Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Fly Daddy Fly
 

Von heute auf morgen steht Hajime Suzukis Leben plötzlich Kopf. Nachdem seine Tochter zusammengeschlagen von einem jungen Boxmeister ins Krankenhaus eingeliefert wird, hat er nur noch eins im Kopf: Rache! Doch wie soll er es als durchschnittlicher Büroangestellter mit dem jungen Sportler aufnehmen?
Inhalt Hajime Suzuki ist ein siebenundvierzig Jahre alter Büroangestellter und wie er von sich selbst sagt: „Angefangen beim Namen, in jeder Hinsicht Mittelmaß und Durchschnitt.“ Das Einzige, auf das er wirklich stolz ist und als etwas Besonderes empfindet, ist seine Familie: seine Frau Yuko und seine siebzehn Jahre alte Tochter Haruka.
Umso größer der Schock, als letztere eines Tages plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert wird, weil ein Boxmeister sie wegen eines angeblichen „Missverständnisses“ verprügelt hat. Doch noch traumatischer als diese Tatsache ist für den stolzen Vater sein eigenes Verhalten an jenem Abend: Die Unfähigkeit seiner Tochter im Krankenhaus beizustehen und das feige Auftreten gegenüber dem Übeltäter und dessen Lehrern, die gekommen waren, um die Angelegenheit mit einer kleinen Geldsumme zu vertuschen. Denn der Täter ist niemand geringeres als Ishihara, der zweifache Sieger der Schulmeisterschaften im Boxen und das Aushängeschild der angesehenen Privatschule, die er besucht.
Völlig verzweifelt sieht Hajime Suzuki nur einen Ausweg, die Ehre seiner Tochter und seine eigene wieder herzustellen: Er muss Ishihara besiegen, am besten töten.
Wild entschlossen verlässt er am nächsten Morgen mit einem Messer in der Aktentasche das Haus, um so bewaffnet seinen Feind in dessen Schule zu stellen. Glücklicherweise verwechselt er jedoch die Bildungseinrichtungen und sein Plan geht schlief. So landet er bei einer Gruppe Jugendlicher, die ihm ein überraschendes Angebot machen: Wenn er bereit ist, sich Ishihara in einem fairen Kampf Mann gegen Mann zu stellen, wollen sie ihrerseits für einen entsprechenden Rahmen sogen und ihn trainieren.
Ohne recht zu wissen, worauf er sich einlässt, nimmt Hajime zu allem entschlossen an. Von da an bleiben ihm sechs Wochen, um von dem Durchschnitts-Büroangestellten zu einem Mann zu werden, der es mit einem Boxchampion aufnehmen kann, einem zweiten Bruce Lee.
Damit dies gelingen kann, nimmt er sich in seiner Firma frei, um sich die folgenden anderthalb Monate dem Training von Sun-shin Pak, den schweigsamsten der Jungen, zu unterziehen. Dieser ist ein sogenannter zainichi, ein in Japan geborener Koreaner, der seit seiner Kindheit immer mit Diskriminierung zu kämpfen hatte und daher früh lernen musste, sich selbst zu verteidigen. Zu Beginn ist Sun-Shin zwar nicht gerade begeistert, dass es an ihm hängen bleiben soll, den alten Mann zu trainieren. Schließlich willigt er aber doch ein, Hajime sowohl körperlich als auch mental auf seinen großen Kampf vorzubereiten.
Und so beginnt der zurückhaltende Büroangestellte unter dem koreanisch stämmigen Schüler seinen harten und langen Trainingsweg, um sich und seiner Familie zu beweisen, dass er als Vater nicht versagt hat.
Doch wird er es am Ende tatsächlich mit dem gewalttätigen Boxer aufnehmen können?
Fly, Daddy, Fly
 
Autor:Kazuki Kaneshiro
Seiten:192
Verlag:Cass
Erschienen:21.06.2012
ISBN:9783980902274
Preis:17,80 €
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Genre:Humor, Japan
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:Fly Daddy Fly
Originalverlag:Kodansha
Erstveröffentlichung:2003

Fazit „Fly Daddy Fly“ ist nicht so tiefgründig wie Kazuki Kaneshiros Erstlingswerk „Go“, aber mindestens ebenso lustig. Die Story ist zwar im Grunde etwas albern, aber doch irgendwie originell und das Lesen macht einfach Spaß. Neben der Absurdität der Geschichte tragen vor allem die sympathischen Charaktere viel zum Charme dieser Erzählung bei. Denn nicht nur der Hauptcharakter sorgt für gute Laune und Unterhaltung, sondern auch die vielen liebenswerten Nebencharaktere, wie der übertrieben ungeschickte, alles Unglück anziehende Yamashita oder Sun-shin Pak, der mit seinem harschen Auftreten stets den lieben Kerl in sich zu überspielen versucht.
„Nur wer bereit ist, aus dem Trott seines Alltags auszubrechen, kann etwas bewegen“, so die Botschaft der Geschichte und das Lesen macht Mut und Lust, es vielleicht sogar selbst einmal auszuprobieren. Man muss sich ja nicht gleich mit einem Boxchampion anlegen.
Autor: /  Kaychi
Lektor: Daniela Würdig
Datum d. Artikels: 17.03.2013
Bildcopyright: Kazuki Kaneshiro, Cass Verlag


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