Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Die Sterne an unserem Himmel
 

Körperlich gequält vom chronischen Schmerzsyndrom, seelisch zerfressen von Schuldgefühlen, schreibt Ravine Roy ihrer verschwundenen Freundin Marianne Erinnerungen an die Vergangenheit.
Inhalt Zehn Jahre ist es her, seit Marianne verschwunden ist und seit diesem Vorfall hat Ravine ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Sie liegt im „Lebebett“, weil sie zwar nicht stirbt, jedoch an solch enormen Schmerzen leidet, die ein normales Leben verhindern. Ihre Mutter, die sie Amma nennt (indisch= Mutter), ist die Einzige, die ihr in diesen schweren Zeiten beisteht, sie bekocht und umsorgt, ihr Neuigkeiten bringt, die Post vorliest oder ihr einfach nur Gesellschaft leistet und Ideen ersinnt, wie sie Ravine das Leben erträglicher machen kann.

Eines Tages schlägt Amma vor, Ravine solle doch Tagebuch schreiben. Um die Ereignisse irgendwie zu verarbeiten – dies hängt ungesagt in der Luft. Trotz ihrer Schmerzen und der Angst, sich den Erinnerungen erneut zu stellen, willigt Ravine ein. So viel Zeit ist vergangen und inzwischen kann sie viele Erlebnisse aus der Kindheit mit der wehmütigen Weisheit einer Erwachsenen betrachten. Plötzlich versteht sie viele Zusammenhänge, die sie als Kind nicht gesehen hat, Erlebnisse und Gesagtes ergeben auf einmal einen Sinn. Schon bald soll dieses Tagebuch Ravines Leben grundlegend verändern. Und dann zieht in die leerstehende Wohnung nebenan auch noch eine unwillkommene Person aus diesem unvergessenen Lebensabschnitt ein...
Die Sterne an unserem Himmel
 
Autor:Mahsuda Snaith
Seiten:336
Verlag:Piper Verlag
Erschienen:03.04.2018
ISBN:9783492061070
Preis:16,00 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Erzähltes Leben, Jugendbuch
Ursprungsland:Großbritannien
Originaltitel:The Things We Thought We Knew
Originalverlag:Doubleday
Erstveröffentlichung:2017

Fazit Im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart betrachtet Ravine ihr Leben mit den Augen einer Erwachsenen, die sich leicht zurückversetzen kann. Im Tagebuch ist sie völlig ehrlich und beide Erzählwelten unterscheiden sich lediglich in der benutzten Zeitform und der Du-Erzählform im Tagebuch, die so Ravines Sehnsucht und gleichzeitige Distanz zur verschwundenen Marianne ausdrückt. In diesem Buch steckt ungemein viel Liebe. Abgesehen von Amma, die mit unglaublicher Kraft um ihre Tochter kämpft, selbst wenn diese sie belügt und sich undankbar zeigt, wird in vielen Erinnerungen und Details die tiefe freundschaftliche Liebe von Ravine zu Marianne deutlich und auch die Nebenpersonen sind nicht davon ausgenommen. Ein wirklich wunderbares Werk mit liebens- und verachtenswerten Charakteren, das den Leser in ein Wechselbad der Gefühle taucht.
Autor:
Lektor: Anja Matter / Cami
Grafiker: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 23.10.2018
Bildcopyright: Piper Verlag, Doubleday, CPI books GmbH


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