Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Die letzte Geisha: Eine wahre Geschichte
 

Im Alter von zwölf Jahren wird Sayo Masuda an ein Geisha-Haus verkauft. Als uneheliches Kind geboren erfährt sie ein Leben voller Härte und Unmenschlichkeit. Und die schicke Fassade des japanischen Amüsements ist nicht so strahlend, wie es immer scheint. Otsuru erzählt erstmals die ungeschminkte Wahrheit hinter der Fassade einer Geisha.
Inhalt Tsuru-chan weiß nicht, wie alt sie ist, als sie von ihrem Onkel an ein Geisha Haus verkauft wird. Als uneheliches Kind zur Welt gekommen, hütete sie bei einem Großgrundbesitzer das Baby und lebt, durch ständiges Ausschimpfen und Schläge, in großer Angst vor menschlichen Wesen. Als sie von dort weggebracht wird, glaubt sie zunächst, an einen besseren Ort zu gelangen. Doch weit gefehlt. Die schöne Fassade des geräumigen Hauses und die prachtvollen Erscheinungen der Geisha-Schwestern täuschen. Dennoch gibt sich Otsuru alle Mühe, um möglichst schnell eine vollwertige Geisha zu werden und erträgt die Erniedrigungen beim Lernen und mancher Rivalin. Erneut ist sie davon überzeugt, dass es ihr ausgelernt besser gehen wird.

Doch auch wenn Tsuru als gutverdienende Geisha nicht mehr geschlagen wird, so muss sie einsehen, dass sie niemals frei sein wird. Erst im Besitz des Geisha-Hauses Takenoya wird sie später an ihren krötenähnlichen Mäzen verkauft. Stets wird ihr gesagt, was sie tun soll und wie sie sich verhalten muss. Aufbegehren hat sie nie gelernt und lieben ist ihr fremd. Und nach den Erfahrungen ihrer Geisha-Schwestern möchte sie mit Liebe auch gar nichts zu tun haben. Doch verhindern kann man solche Gefühle nicht. Sie kommen wann sie wollen und als Otsuru sich mit einem anderen Mann einlässt, will ihr der Mäzen zwar verzeihen, doch nach einem Selbstmordversuch ihrerseits wirft er sie hinaus.

Mittellos sieht Tsuru mit gerade mal einundzwanzig Jahren keinen Sinn mehr im Leben, selbst wenn sie jetzt frei ist. Doch den Mut, sich erneut umzubringen, hat sie auch nicht mehr.
Als sie schließlich ihren jüngeren Bruder kennenlernt, scheint sich ihr ein neues Lebensziel zu erschließen und Otsuru versucht, trotz ihrer schmutzigen Vergangenheit, mit ehrlicher Arbeit über die Runden zu kommen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr.
Wird Tsuru-chan am Ende ihre Freiheit finden? Und wie sieht diese eigentlich aus? Kann man auch ohne Geld wirklich frei sein?
Die letzte Geisha: Eine wahre Geschichte
 
Autor:Sayo Masuda
Seiten:201
Verlag:Insel Verlag
Erschienen:17.06.2012
ISBN:9783458358510
Preis:8,99 €
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Genre:Erzähltes Leben, Japan
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:Masuda Sayo – Geisha – kutô no hanshôgai
Originalverlag:Heibonsha Library
Erstveröffentlichung:1995

Fazit Sayo Masuda lernte erst sehr spät lesen und schreiben und das Manuskript wurde nur orthographisch korrigiert. So bleibt der Originalton in dieser Biographie erhalten, was das Lesen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig macht, sich mit der Zeit aber umso emotionaler gestaltet.
1955 sandte Masuda Kurzgeschichten aus ihrem Leben an die Frauenzeitschrift „Shufu no tomo“, um an einem Wettbewerb teilzunehmen. 1956 wurde ihr gekürtes Manuskript als Fortsetzungsgeschichte gedruckt, was den Verlag Heibonsha auf die Autorin aufmerksam machte.
Sayo Masuda starb 2008 in Nagano, wo sie am Ende frei gelebt hatte.
Autor: /  Subaru
Lektor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 21.08.2012
Bildcopyright: InselVerlag / Heibonsha Library


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