Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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Mitsukos Restaurant
 

Teezeremonie, Sushi, Schwertkampf - Japan als Land der aufgehenden Sonne und exotischen Fantasien. Zumindest, wenn es nach Achim geht.
Inhalt Achim und Wolf haben gerade ihr Abitur hinter sich gebracht und wollen endlich - endlich! - japanisch essen gehen. In einem kleinen Ort im Niederrhein 1984 kein einfaches Unterfangen. Das einzige Restaurant, das ihnen geeignet erscheint, ist zu teuer und so ziehen sie übellaunig weiter zu einem passablen Chinesen, um zumindest bei einem Bier anstoßen zu können.

Es vergehen acht Jahre, bevor Achim, mitten im Wald, auf Mitsukos Restaurant stößt, eingemietet in ein uriges Restaurant des Wandervereins.

Zum ersten Mal kommt er in den Genuss richtigen japanischen Essens und es beginnt für ihn eine kulinarische Reise ins Herzen Japans. Doch nicht nur die kunstvoll zubereiteten Gerichte beflügeln Achim, der sich mehr schlecht als recht als Schauspieler durchschlägt, auch die namensgebenden Köchin Mitsuko hat es ihm angetan.
Immer öfter kommt er ins Restaurant, freundet sich nach und nach mit dem Restaurantbesitzer Eugen an und kommt seiner Angebeteten dabei Schritt für Schritt näher. Dabei merkt er jedoch, dass es große Unterschiede zwischen ihnen gibt, die wohl keiner so leicht abschütteln kann.
Kann so eine Beziehung überhaupt funktionieren?

Mitsukos Restaurant
 
Autor:Christoph Peters
Seiten:416
Verlag:btb
Erschienen:08.03.2011
ISBN:9783442741595
Preis:9,99 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Belletristik, Japan

Fazit So interessant die Prämisse auch ist, so hohl ist die Erzählung. Neben scheinbar endlosen Vorurteilen, die auch am Ende des Buches nicht aus dem Weg geräumt werden, verliert sich der Autor Christoph Peters in Belanglosigkeiten, ausschweifenden Erklärungen, die nichts zur Geschichte selbst beitragen. Die mysteriöse Mitsuko ist ab Kapitel 4, in dem ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt wird, nicht mehr ganz so mysteriös. Achim ist ein oberflächlicher junger Mann, der außer der Frage, wie er seine Auserwählte ins Bett bekommt, selten mehr von sich gibt.

Parallel zur Hauptgeschichte erzählt Peters außerdem von einem Keramik-Meister, einige hundert Jahre zuvor in Japan, der keinerlei Bezug zu Achim, Mitsuko oder Eugen hat. Die Erzählung verläuft sich in zu viele Nebensächlichkeiten und plätschert mit Pseudo-Weisheiten vor sich hin. Zudem sind die Dialoge abgehakt und keiner der Protagonisten hat eine eigene Stimme.
Ein seichter Roman, der die Versprechen des Klappentextes nicht einlösen kann.

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 20.11.2019
Bildcopyright: Random House


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