

Weiterlesen

Aktuell in Japan:
15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional) | 23.12.: Geburt des Kaisers (gesetzlich) | 15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional) | 23.12.: Geburt des Kaisers (gesetzlich) | 15.12. - 18.12.: Nara – Kasuga-Fest (regional)
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Gyouza

 
Zurück Bild 0 / 10 Weiter
Zutaten
Für 24 Stück, Zubereitungszeit etwa 1 Stunde:
  • 100 g Speisestärke (Mondamin)
  • 100 g Mehl
  • 2 g Salz
  • Zucker
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Schweinehackfleisch (am besten frisch vom Metzger durchgedreht, um die Keimgefahr einzuschränken)
  • ½ Zwiebel
  • 4 Shiitake-Pilze (frisch oder getrocknet, Einlegezeit beachten!)
  • 50 g Bambus-Schösslinge
  • 15 g Frühlingszwiebeln
  • 5 g Ingwer
Zubereitung Getrocknete Shiitake-Pilze müssen als allererstes für eine Stunde in kaltem Wasser eingelegt werden, damit sie die Flüssigkeit aufsaugen und weich werden. Frische Pilze können direkt weiterverarbeitet werden. Um den Teig zuzubereiten, vermengt man Speisestärke und Mehl in einer Schüssel und gießt dann langsam 150 ml gekochtes Wasser unter ständigem Rühren darüber, damit sich keine Klumpen bilden. Das Wasser darf wirklich nur nach und nach dazugegeben werden, damit der Teig nicht matschig wird.
Dann knetet man mit den Händen, bis man einen homogenen, zähen, weißen Teig erhält, der nicht mehr klebt. Daraus wird nun eine etwa 40 cm lange Rolle ausgerollt und gut in Frischhaltefolie eingewickelt. Die Rolle muss natürlich nicht abgemessen werden, den Meterstab habe ich nur zur Veranschaulichung für das Foto daneben gelegt. Diese Nudel muss nun an einem warmen Ort abgelegt werden und ein bisschen ziehen.

Shiitake-Pilze, Zwiebel, Ingwer, Frühlingszwiebeln und Bambusschösslinge werden nun zubereitet und klein geschnitten, Zwiebeln und Ingwer müssen geschält werden. Das kleingeschnittene Gemüse wird mit dem Hackfleisch vermengt und mit Salz, etwas Zucker und Sojasauce gewürzt. Zum Hackfleisch ist zu sagen, dass wirklich empfohlen wird, es frisch beim Metzger (nicht abgepackt) zu kaufen und sofort zu verarbeiten. Aufgrund der im Vergleich zu normalem Fleisch stark vermehrten Oberfläche ist Hackfleisch sehr anfällig für Keime und diese werden nur im Gefrierfach, nicht aber im Kühlschrank, abgehalten. Man sollte in der Regel das frische Fleisch maximal einen Tag im Kühlschrank lassen, nicht aber über Nacht – das Fleisch kann zwar noch gut sein, es ist jedoch riskant.
Zudem werden Gyouza eigentlich nur gedämpft oder im Topf gekocht, sie können im Anschluss auch noch in der Pfanne gebraten werden. Wer das Hackfleisch eine Zeit lang im Kühlschrank lagert, sollte die Gyouza auf jeden Fall sehr gut durchbraten und nicht nur gedämpft essen, damit wirklich alle eventuellen Keime abgetötet werden (dabei aber bitte auch bedenken, dass es auch hitzebeständige Keime gibt!).

Ist die Mischung fertig, sollte sie während der Vorbereitung der Gyouza auf jeden Fall wieder gekühlt werden. Die Teignudeln werden in vier gleichgroße Stücke geteilt und diese zu kleinen, runden Teigflächen ausgerollt, die mindestens einen Durchmesser von 6 cm, besser aber von 8 cm haben sollten.
Auf jede Teignudel kommt jetzt ein kleines Häufchen Füllung – hierbei die Menge beachten, damit sie noch zu gehen. Danach wird ein Gyouza auf die Handfläche genommen. Eine kleine Schüssel mit Wasser wird bereitgestellt und die Ränder des Gyouza-Teigs werden mit dem Finger ein wenig mit Wasser benetzt. Dann wird der Kreis in der Mitte gefaltet, sodass ein Halbmond entsteht. Den Teig wird zunächst nur in der Mitte zusammengedrückt und eine Falte eingearbeitet, wie auf dem Bild zu sehen ist. Daraufhin wird erst die linke Seite zusammengedrückt, dort drei kleine Falten eingearbeitet; schließlich die rechte Seite und dort mit drei Falten fortgefahren.

Die Gyouza können entweder im Dampftopf (Mushiki) oder im kochenden Wasser zubereitet werden. Es gibt auch eine Methode, bei der Wasser in einer Pfanne erhitzt wird und dann verdampft, diese haben wir an dieser Stelle nicht beschrieben.
Die Gyouza wird vorsichtig in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Wie bei Tortellini oder Gnocchi kommen die Teigtaschen nach kurzer Zeit von selbst an die Oberfläche (es dauert nur ca. 3 Minuten), allerdings ist hierbei das Hackfleisch noch nicht durch. Die Gyouza sollte mindestens 10 Minuten kochen gelassen werden und zur Sicherheit sollte einmal eines in der Mitte aufgeschnitten werden, um das Hackfleisch zu kontrollieren.

Wenn die Gyouza fertig sind, werden sie aus dem Wasser geholt. Wahlweise können sie serviert werden, wenn das Hackfleisch wirklich durch ist! Oder sie werden in einer Pfanne mit Öl und optional ein wenig Knoblauch goldbraun anbraten und im Anschluss mit Sojasauce serviert. Im Restaurant werden Gyouza meist in kleinen Schälchen zu vier oder fünf Stück aufgetischt.

Itadakimasu!
Autor: /  toastbrot95
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Teresa Schießl /  toastbrot95
Datum d. Artikels: 28.09.2014
Bildcopyright: animePRO


X