Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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64
 

Vor vierzehn Jahren hielt ein Entführungsfall das Präsidium der Präfektur D in Atem. Leider wurde der Entführer, der das Mädchen tötete, nie geschnappt. Jetzt droht der Fall zu verjähren und die Wahrheit von damals kommt nach und nach ans Licht.
Inhalt Als Mikami in die Pressestelle der Polizei versetzt wird, ist er todunglücklich. Sein Leben war und ist das KUA, das Kriminaluntersuchungsamt. Er ist mit Leib und Seele ein Kriminaler und kein Typ der Verwaltung. Denn die Pressestelle zählt in den Augen des KUA zu den Bürositzern, denen das Jagdfieber nach Verbrechern fehlt. Abgesehen davon hat es Mikami als Pressedirektor nicht leicht. Denn weder die Verwaltung noch die anderen Abteilungen wollen mit der Presse kooperieren. Sie wollen sie viel lieber beherrschen. Dass es da zu haufenweise Streitereien kommt, ist klar. Immerhin will die Presse ehrlich berichten und vermutet hinter jeder zurückgehaltenen Information eine Vertuschung der Polizei aller erster Güte. Dazu kommt, dass Mikami noch persönliche Probleme hat. Seine Tochter ist weggelaufen. Sie kommt nicht mit dem von ihrem Vater vererbten Gesicht klar. Während Mikamis Frau, Minako, nämlich eine Schönheit ist, ist der Ehemann selbst Durchschnitt. Zumindest was das Äußere angeht. Als Kriminaler hatte er sich bereits in Dezernat I und II einen Namen gemacht. Somit ist er recht bekannt. Doch selbst Mikamis alte Kontakte helfen ihm zunächst nicht weiter, als sich der Generalinspekteur aus Tokio ankündigt. Natürlich verfällt das Präsidium der Präfektur D in helle Aufregung. So ein Besuch ist nicht ohne, vor allem, da es um den berühmten 64er Fall geht, der als einer der wenigen Entführungsfälle, nie aufgeklärt wurde und der zu verjähren droht. Der Generalinspekteur will der Truppe angeblich nur Mut machen und sich präsentieren. Leider läuft das alles nicht so, wie geplant. Durch einen früheren Vorfall will die Presse den Besuch boykottieren und der Vater des damaligen Opfers weigert sich zunächst, den Generalinspekteur zu empfangen. Mikami sitzt mit seiner Presseabteilung in der Zwickmühle und bekommt Druck von oben. Schließlich findet er jedoch heraus, was noch hinter dem Besuch des Generalinspekteurs steckt. Was wird Mikami tun? Welche Seite wird er wählen? Die des KUA oder die der Verwaltung? Und was geschah vor vierzehn Jahren wirklich? Hat die Polizei damals einen Fehler gemacht?
64
 
Autor:Hideo Yokoyama
Seiten:768
Verlag:Atrium Verlag
Erschienen:09.03.2018
ISBN:978-3855350179
Preis:28,00 €
 
Genre:Belletristik, Krimi/Thriller
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:64
Originalverlag:Bungeishunjuu Ltd.
Erstveröffentlichung:2012

Fazit Sehr interessant an dieser Geschichte ist, dass es nicht hauptsächlich um einen Kriminalfall geht, sondern um die Beziehungen der einzelnen Abteilungen zueinander und was in der Vergangenheit geschah. Das ist mal eine gänzlich andere Seite als immer nur der Kriminaler, der in einer Ermittlung steckt.
Manchmal muss man allerdings sagen, denkt Mikami schon ziemlich lange und viel über einzelne Dinge nach und wer ungeduldig ist, der muss sich etwas zusammenreißen, um nicht genervt eine Lesepause einzulegen. Oder vielleicht sollte man gerade das dann tun, denn die Spannung wird sehr lange aufgebaut, bis einige Dinge geklärt werden.

Hideo Yokoyama ist in Japan einer der erfolgreichsten Kriminalautoren und wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgestattet. Allein „64“ hat sich bisher über 1,5 Millionen Mal verkauft und wurde als bester Kriminalroman des Jahres 2013 ausgezeichnet.
Autor: /  Subaru
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 06.08.2018
Bildcopyright: Getty Images, Hidehiko Sakashita, Amana Images Inc.


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