Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Pinguine mitten in einer japanischen Kleinstadt und niemand weiß, wo sie herkommen? Ein Grund für Aoyama, diese seltsamen Vorkommnisse zu untersuchen!

Weiterlesen

Aktuell in Japan:
22.10.: Kyôtô – Fest des Zeitalter (jidai matsuri) (regional) | 03.11.: Tag der Kultur (bunka no hi) (gesetzlich) | 03.11.: Hakone – Umzug der Feudalherren (hakone daimyo gyoretsu) (regional) | 15.11.: Sieben-Fünf-Drei (shichi go san) (landesweit) | 23.11.: Arbeits- und Erntedank-Tag (kinro kansha no hi) (gesetzlich)
Twittern Auf Facebook teilen

Die vielen Namen der Liebe
 

Auf Vietnamesisch gibt es sechs Varianten des Wortes „lieben“. Man liebt bis zum Wahnsinn oder bis man Wurzeln schlägt. Doch der Liebe entkommt niemand.
Inhalt Vi ist acht Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Vietnam flieht und in Kanada ein neues Leben beginnt. Der Vater bleibt zurück und erst Jahre später kehrt auch Vi in ihre fremde Heimat zurück. Sie scheint nirgendwo so recht zuhause zu sein, fühlt sich unsichtbar, bis sie sich verliebt und neue Seiten an sich entdeckt.
Doch sie entkommt den Traditionen ihrer unbekannten Heimat nicht, auf die ihre Mutter und die Gemeinschaft so pochen, denn es schweißt sie in der Ferne zusammen – es ist alles, was bleibt, nachdem Vietnam mit klaffenden Wunden aus dem Krieg kommt.

Vi trotzt alldem und kehrt schließlich nach dem Scheitern dieser Beziehung nach Vietnam zurück, wo sie Vincent kennenlernt, bei dem sie das erste Mal das Gefühl hat, nicht unsichtbar zu sein. Aber auch hier durchziehen die Fäden des Schicksals ihren Alltag, bis es fast so scheint, als würde die Geschichte sich wiederholen...

Die vielen Namen der Liebe: Roman
 
Autor:Kim Thúy
Seiten:144
Verlag:Dtv
Erschienen:21.06.2019
ISBN:9783423146937
Preis:10,90 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Belletristik

Fazit Die Erzählung umfasst gerade einmal 144 Seiten und berichtet doch die Geschichte von drei Generationen, vom Aufstieg und Fall einer Familie, von Brüchen und Kontinuitäten, von Divergenzen und Parallelen.
Thúy schafft es dabei, in einer poetischen Sprache ihre eigene Geschichte – zu der sich einige Ähnlichkeiten aufzeigen lassen – ebenso einfließen zu lassen, wie kulturelle und historische Besonderheiten Vietnams.
Episodenhaft und anachronistisch schildert Protagonistin Vi die Erlebnisse ihrer Großeltern, ihres Vaters und ihres Bruders. Erst das letzte Drittel besteht aus ihrer eigene Geschichte. Die Liebe ist dabei der rote Faden, der sich durch diesen herzzerreißenden Roman zieht: Die Liebe der Mutter für den Vater, der zurückblieb, die Liebe zur Heimat und die Liebe für sich selbst.
Ein Roman, der in seiner Stille und Schlichtheit noch lange nachhallt.

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 09.10.2019
Bildcopyright: dtv


X